BE085 Beschluss und Realisierung eines Konzepts zur weiteren Nutzung des Geländes des Flughafen Berlin-Tempelhof

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    • BE085 Beschluss und Realisierung eines Konzepts zur weiteren Nutzung des Geländes des Flughafen Berlin-Tempelhof

      Neu

      Hannes Blücher Bouvier schrieb:

      Hannes Blücher Bouvier schrieb:

      Antrag des Berliner Senats (Vertreten durch die Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung)

      Antragstitel: Beschluss und Realisierung eines Konzepts zur weiteren Nutzung des Geländes des Flughafen Berlin-Tempelhof


      Das Abgeordnetenhaus möge folgendes beschließen:


      1a. Substanzerhalt bezüglich der Abflughalle

      An der Abflughalle werden unter Berücksichtigung des geltenden Denkmalschutzes Maßnahmen zum Substanzerhalt im Rahmen von baulichen Sanierungsarbeiten durchgeführt. Terminlicher Beginn für die Instandhaltungsarbeiten ist der 01.06.2020


      1b. Weitere Nutzung der Abflughalle

      Nach den Instandhaltungsarbeiten, deren Ende auf den 01.06.2022 prognostiziert wird, soll die Abflughalle als Kunst-, Kultur-, und Messezentrum genutzt werden. Dabei ist es möglich, Räumlichkeiten innerhalb der Abflughalle als Messetagungsort und Ausstellungsräumlichkeit anzumieten.


      2. Nutzung der Hangars

      Die sieben Hangars, welche zu dem Gebäudekomplex gehören, sollen wie auch die Abflughalle ab dem 01.06.2022 als Messetagsungsort angemietet werden können.


      3a. Maßnahmen bezüglich der unterirdischen Bunkeranlagen

      Im Rahmen der Instandhaltungsarbeiten an der Abflughalle, sollen die unterirdischen Bunkeranlagen des Gebäudekomplexes (soweit erschlossen) für Besucher*Innen abgesichert und zugänglich gemacht werden.


      3b. Nutzung der unterirdischen Bunkeranlagen

      Nach der Absicherung der Räumlichkeiten sollen ausgewählte Teile der Bunkeranlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Des weiteren werden dort ab dem 01.06.2022 wöchentliche Führungen angeboten.


      4a. Vorgehen bezüglich der Start- bzw. Landebahn und des Freigeländes

      Die 3.550.000m² große Freifläche (auch genannt „Tempelhofer Feld“) wird in zwei Teile geteilt.


      4b. Vorgehen bezüglich des ersten Teils (Tempelhofer Feld)

      Der erste Teil wird unverändert auch weiterhin aus ökologischen und gesellschaftlichen Gründen als „Tempelhofer Feld“ öffentlich zugänglich sein und ein Parkgelände bleiben. Die Fläche des Parks wird auf 2.000.000m² begrenzt.


      4c. Vorgehen bezüglich des zweiten Teils (Tempelhofer Freiheit)

      Der zweite Teil wird im Rahmen eines Immobilienbauprojektes an private Investoren verkauft. Dabei handelt es sich um den Sektor nahe des Bezirks Neukölln. Die hierfür vorgesehene Fläche beträgt 1.550.000m². Der gültige Festpreis zum Ankauf von einem Quadratmeter Bauland beträgt 500 Euro.


      4.
      Die zu dem Flughafengelände zugehörige Freifläche (auch genannt „Tempelhofer Feld“), zu welcher auch die Start- und Landebahn gehört, wird weiterhin der Öffentlichkeit uneingeschränkt zugänglich sein. Es ist seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keinerlei Bebauung vorgesehen.



