Die Ehre, das Amt und Du?

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    • Die Ehre, das Amt und Du?

      Hey!

      Engagiert ihr euch ehrenamtlich und wenn ja: Wo, wie und wie lange schon.
      Ich selbst bin langjähriges Mitglied des Bayerischen (Deutschen) Roten Kreuzes. Und dort in der Bereitschaft tätig. San, nicht Betreuung.
      Was machen wir? Wir übernehmen bei Festivitäten und Veranstaltungen im Landkreis den Sanitätsdienst. Der Katastrophenschutz gehört ebenfalls zu unseren Aufgaben.

      Gibt es hier Kameraden der Wehren oder vielleicht auch Kumpel und Kumpelinchen des Roten Kreuzes? Lasst es mich wissen.
      Was sind eure Erfahrungen in den bekannten Hilfsorganisationen?

      Warum starte ich diesen Thread? Vielleicht hilft es Leuten, die auf der Suche nach einem sinnvollen Hobby sind, sich für ein jeweiliges Ehrenamt zu entscheiden.
      Vielleicht können wir auch durch das Austauschen von Erfahrungen Interessierte für ein Ehrenamt begeistern. :) Bekanntlich haben alle Organisationen ein Nachwuchsproblem. ^^


      Ministerpräsident a. D. | Präsident des Bundesrates a. D. | Mitglied des Bundestages a. D. | Stellvertretender Parteivorsitzender a. D.
    • Ich habe vor mich vor allem kommunalpolitisch zu engagieren, da meine Kommune es aktuell nicht leicht hat. Mit einem riesigen Schuldenberg, einer schlechten Infrastruktur und viel zu hohen Abgaben für die Bürgerinnen und Bürger. Ich finde, da braucht es möglichst viele Leute, die bereit sind, sich dort einzubringen und mitzuhelfen, damit die Stadt wieder lebenswerter wird.


    • Ich bin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seit etwa 5 Jahren, war als Jugendlicher ab 14 bereits gerne in der Jugendfeuerwehr. Bislang habe ich die Grundausbildung sowie die Lehrgänge zum Sprechfunker, dem Atemschutz und den Truppführer abgeschlossen. Künftig mache ich vermutlich noch den Lehrgang zum Maschinisten, sollte ich mehr anstreben, stünden mir noch Gruppenführer- und Zugführerlehrgänge zur Verfügung (naja vorausgesetzt, man bekommt einen der begehrten Plätze in der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal dazu). Letztere beiden liegen für mich aber noch ein paar Jährchen in der Zukunft.

      Spektakulär fand ich meinen ersten Einsatz, ich hatte damals die Grundausbildung abgeschlossen, aber noch keinen Einsatzmelder bekommen und wurde schließlich telefonisch angefragt, weil bei uns eine Zimmerei gebrannt hatte und nur noch das Büro mit den wichtigen Unterlagen gerade so noch gehalten werden konnte. Ich selbst war von 18 Uhr bis circa 7 Uhr morgens dann noch mit Löscharbeiten und der Brandwache beschäftigt, fand es aber einfach faszinierend und erschreckend zugleich, wie die Bauruinen dann da standen.

      Aber auch Einsatzfälle wie Arbeitsunfälle, als es darum ging, einen Mann, dessen Arm in ein Silohäckselwerk geriet, aus der Notlage zu befreien, der darüber hinaus auf einer relativ unzugänglichen Plattform auf einem Bauernhof war, fand ich anspruchsvoll und hat mir gleichzeitig noch einmal die Notwendigkeit aufgezeigt.

      Darüber hinaus ist der Feuerwehrdienst aber auch vielfach geprägt von tiefen Freundschaften und einer innigen Kameradschaft. Unsere Wache ist auch oft ein Treffpunkt im Ort und wir beleben diesen durch unser Hoffest, das fast aus allen Nähten platzt, weil wir viele Auswärtige aus dem Umland auch herlocken.

