Rathenau verkündet Bundespräsidentschaftskandidatur

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    • Nina Kampmann schrieb:

      Erst ein mal herzlichen Glückwunsch zur Ihrer Kandidatur. :)


      Treten wir gemeinsam aus einer Zuschauerrolle hinaus und werben wir aktiv für ein Engagement für eine bessere Zukunft mit unseren Partnern, aber auch mit Staaten, die wir zuletzt vernachlässigt haben.
      Hier würde ich gerne noch mal nachfragen, wie genau Sie das meinen. Also welche Art Engagement stellen Sie sich da vor? Und welche vernachlässigten Staaten meinen Sie? Vielen Dank für Ihre Antworten. :)
      Beispielsweise die Staatenlosen Völker und Minderheiten, die unter ständigem Druck stehen. Da seien nur die Kurden, Uiguren oder Rohingya gennat.
      Ich denke aber auch, dass wir vor allem den Kontakt zu den Afrikanischen Staaten und dort vor allen Dingen den Staaten, die funktionierende Demokratien sind und stabile Partner sein können, um anderen Staaten Afrikas in bessere Verhältnisse helfen zu können, ausbauen sollten.
      Auch haben wir den Kontakt zu den Staaten Südostasiens zu Gunsten unseres Verhältnisses zu China so stark zurückgefahren, dass man eher von einer neuen Kontaktaufnahme sprechen müsste, als von einer Intensivieren der inzwischen kaum mehr bestehenden.
      Maximilian Rathenau

      Bundeskanzler a.D. |
      Bundesminister des Äußeren a.D. | Mitglied des Bundestags LP 9,10,11,13,15,16,17,18
    • Maximilian Rathenau schrieb:

      Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Helmut Müller schrieb:

      Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Freiheit und Frieden ist ein Privileg? Wie bitte??

      Freiheit und Frieden sollten kein Vorrecht, sondern ein Grundrecht sein und eben kein Privileg!
      Natürlich sind Freiheit und Frieden ein Privileg. Beides ist nicht selbstverständlich, wenn man sich andere Teile unseres Planeten anschaut.
      Privileg ist aber wörtlich das "Gesetz für den Einzelnen", ein Vorrecht, d.h. nicht allgemein gültig. Dementsprechend sind also in Ihren Augen die Despotie und der Konflikt der Normalzustand?Wenn Frieden und Freiheit nicht allgemeingültig sind, also ein Vorrecht sind, dann wird es immer in jeder Hinsicht einer Gruppe bedürfen, die dieses Vorrecht nicht genießen kann und darf.

      Entsprechend kann ich dieser Auffassung unserer Grundrechte nicht folgen, da ich von der Universalität nicht nur für deutsche Staatsbürger, sondern für alle Menschen auf deutschem Staatsgebiet ausgehe. Aus Sicht der Moral begründet dieser Universalitätsanspruch von Frieden und Freiheit auch die Grundhaltung, dass die Missachtung dieser Grund- und Menschenrechte eben kein Normalzustand, sondern stetes Ziel staatlicher Agitation bleiben muss.
      Ja, Freiheit und Frieden sollten sicherlich allen Menschen zuteilwerden, aber wenn wir ehrlich sind, sind sie in der Realität doch ein großes Privileg. Es ist ein großer Vorteil, und ein absolut dankenswerter und glücklicher Umstand, derzeitig in Freiheit und in Frieden leben zu dürfen. Doch es gibt auch genügend Menschen auf der Welt, denen diese Rechte immer noch verwehrt sind. Das ist die Realität und ein großer Missstand, den es zu beseitigen gilt. Wir genießen damit gegenüber diesen Menschen derzeitig einen großen Vorteil.
      Freiheit und Frieden sind ein absoluter Glücksfall, ein Recht und Pflicht zugleich. Das Wort „Privileg“ ist in diesem Zusammenhang maximal unglücklich gewählt. Denn auch wenn diejenigen Menschen, welche in Frieden und Freiheit leben, in der Minderheit sind, so sind diese Werte auch eine Verpflichtung und nicht lediglich ein Privileg oder wie Herr Lilienkamp treffend formuliert hat: das Recht des Einzelnen. Der Weltfrieden und die weltweite Demokratisierung werden erst dann unerreichbar, wenn wir Demokraten unsere Verpflichtung aufgeben, es zu bestreben diese Vision eines Tages in die Realität umzusetzen. Deswegen kann auch ich Ihrer Klassifizierung von Frieden und Freiheit als Privileg nichts abgewinnen, eben weil sie für sich genommen die Pflicht ignoriert.
    • Konrad Westphal schrieb:

      Maximilian Rathenau schrieb:

      Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Helmut Müller schrieb:

      Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Freiheit und Frieden ist ein Privileg? Wie bitte??

