Autonomes Centrum Anachistischer Beweger_innen (ACAB)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Also mal so in Relation auf vergangene anarchistische Strukturen wie der Paiser Kommune oder dem Freien Territorium in der Unkraine unter der Makhnowitscha:
      Ehm, wie sieht sich der Anarchismus im Sinne der Verteidigung an? Diese anarchistische Konstrukte wurden allesamt durch hierarchistische Organisation von Staaten niedergeschlagen --- der Anarchismus konnte dem natürlichen Recht also nie entgegen kommen, wenn de facto wurden diese klassenlosen freien Gesellschaften immer von größeren Konstrukten zerschlagen. Hier muss man sich also die Frage stellen wie sinnvoll wirklich der Anarchismus ist, wenn er in Binnen von Sekunden durch die einfache Überlegenheit hierarchischer Strukturen zerschlagen werden? Ich kannte einmal eine Anarchosyndikalistin und ich habe ihr die selbe Frage gestellt: was macht ihr gegen Feinde die einfach stärker sind bzw. wie stellt ihr einen effektiv-defensiven Anarchismus durch, wenn er eben in seiner dezentralen Struktur einfach nicht fähig ist nicht vernünftig zu verteidigen. Anhand dessen spielt der Anarchist mit dem Feuer und wird selbst in eine Grube fallen, solange er keinen Weg findet, einen Anarchismus zu schaffen der sich durchaus gegen einen Feind verteidigen kann.

      Aber was hat mir die Anarchosyndikalistin daraufhin geantwortet? Naja, sie meinte das der Anarchismus dennoch evidenterweise funktioniert hat und sie nur durch feindliche Kräfte zerschlagen wurden. Das mag ja alles schön und gut sein, vielleicht würde diese Ideologie auch in einem Vakuum funktionieren, aber wenn wir folgende Situation betrachten, blicken wir einem System entgegen das zwar funktioniert, aber nicht weiß wie es sich verteidigen soll. Wenn ich hinsichtlich dieser Frage eben nicht die Antwort bekomme, die dieses Rätsel um die Verteidigung des Anarchismus beantworten soll, wird der Anarchismus fortan und weiterhin als eine gescheiterte Idee angesehen werden.


    • Rudolf Kim Velten schrieb:

      Also mal so in Relation auf vergangene anarchistische Strukturen wie der Paiser Kommune oder dem Freien Territorium in der Unkraine unter der Makhnowitscha:
      Ehm, wie sieht sich der Anarchismus im Sinne der Verteidigung an? Diese anarchistische Konstrukte wurden allesamt durch hierarchistische Organisation von Staaten niedergeschlagen --- der Anarchismus konnte dem natürlichen Recht also nie entgegen kommen, wenn de facto wurden diese klassenlosen freien Gesellschaften immer von größeren Konstrukten zerschlagen. Hier muss man sich also die Frage stellen wie sinnvoll wirklich der Anarchismus ist, wenn er in Binnen von Sekunden durch die einfache Überlegenheit hierarchischer Strukturen zerschlagen werden? Ich kannte einmal eine Anarchosyndikalistin und ich habe ihr die selbe Frage gestellt: was macht ihr gegen Feinde die einfach stärker sind bzw. wie stellt ihr einen effektiv-defensiven Anarchismus durch, wenn er eben in seiner dezentralen Struktur einfach nicht fähig ist nicht vernünftig zu verteidigen. Anhand dessen spielt der Anarchist mit dem Feuer und wird selbst in eine Grube fallen, solange er keinen Weg findet, einen Anarchismus zu schaffen der sich durchaus gegen einen Feind verteidigen kann.