      Kosten:

      Substanzerhalt der Gebäude: 144.000.000 Euro
      Koordination des Projekts: 15.000.000 Euro


      Kostenkalkulation: 159.000.000 Euro

      Einnahmen:

      Verkauf des Baulands: 775.000.000 Euro

      Zusammen:

      Gewinn von 616.000.000 Euro

      Begründung: Erfolgt im Plenum

      Die Debatte endet am 16. August um 12:03 Uhr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Herbert Wehner ()

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      Werte Kolleginnen und Kollegen, ich kann vor diesem Antrag nur warnen. Nicht nur soll fast die Hälfte des gesamten Tempelhofer Feldes an private Investoren verkauft werden, obwohl sich die Berlinerinnen und Berliner im Jahr 2014 mehrheitlich gegen eine Bebauung ausgesprochen haben. Auch sieht der Antrag nicht einmal vor, dass ein verpflichtender Teil etwaiger neuer Wohnungen Sozialwohnungen beziehungsweise zu erschwinglichen Preisen mietbare Wohnungen darstellen soll.

      Ich bitte Sie daher aus verschiedenen Gründen inständig um Ablehnung dieser Agenda.



      BUNDESKANZLER DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND A.D.
      VORSITZENDER DER SOZIALDEMOKRATISCHEN PARTEI A.D.
      PRÄSIDENT DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES A.D.

      „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ – Otto Wels

      .
    • Neu

      Herr Präsident,
      meine Damen und Herren,

      der vorliegende Antrag sieht vor, dem seit 2008 stillgelegten und stark baufälligen Flughafengelände Berlin-Temeplhof wieder einen neuen Sinn und Zweck zu geben. Deutlich wird, dies ist ohne Zweifel ein Ort von Geschichte und Kultur. Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht, die unter Denkmalschutz stehende Abflughalle mit einem Substanzerhalt vorerst vor dem Verfall zu bewahren. Wenn diese Instandhaltungsarbeiten abgeschlossen sind, soll die Abflughalle, sowie die angrenzenden sieben Hangars zu einem Kunst-, Kultur-, und Messezentrum umfunktioniert werden. Zu der Anlange gehört auch ein Bunkersystem aus der Zeit des Nationalsozialismus. Dieses wollen wir - nach Absicherung und soweit erschlossen - der Öffentlichkeit zugänglich machen und dort Führungen anbieten. Die Freifläche, zu der auch die Start- und Landebahn gehört, wird seit 2010 als Park von den Berliner*Innen und Touristen genutzt. Es ist ausdrücklich nicht unser Ziel den Menschen ihren Park wegzunehmen. Dies rührt aus gesellschaftlichen und ökologischen Gründen. Es ist weiterhin unsere Absicht, die Betätigung an der frischen Luft zu fördern und Berlin grün zu gestalten. Eine Schließung des Parks ist mit uns nicht zu vereinbaren. Jedoch werden wir den Park auf 2.000.000 m² begrenzen, um an der Grenze zum Berliner Bezirk Neukölln Raum für neue Immobiliengrundstücke zu schaffen. Berlin braucht Wohnraum! Somit ist auch dieser Aspekt mit einbezogen.

      Abschließend bitte ich Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, um Ihre Untersützung zum Beschluss dieses Konzepts, da somit ein geschichtsträchtiges Berliner Wahrzeichen erhalten bleibt und einen Nutzen für die Bürger*Innen dieser Stadt hat.
      Hannes Blücher

      Senator für Umwelt uns Stadtentwicklung in Berlin
      Bundesminister a.D.
      Vorsitzender der Jungen Mitte
    • Neu

      Sehr geehrter Herr Präsident,
      liebe Kolleginnen und Kollegen,

      die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Stadt Berlin, von mir vertreten, ist ein zweites mal in beratender Funktion in Bezug auf den vorliegenden Antrag zusammengetreten und hat folgende Handhabung beschlossen:

      Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Stadt Berlin und der Senat verzichten hiermit auf die Umsetzung der Agendapunkte 4a bis inklusive 4c und bitten daher um die Streichung dieser. Wir haben nicht vor, den Bürger*Innen dieser Stadt, sowie den Touristen ihren Park streitig zu machen und erklären unsere Anerkennung bezüglich des Volksentscheids von 2014. Damit wird es keine Teilung der Freifläche des Flughafengeländes geben und auch keine Bebauung.

