Ella Löwenstein-Boum

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Ella Löwenstein-Boum (*01.Juni 1977 in Bremen als Ella Löwenstein) ist eine deutsche, sozialdemokratische Politikerin. Sie ist Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Außenpolitische Sprecherin der Sozialdemokratischen Partei. Sie amtierte zwei Amtszeiten als Ministerpräsidentin des Freistaates Sachsen und für eine Amtsperiode Präsidentin des Bundesrates.
    Herkunft, Familie und Ausbildung

    Ella Löwenstein-Boum (geborene Löwenstein) ist das zweite Kind von Alfred und Elke Löwenstein. Ihr Vater war als Leitender Oberarzt der Psychiatrie im Klinikum Bremen-Ost tätig. Ihre Mutter arbeitete dort als Krankenschwester. Löwenstein-Boum wuchs im Bremer Stadtteil Findorff auf und besuchte nach der Primarstufe das Alte Gymnasium in ihrer Heimatstadt. Dort engagierte sie sich bereits ab der sechsten Klasse in der Schüler*innenvertretung und wurde schließlich, in Jahrgangsstufe 10, zur Schulsprecherin gewählt. Durch dieses Amt kam Löwenstein-Boum im Jahre 1993 in die GesamtSchüler*innenVertretung Bremen, in dessen Vorstand sie im selben Jahr gewählt worden ist. Innerhalb des Vorstandes war sie für die politische Vertretungsarbeit, und damit auch für die Vertretung der GSV in der Deputation für Bildung der Bremischen Bürgerschaft. Mit dem Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife im Jahr 1996 schied sie auch aus dem Vorstand der GesamtSchüler*innenVertretung aus. Nach ihrem Abitur verließ Löwenstein-Boum ihre Heimatstadt, um in Leipzig Geschichte und Deutsch auf Lehramt zu studieren. Nach dem Bestehen ihres Referendariates war sie bis zum Jahr 2014 in verschiedenen Schulen in Sachsen als Lehrerin tätig. In dieser Zeit lernte sie auch ihre langjährige Freundin und politische Weggefährtin, Hanne Stark, kennen. Im Jahr 2014 nahm sie eine Schulleiter*innenstelle in Baden-Württemberg an.


    Politischer Werdegang

    1999 trat Ella Löwenstein-Boum in die Partei Bündnis 90/Die Grünen ein. Im Zeitraum von 2002-2013 vertrat sie ihren jeweiligen Kreisverband auf den Bundesdelegiertenkonferenz. Aufgrund der Personalentscheidung zur Bundestagswahl im Jahr 2013, Löwenstein-Boum galt als Anhängerin von Claudia Roth, und einigen Differenzen innerhalb ihres Kreisverbandes, verließ Löwenstein-Boum die Partei und bleibt einige Zeit parteilos. Auf Treiben ihrer Freundin und Weggefährtin Hanne Stark trat Löwenstein-Boum 2016 der Sozialdemokratischen Partei bei und wurde noch im selben Jahr in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Im Kabinett Stark I fungierte Löwenstein-Boum zunächst als Ministerin für Bundesangelegenheiten und Europa, später als Ministerin für Wissenschaft und Ausbildung, Kunst und Kultur. Zudem war sie Vertreterin des Landes Baden-Württemberg im Bundesrat. Aufgrund gesundheitlicher Probleme, trat Löwenstein-Boum am 08. Dezember als Ministerin zurück.

    Im Februar des Jahres 2017 kehre Löwenstein-Boum in die Politik zurück. Allerdings ist sie in der Zwischenzeit nach Sachsen umgezogen und wurde dort für den Wahlkreis Leipzig-Stadt in den Sächsischen Landtag gewählt. Dort wurde sie von der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Zeitgleich erfolgte die Ernennung von Löwenstein-Boum zur Staatsministerin für Kinder, Bildung, Wissenschaft und Kultur, zur Staatsministerin für Frauen und zum Mitglied des Bundesrates von Ministerpräsident Fabian Meier in seinem ersten Kabinett ernannt. Diese Funktionen bekleidete sie auch im Kabinett Maier II. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Maier wurde Löwenstein-Boum mit dem Stimmen der Rot-Roten Koalition zur Ministerpräsidentin gewählt. Drei Monate später wurde Sie in ihrem Amt bestätigt. Löwenstein-Boum war im Kabinett Stark I Bundesministerin für Integration, Gleichstellung und Entwicklungshilfe, im Kabinett Stark II Bundesministerin für besondere Aufgaben und Chefin des Bundeskanzleramtes sowie kurzzeitig im Kabinett Stark III Bundesministerin für Verkehr. In ihrer Amtszeit als Ministerpräsidentin war Löwenstein-Boum für eine Amtszeit Präsidentin des Bundesrates.

    Kurz vor der von ihr geplanten dritten Kandidatur für das Amt des Sächsischen Ministerpräsidenten zog Löwenstein-Boum sich erneut aufgrund der Erkrankung ihrer Tochter an Anorexia Nervosa aus der Politik zurück. Vier Monate später kehrte sie in die Landespolitik zurück und wurde von Ministerpräsident Paul von Habeck zur Staatsministerin für Kultur, Medien und Bundesangelegenheiten sowie zum Mitglied des Bundesrates ernannt. Dieses Amt übte sie bis zu ihrem Umzug nach Berlin aus.

    Im Mai 2018 wurde sie von ihrer Partei zur Außenpolitischen Sprecherin gewählt.










    forum.politikimnetz.de/index.p…5389317672b6980797113377b
    Löwenstein-Boum auf dem 7ten Bundespartei-
    tag der Sozialdemokratischen Partei in
    Hamburg im Juli 2017
    Bilder
    • Ella Wiki .jpg

      189,31 kB, 614×470, 56 mal angesehen

    1.039 mal gelesen