[Bayern] Antrag zur Einführung von verpflichtenden Erste Hilfe Kursen für Lehrerinnen und Lehrer

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  • Antrag zur Einführung von verpflichtenden Erste Hilfe Kursen für Lehrerinnen und Lehrer
    Antrag zur Einführung von verpflichtenden Erste Hilfe Kursen für Lehrerinnen und Lehrer.


    Titel: Antrag zur Einführung von verpflichtenden Erste Hilfe Kursen für Lehrerinnen und Lehrer.



    Antragsteller: Hugo Bessermacher



    Der Landtag möge beschließen:

    1. Für Lehrkräfte, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern und anderem in Schulen tätigem pädagogischem Personal ist die Grundausbildung in Erster Hilfe (8 Doppelstunden) verpflichtend. Angeboten werden diese Lehrgänge vom Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser-Hilfsdienst und dem Arbeiter-Samariter-Bund, sowie anderen von den Unfallversicherungsträgern anerkannten Institutionen.

    2. Lehrkräfte, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, die den Lehrschein für die Grundausbildung in Erster Hilfe erwerben wollen, können an entsprechenden Kursen der Sanitätsorganisationen teilnehmen; der Ausbildungslehrgang umfasst 40 Stunden. Zu diesen Lehrgängen werden nur Lehrkräfte zugelassen, welche die Grundausbildung Erster Hilfe (8 Doppelstunden) und die weiterführende Helferausbildung (12 Doppelstunden) absolviert haben. Diese Fortbildung ist freiwillig.

    3. Die Grundausbildung in erster Hilfe ist alle vier Jahre in vollem Umfang (8 Doppelstunden) oder alle zwei Jahre im Auffrischungsumfang (4 Doppelstunden) zu erneuern beziehungsweise zu verlängern.



    Begründung:

    Neben präventiven Maßnahmen zur Unfallverhütung, neben der Förderung des Sicherheitsbewusstseins der Schülerinnen und Schüler kommt der rechtzeitigen und sachgerechten Hilfe Unfallverletzter insofern besondere Bedeutung zu, als durch begonnenes und zweckmäßiges Handeln unmittelbar nach dem Unfall – bis zum Beginn der ärztlichen Versorgung– die Folgen von Verletzungen wesentlich gemindert werden können. Auf der Grundlage der aus der Zusammenarbeit der Schulen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), dem Malteser-Hilfsdienst (MHD) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen soll an den Hauptschulen und Realschulen, an Förderschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Schulen die Grundausbildung in Erster Hilfe verstärkt werden. Die Landesverbände der Sanitätsorganisationen, mit denen dieser Erlass abgestimmt worden ist, sind bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit der Schule eng zusammenzuarbeiten.


    Kosten: 10 Millionen €



    Alle anfallenden Kosten für Personal und Material trägt das Land Bayern.

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