      Freiheit und Frieden sollten kein Vorrecht, sondern ein Grundrecht sein und eben kein Privileg!
      Natürlich sind Freiheit und Frieden ein Privileg. Beides ist nicht selbstverständlich, wenn man sich andere Teile unseres Planeten anschaut.
      Privileg ist aber wörtlich das "Gesetz für den Einzelnen", ein Vorrecht, d.h. nicht allgemein gültig. Dementsprechend sind also in Ihren Augen die Despotie und der Konflikt der Normalzustand?Wenn Frieden und Freiheit nicht allgemeingültig sind, also ein Vorrecht sind, dann wird es immer in jeder Hinsicht einer Gruppe bedürfen, die dieses Vorrecht nicht genießen kann und darf.
      Entsprechend kann ich dieser Auffassung unserer Grundrechte nicht folgen, da ich von der Universalität nicht nur für deutsche Staatsbürger, sondern für alle Menschen auf deutschem Staatsgebiet ausgehe. Aus Sicht der Moral begründet dieser Universalitätsanspruch von Frieden und Freiheit auch die Grundhaltung, dass die Missachtung dieser Grund- und Menschenrechte eben kein Normalzustand, sondern stetes Ziel staatlicher Agitation bleiben muss.
      Ja, Freiheit und Frieden sollten sicherlich allen Menschen zuteilwerden, aber wenn wir ehrlich sind, sind sie in der Realität doch ein großes Privileg. Es ist ein großer Vorteil, und ein absolut dankenswerter und glücklicher Umstand, derzeitig in Freiheit und in Frieden leben zu dürfen. Doch es gibt auch genügend Menschen auf der Welt, denen diese Rechte immer noch verwehrt sind. Das ist die Realität und ein großer Missstand, den es zu beseitigen gilt. Wir genießen damit gegenüber diesen Menschen derzeitig einen großen Vorteil.
      Freiheit und Frieden sind ein absoluter Glücksfall, ein Recht und Pflicht zugleich. Das Wort „Privileg“ ist in diesem Zusammenhang maximal unglücklich gewählt. Denn auch wenn diejenigen Menschen, welche in Frieden und Freiheit leben, in der Minderheit sind, so sind diese Werte auch eine Verpflichtung und nicht lediglich ein Privileg oder wie Herr Lilienkamp treffend formuliert hat: das Recht des Einzelnen. Der Weltfrieden und die weltweite Demokratisierung werden erst dann unerreichbar, wenn wir Demokraten unsere Verpflichtung aufgeben, es zu bestreben diese Vision eines Tages in die Realität umzusetzen. Deswegen kann auch ich Ihrer Klassifizierung von Frieden und Freiheit als Privileg nichts abgewinnen, eben weil sie für sich genommen die Pflicht ignoriert.
      Wenn sie meine weiteren Ausführungen in meinem Pressestatement lesen und die den Kontext in einen Zusammenhang setzen, sollten Sie merken, dass es mir um mehr als eine grammatisch,, vokabulare Formulierung, sondern darum, dass wir uns eben dafür einsetzen, dass Frieden und Freiheit möglichst jedem Menschen zu Teil werden können.
      Maximilian Rathenau

      Bundeskanzler a.D. |
      Bundesminister des Äußeren a.D. | Mitglied des Bundestags LP 9,10,11,13,15,16,17,18
    • Konrad Westphal schrieb:

      Freiheit und Frieden sind ein absoluter Glücksfall, ein Recht und Pflicht zugleich. Das Wort „Privileg“ ist in diesem Zusammenhang maximal unglücklich gewählt. Denn auch wenn diejenigen Menschen, welche in Frieden und Freiheit leben, in der Minderheit sind, so sind diese Werte auch eine Verpflichtung und nicht lediglich ein Privileg oder wie Herr Lilienkamp treffend formuliert hat: das Recht des Einzelnen.
      Nun, ich denke, Herr Rathenau und Herr Müller sagen ja auch grundsätzlich gar nichts anderes, als Sie vor längerer Zeit :) Selbst, wenn es gemäß Wörterbuch nicht die exakte Bedeutung des Wortes sein mag, hätte ich diese auch genauso ausgelegt und gesagt, dass es heutzutage auch regelmäßig so im Sprachgebrauch verwendet wird, von Politikern, Medien und in der ganzen Bevölkerung, und sehe da überhaupt keine unglückliche Wortwahl. Ob betreffend der Freiheit, des Friedens, freier Wahlen und des Wahlrechts oder anderer Grundrechte ist doch immer wieder vom Privileg im Vergleich zu Gegebenheiten in anderen Teilen der Erde die Rede, und meiner Ansicht nach auch zurecht. Ein Vorteil, den man gegenüber anderen genießt, ein glücklicher Umstand, oder ähnliches. Das spiegelt ja auch der weitere Verlauf der Rede wider, und da sind wir uns sicher alle einig, dass es ein dankenswerter und ein glücklicher Umstand ist, hier und heute in Freiheit und in Frieden leben zu dürfen, was in großen Teilen der Erde aber noch vielen Menschen verwehrt ist. Daher kann man unsere aktuelle Situation meiner Ansicht nach zurecht als privilegiert bezeichnen.

      Maximilian Rathenau schrieb:

      Die Menschen in Deutschland, Europa und der westlichen Welt haben das Privileg in Freiheit und Frieden leben zu können.

      Konrad Westphal schrieb:

      Meiner Auffassung nach ist es ein Glücksfall der Geschichte, dass wir alle das große Privileg haben in einem solchen Europa leben zu dürfen. Wir müssen nur einhundert Jahre zurückblicken um dies zu erkennen. Das klingt zwar zunächst viel, aber ein einhundert Jahre sind -rein zeitlich gesehen- wenig auf dem so großen Zeitstrahl der Geschichte des Menschen


      Mitgründer der Liberal-Konservativen Allianz
      Früherer Regierender Bürgermeister Berlins
      Ehemaliger Bundesminister