      Also wer dem Motto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Ehr" was abgewinnen kann, der soll einfach mal den (Abteilungs-) Kommandanten anrufen oder ihm eine Mail schicken, vielfach werden sogar händeringend Leute gesucht (wir haben zum Glück eher das Luxusproblem, dass wir fast zu viele haben, liegt aber an der tollen Jugendarbeit :D )

      Natürlich war das wirklich nur ein minimaler Einblick in den Feuerwehrdienst, das Gefühl und der Stolz der dahinter steckt, ist viel tiefergehend. Bin aber froh darum, dass dieser Thread erstellt wurde. :)

      Ansonsten engagiere ich mich für die Wahlen, oft noch als Wahlhelfer, gibt oft nette Nachmittage (oder Vormittage) zum Plauschen und Kaffee trinken :D

    • @Frédéric Bourgeois

      Ich finde DRK, BRK, Malteser und alle weiteren Organisationen, ebenso wie die Freiwillige Feuerwehr enorm wichtig. Das ist ein wahrlicher Dienst an anderen, der meiner Meinung nach zu wenig Anerkennung bekommt.

      Ich selbst bin ehrenamtlich im Vorstand eines Sportvereins tätig, ebenso im Hintergrund eines Handballvereins, sowie Spartenleiter einer Volleyballgruppe.

      Für die katholische Kirche bin ich als Katechet bei Firmlingen aktiv und versuche den Jugendlichen den Glauben etwas näher zu bringen.
    • Bin ehrenamtlicher Jugendleiter in unserer Ortsjugendpflege und dass nun schon seit 5 1/2 Jahren (fast ein Drittel meines Lebens), habe eine Jugendleitercard, eine Gesundheitsbescheinigung und ein Ersthelferausbildung. Letzten Herbst hab ich zusätzlich, um weiterhin im Sanitätsdienst unserer Schule tätig zu sein, den 48h-Kurs zum Sanitätshelfer bewältigt und bestanden. Das Highlight war ein Video zu einer Hämorrhoiden-OP 8o .

      In meiner Zeit als Jugendleiter bin ich jedes Jahr wieder in allen Ferien als Helfer dabei, leite den Jugendclub meines Ortes und bin Kassierer im Jugendclub des Hauptortes unserer Gemeinde. Da Jugendarbeit bei uns in Zweckverbänden (sprich Gemeinde+Kirche) organisiert ist, sitze ich seit fast 2 Jahren im Jugendausschuss der Kirche, um die Fusion mit dem Nachbarkirchenkreis zu planen. Mittlerweile helfe ich auch bei der Ausbildung neuer Jugendleiter. Sobald unserer Pfarrerin aus Ihrer Elternzeit zurückbkommt, werde ich mich auch dort wieder verstärkt engagieren. Vor 3 Jahren wurden wir zur Schülervertretung gewählt und bis zum letzten Jahr im Sommer, als wir von dieser Schule abgingen, konnten wir einiges in diesem (oftmals undankbaren) Job bewegen. Da war ich Schriftführer. Wenn bei uns im Ort Personalnot ist, springe ich immer gerne ein, egal ob Grillen, Backen oder Bedienen... Ebenso hab ich jetzt 3 Jahre in Folge an One Billion Rising teilgenommen und bhabw so als einer der wenigen teilnehmenden Männer für Gewaltlosigkeit in der Familie eingestanden.
      Nebenberuflich/schulisch trage ich noch 114 Zeitungen aus^^

      Leider fühle ich mich seit geraumer Zeit etwas überstrapaziert, insofern ich nun 39 Wochenstunden in der Schule verbringe, worauf man pro Tag noch eine Stunde Fahrt hin und zurück sowie mindestens eine Stunde Hausaufgaben und Lernen in der klausurfernen Zeit rechnen muss. 49 h in der Woche in die Schule zu investieren, zwingt die Tage zu verlängern. Im Grunde liebe ich es, sinnvoll etwas für meine Mitmenschen zu tuen. Ich finde, dass das Bürgepflicht ist und darauf zu verzichten - das will ich mir gar nicht vorstellen, alleine weil die Zahl derer, die nur Meckern und nichts Tuen stetig zunimmt. Das kennen wir glaub ich alle. Mein Grundsatz ist auch stets, dass mich die Freude am Machen von den dunklen Gedanken ablenken. Wer viel Zeit hat, tendiert dazu, zuviel zu denken.


      Und genau deshalb ist es wichtig, dass die Ehrenamtler sich gegenseitig bestärken. Also macht weiter! Haltet durch! Ihr seid super!