2018/01/11 — Einführung von verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen

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  • Die Regierung vertreten durch den Minister für Bildung und Forschung,

    Antonio Meucci di Fragola (Liberale Partei)
    Antragstitel:
    Einführung von verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen


    Antragsteller:
    Die Regierung vertreten durch den Minister für Bildung und Forschung,
    Antonio Meucci di Fragola (Liberale Partei)


    Inhalt:
    Der Landtag möge beschließen:

    1. Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 gilt die Grundausbildung in Erster Hilfe (zu je mindestens acht Doppelstunden) als verpflichtend für folgende Berufsgruppen:
    a) Lehrer und Lehrerinnen in allen badischen Bildungseinrichtungen
    b) Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter während ihres Studiums
    c) Inklusionsassistentinnen und Inklusionsassistenten
    d) Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter
    e) Schulpsychologinnen und Schulpsychologen
    f) Pädagogische Unterrichtshilfen

    2. Mit der Durchführung dieser Lehrgänge können alle von den Unfallversicherungsträgern anerkannten Institutionen betraut werden.
    Besonders zu nennen sind hierbei der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser-Hilfsdienst.

    3. Die unter Nummer 1 geführten Berufsgruppen können ebenso den Lehrschein für die Grundausbildung in Erster Hilfe erwerben und an entsprechenden Kursen der Sanitätsorganisationen teilnehmen.
    Der Ausbildungslehrgang umfasst 40 Stunden.
    Zugelassen werden nur diejenigen, welche bereits die Grundausbildung Erste Hilfe sowie die weiterführende Helferausbildung erfolgreich absolviert haben. Eine solche Weiterbildung ist fakultativ.

    4. Die Grundausbildung Erste Hilfe ist in einem Zyklus von jeweils vier Jahren in dem unter Nummer 1 genannten Pensum voll zu wiederholen oder in einem zweijährigen Zyklus den sogenannten Auffrischungsumfang (zu jeweils vier Doppelstunden) zu erfüllen.

    5. Die Schülerinnen und Schüler haben beginnend mit der 8. Jahrgangsstufe an jährlichen Erste-Hilfe-Kursen teilzunehmen. Die werden in die folgenden beiden Kategorien unterteilt:
    a) Für die Jahrgangsstufen 8 und 9 müssen einmal sechs Stunden an jeweils einem Tag absolvieren.
    Dieses Pensum umfasst einen grundlegenden Erste-Hilfe-Kurs, der an sich mit einem Auffrischungslehrgang für Lehrkräfte gleichzusetzen ist
    b) Für die Jahrgangsstufen beginnend mit der 10. Klasse sind zweimal sechs Stunden an jeweils zwei Tagen zu absolvieren.
    Dieses Pensum umfasst den Rahmen des Ersthelferscheines.

    6. Für die Durchführung der Schüler-Kurse gelten dieselben Bestimmungen wie unter Nummer 2 festgeschrieben.


    Begründung:
    Ich glaube das wir hier eine gute Initiative beginnen können.
    Dieser Antrag ist ein Ergebnis der Bundesministerkonferenz.

    Auf der Grundlage der aus der Zusammenarbeit der Schulen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), dem Malteser-Hilfsdienst (MHD) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen soll an den Hauptschulen und Realschulen, an Förderschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Schulen die Grundausbildung in Erster Hilfe verstärkt werden.
    Die Landesverbände der Sanitätsorganisationen, mit denen dieser Erlass abgestimmt worden ist, sind bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit der Schule eng zusammenzuarbeiten.


    Kosten:
    9 Millionen,- €



    Zur Debatte: [Debatte] Einführung von verpflichtenden Erste-Hilfe Kursen
    Zur Abstimmung: [Abstimmung] Einführung von verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen

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