      Ich wiederhole noch einmal:

      Ich bitte den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, @Herbert Wehner, die Agendapunkte 4a bis 4c aus dem Gesetzentwurf zu streichen und durch den folgenden Agendapunkt 4 zu ersetzen.

      4. Die zu dem Flughafengelände zugehörige Freifläche (auch genannt „Tempelhofer Feld“), zu welcher auch die Start- und Landebahn gehört, wird weiterhin der Öffentlichkeit uneingeschränkt zugänglich sein. Es ist seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keinerlei Bebauung vorgesehen.

      Des weiteren bitte ich den Präsidenten, folgende Kostenkalkulation in den Gesetzesentwurf zu einzufügen, sowie die jetzige Aufführung zu streichen.

      Kostenkalkulation: 159.000.000 Euro

      Ich danke Ihnen vielmals.
      Hannes Blücher

      Senator für Umwelt uns Stadtentwicklung in Berlin
      Bundesminister a.D.
      Vorsitzender der Jungen Mitte
    • Neu

      Herbert Wehner schrieb:

      Hannes Blücher Bouvier schrieb:

      Hannes Blücher Bouvier schrieb:

      Antrag des Berliner Senats (Vertreten durch die Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung)

      Antragstitel: Beschluss und Realisierung eines Konzepts zur weiteren Nutzung des Geländes des Flughafen Berlin-Tempelhof


      Das Abgeordnetenhaus möge folgendes beschließen:


      1a. Substanzerhalt bezüglich der Abflughalle

      An der Abflughalle werden unter Berücksichtigung des geltenden Denkmalschutzes Maßnahmen zum Substanzerhalt im Rahmen von baulichen Sanierungsarbeiten durchgeführt. Terminlicher Beginn für die Instandhaltungsarbeiten ist der 01.06.2020


      1b. Weitere Nutzung der Abflughalle

      Nach den Instandhaltungsarbeiten, deren Ende auf den 01.06.2022 prognostiziert wird, soll die Abflughalle als Kunst-, Kultur-, und Messezentrum genutzt werden. Dabei ist es möglich, Räumlichkeiten innerhalb der Abflughalle als Messetagungsort und Ausstellungsräumlichkeit anzumieten.


      2. Nutzung der Hangars

      Die sieben Hangars, welche zu dem Gebäudekomplex gehören, sollen wie auch die Abflughalle ab dem 01.06.2022 als Messetagsungsort angemietet werden können.


      3a. Maßnahmen bezüglich der unterirdischen Bunkeranlagen

      Im Rahmen der Instandhaltungsarbeiten an der Abflughalle, sollen die unterirdischen Bunkeranlagen des Gebäudekomplexes (soweit erschlossen) für Besucher*Innen abgesichert und zugänglich gemacht werden.


      3b. Nutzung der unterirdischen Bunkeranlagen

      Nach der Absicherung der Räumlichkeiten sollen ausgewählte Teile der Bunkeranlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Des weiteren werden dort ab dem 01.06.2022 wöchentliche Führungen angeboten.


      4a. Vorgehen bezüglich der Start- bzw. Landebahn und des Freigeländes

      Die 3.550.000m² große Freifläche (auch genannt „Tempelhofer Feld“) wird in zwei Teile geteilt.


      4b. Vorgehen bezüglich des ersten Teils (Tempelhofer Feld)

      Der erste Teil wird unverändert auch weiterhin aus ökologischen und gesellschaftlichen Gründen als „Tempelhofer Feld“ öffentlich zugänglich sein und ein Parkgelände bleiben. Die Fläche des Parks wird auf 2.000.000m² begrenzt.


