Mehr Wahlkreise?

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    • Hannes Blücher schrieb:

      Das würde das Spiel auf keinen Fall interessanter machen. Interessant wird die Landespolitik erst, wenn dort auch aktive Debatten geführt werden. Das ist aktuell nicht sonderlich oft der Fall, besonders nicht in Sachsen.

      Aber ich finde, dass es gut sein kann, dass die Landespolitik der jeweiligen Länder mittlerweile aussimuliert ist. Würde man ein paar Bundesländer durch neue ersetzen, wäre vielleicht wieder ein Anreiz für neuen Gestaltungswillen. Das wäre mal wirklich interessant.
      Ich finde den Ansatz nicht gut, denn Politik kann niemals aussimuliert sein. Politik ist alltäglich und man kann nicht einfach so sagen, dass etwas vorbei ist. Es wird immer Handlungsbedarf geben.
    • Otto Sassendorf schrieb:

      Hannes Blücher schrieb:

      Das würde das Spiel auf keinen Fall interessanter machen. Interessant wird die Landespolitik erst, wenn dort auch aktive Debatten geführt werden. Das ist aktuell nicht sonderlich oft der Fall, besonders nicht in Sachsen.

      Aber ich finde, dass es gut sein kann, dass die Landespolitik der jeweiligen Länder mittlerweile aussimuliert ist. Würde man ein paar Bundesländer durch neue ersetzen, wäre vielleicht wieder ein Anreiz für neuen Gestaltungswillen. Das wäre mal wirklich interessant.
      Ich finde den Ansatz nicht gut, denn Politik kann niemals aussimuliert sein. Politik ist alltäglich und man kann nicht einfach so sagen, dass etwas vorbei ist. Es wird immer Handlungsbedarf geben.
      Das mag schon sein. Jedenfalls wäre dieser Vorschlag aber für viele mal etwas Neues. Nicht jede Landespolitik ist gleich wie die andere. Es gibt weiterhin Handlungsbedarf in den Bundesländern. Aber die Bundesländer hier wurden seit langer Zeit schon umgestaltet, sodass sie sich von den realen Bundesländern schon unterscheiden. Bei anderen Bundesländern würde vielleicht neuer Gestaltungswille generiert werden.
      Hannes Blücher

      Innensenator und 2. Bürgermeister der Stadt Berlin
      Bundesminister für Familie, Senioren, Gleichstellung und Jugend
      Vorsitzender der Jungen Mitte
    • Die Frage nach mehr Wahlkreisen sollte nicht von vorneherein abgelehnt werden. Dass der Bundestag so aufgebläht ist, liegt hauptsächlich am Wahlsystem der personellen Verhältniswahl, die äußerst anfällig für aufgeblähte Parlamente ist, besonders wenn man Ausgleichsmandate konsequent anwendet. Mehr Wahlkreise machen insofern Sinn, wenn man auf ein Mehrheitswahlsystem umsteigt. Das ist sowieso besser geeignet für so kleine Gremien wie den Bundestag, damit keine so extreme Zersplitterung aufkommt wie wir sie schon die ganze Zeit erleben (wann gab es die letzte Dreierkoalition, geschweige Zweierkoalition, die eine absolute Mehrheit hatte).

      Hier mein Vorschlag:
      • In der Woche vor der BTW werden Mitgliederzählungen in den Landtagen durchgeführt und die Gruppen geschlossen. Etwaiges Burgenbilden und Ländderhopping muss jedoch von den Admins geahndet werden.
      • Entsprechend der Mitgliederzahl wird dann die Direktmandatenzahl für jedes Bundesland bestimmt, mindestens jedoch eines. Hier könnte man sich an der Regelung der Stimmenzahl für den Bundesrat orientieren. (Hat da jemand überhaupt noch einen Überblick wie da die Verhältnisse sind oder wendet mann nur noch 1 Stimme pro Bundesland an?)
      • An der Bundeswahl gibt es nur noch die Direktkandidatenwahl, die Listenwahl entfällt.
      • Bei der Stimmenzahl gibt es drei Möglichkeiten:
        • Eine Stimme (Reine Mehrheitswahl): die Kandidaten mit den meisten Stimmen in absteigender Reihenfolge gewinnen die Mandate. Problem: Eine Konvergenz zu einem Zwei-Parteien-System ist auf kurz oder lang unausweichlich
        • So viele Stimmen wie Direktmandate, sonst wie oben.
        • Keine Stimmen sondern nur Rangefolgeordnungen (STV-System): Der Wähler ordnet die Kandidaten nach seiner Präferenz. Problem: erklärungsbedürftig für Neulinge und vor allem technische Umsetzung.