      Aber was hat mir die Anarchosyndikalistin daraufhin geantwortet? Naja, sie meinte das der Anarchismus dennoch evidenterweise funktioniert hat und sie nur durch feindliche Kräfte zerschlagen wurden. Das mag ja alles schön und gut sein, vielleicht würde diese Ideologie auch in einem Vakuum funktionieren, aber wenn wir folgende Situation betrachten, blicken wir einem System entgegen das zwar funktioniert, aber nicht weiß wie es sich verteidigen soll. Wenn ich hinsichtlich dieser Frage eben nicht die Antwort bekomme, die dieses Rätsel um die Verteidigung des Anarchismus beantworten soll, wird der Anarchismus fortan und weiterhin als eine gescheiterte Idee angesehen werden.
      Ich glaube aber auch, die Idee des Anarchismus beschäftigt sich mit einer Gesellschaft. Im Sinne des Anarchismus müsste man auf alle anderen Staaten und Menschen Vertrauen können. Deshalb bleibt diese Idee noch nur eine Traumvorstellung. Wäre schön, wenn es irgendeinmal nicht mehr so ist.
    • Luuk Stoin schrieb:

      Rudolf Kim Velten schrieb:

      Also mal so in Relation auf vergangene anarchistische Strukturen wie der Paiser Kommune oder dem Freien Territorium in der Unkraine unter der Makhnowitscha:
      Ehm, wie sieht sich der Anarchismus im Sinne der Verteidigung an? Diese anarchistische Konstrukte wurden allesamt durch hierarchistische Organisation von Staaten niedergeschlagen --- der Anarchismus konnte dem natürlichen Recht also nie entgegen kommen, wenn de facto wurden diese klassenlosen freien Gesellschaften immer von größeren Konstrukten zerschlagen. Hier muss man sich also die Frage stellen wie sinnvoll wirklich der Anarchismus ist, wenn er in Binnen von Sekunden durch die einfache Überlegenheit hierarchischer Strukturen zerschlagen werden? Ich kannte einmal eine Anarchosyndikalistin und ich habe ihr die selbe Frage gestellt: was macht ihr gegen Feinde die einfach stärker sind bzw. wie stellt ihr einen effektiv-defensiven Anarchismus durch, wenn er eben in seiner dezentralen Struktur einfach nicht fähig ist nicht vernünftig zu verteidigen. Anhand dessen spielt der Anarchist mit dem Feuer und wird selbst in eine Grube fallen, solange er keinen Weg findet, einen Anarchismus zu schaffen der sich durchaus gegen einen Feind verteidigen kann.

      Aber was hat mir die Anarchosyndikalistin daraufhin geantwortet? Naja, sie meinte das der Anarchismus dennoch evidenterweise funktioniert hat und sie nur durch feindliche Kräfte zerschlagen wurden. Das mag ja alles schön und gut sein, vielleicht würde diese Ideologie auch in einem Vakuum funktionieren, aber wenn wir folgende Situation betrachten, blicken wir einem System entgegen das zwar funktioniert, aber nicht weiß wie es sich verteidigen soll. Wenn ich hinsichtlich dieser Frage eben nicht die Antwort bekomme, die dieses Rätsel um die Verteidigung des Anarchismus beantworten soll, wird der Anarchismus fortan und weiterhin als eine gescheiterte Idee angesehen werden.
      Ich glaube aber auch, die Idee des Anarchismus beschäftigt sich mit einer Gesellschaft. Im Sinne des Anarchismus müsste man auf alle anderen Staaten und Menschen Vertrauen können. Deshalb bleibt diese Idee noch nur eine Traumvorstellung. Wäre schön, wenn es irgendeinmal nicht mehr so ist.
      Na gut, auf der anderen Seite wäre wiederum der Imperialismus das totale Gegenbeispiel zum Anarchismus, weil im Imperialismus sich ein Staat die absolute Macht per Gewalt einholt um nicht von kleineren Feinden zerschlagen zu werden. Anarchismus ist ein sozioökonomisches Konzept aber dummerweise basiert er eben auf Vertrauen in den anderen, aber darauf kann sich niemand verlassen. Solange die eine Anarchistische Gemeinschaft wichtige Rohstoffe für sich beansprucht, setzt eine staatliche Organisation sein Recht durch und nimmt ihnen diese Rohstoffe weg.