      4c. Vorgehen bezüglich des zweiten Teils (Tempelhofer Freiheit)

      Der zweite Teil wird im Rahmen eines Immobilienbauprojektes an private Investoren verkauft. Dabei handelt es sich um den Sektor nahe des Bezirks Neukölln. Die hierfür vorgesehene Fläche beträgt 1.550.000m². Der gültige Festpreis zum Ankauf von einem Quadratmeter Bauland beträgt 500 Euro.


      4.
      Die zu dem Flughafengelände zugehörige Freifläche (auch genannt „Tempelhofer Feld“), zu welcher auch die Start- und Landebahn gehört, wird weiterhin der Öffentlichkeit uneingeschränkt zugänglich sein. Es ist seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keinerlei Bebauung vorgesehen.



      Kosten:

      Substanzerhalt der Gebäude: 144.000.000 Euro
      Koordination des Projekts: 15.000.000 Euro


      Kostenkalkulation: 159.000.000 Euro




      Begründung: Erfolgt im Plenum

      Die Debatte endet am 16. August um 12:03 Uhr.
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      Vielen Dank, oben mal die korrigierte Version, da wir ja keine Einnahmen haben. Können Sie ja einfach einfügen oder streichen.
      Hannes Blücher

      Senator für Umwelt uns Stadtentwicklung in Berlin
      Bundesminister a.D.
      Vorsitzender der Jungen Mitte
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      Buuuuh!

      steht auf und verlässt das Plänum
      Mitglied des Spielerrat
      Bundesminister des BMWdI (Kabinett Oelgemöller)
      Bürgermeister & Senator für Arbeit & Migration (Habsburg II)
      Fraktionsvorsitzender Zentrum Berlin




      Meine Aussagen & Tweets spiegeln nicht zwangsweise die Meinung der Partei, der Fraktion oder der des Senats wieder.
    • Neu

      Aha, und man hat weiterhin keine Ahnung was man mit dem Gebäude anstellen will - es ist eine Absichtserklärung der Nutzung vorhanden, aber das gesamte Ensemble ist schlicht nicht dafür geeignet.
      Man sollte daher überlegen ob man das Gebäude nicht abreißt und neu kleinteiliger bebaut, so könnte man dringend benötigten Wohnraum und Gewerbegebiete schaffen ohne das Tempelhofer Feld bebauen zu müssen.

      Aus Klimaschutzgründen sollte allerdings auf dem Feld die Start und Landebahn entsorgt werden.
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Neu

      @Wilhelm Weiß

      Sehr geehrter Herr Weiß,

      es heißt: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates“. Da die Abflughalle ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude ist, steht eine solche Maßnahme für uns unter keinen Umständen zur Diskussion. Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass sich dies aus finanzieller Hinsicht rentieren wird. Und dass sich der Gebäudekomplex als Kultur- und Messetentrum sehr wohl eignet, hat die Vergangenheit ja wohl gezeigt.
      Hannes Blücher

      Senator für Umwelt uns Stadtentwicklung in Berlin
      Bundesminister a.D.
      Vorsitzender der Jungen Mitte
    • Neu

      Stürmt noch einmal in den Plänarsaal

      Ich beantrage eine Verlängerung!

      Setzt sich mit einer Aktentasche voller Akten auf sein Platz und breitet die Anlagen vor sich aus

      Ich möchte bitte mal von Herrn Fuhrmann wissen, wo im aus dem Volksbegehren resultierenden Gesetz steht, dass es einen verpflichtenden Teil an Sozialbauwohnungen geben soll. Oder das dort überhaupt von Wohnflächen gesprochen wird. Gerne mit Paragraphen und Satz Angabe.
      Mitglied des Spielerrat
      Bundesminister des BMWdI (Kabinett Oelgemöller)
      Bürgermeister & Senator für Arbeit & Migration (Habsburg II)
      Fraktionsvorsitzender Zentrum Berlin




      Meine Aussagen & Tweets spiegeln nicht zwangsweise die Meinung der Partei, der Fraktion oder der des Senats wieder.