Bundesregierung besucht Wannsee und Sachsenhausen

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    • Bundesregierung besucht Wannsee und Sachsenhausen

      Bundesregierung besucht Wannsee und Sachsenhausen


      Der internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust wurde von den Vereinten Nationen auf den 27. Januar gelegt, den Tag, an welchem das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit wurde. Doch dieses Datum ist nicht das einzige, an welchem an die schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten an den europäischen Juden erinnert und gedacht wird. Der Staat des betroffenen Volkes, der Juden, legte den Gedenktag auf den 27. Nisan des jüdischen Kalenders. Dieses Jahr entspricht das dem 2. Mai unseres Kalenders. Anlässlich dieses Tages besuchte die Bundesregierung gemeinsam mit den Präsidenten der Knesset Juli Edelstein sowie Vertretern der israelischen Regierung den Ort der Wannseekonferenz, welche am 20. Januar 1942 in der Villa am Großen Wannsee stattfand. Der damalige Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes Reinhard Heydrich lud Vertreter der Reichsregierung und der SS-Behörden ein, um den Holocaust zu koordinieren. Die „Endlösung der Judenfrage“ sollte im Detail besprochen sowie Zuständigkeiten geklärt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits über eine halbe Million Juden ermordet worden, vor allem in Osteuropa. Die Konferenz bildete jedoch den Auftakt für eine Intensivierung und Systematisierung für den Völkermord am jüdischen Volk, welcher nun vorangetrieben werden sollte. Vertreter der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ führten die hochrangigen deutschen und israelischen Gäste durch das Haus und über die Anlage und skizzierten damalige Vorgehensweisen sowie daraus folgende Lehren für die Zukunft.


      Anschließend fuhren die Delegationen in die Gedenkstätte Sachsenhausen. In diesem Konzentrationslager wurden mehrere Zehntausend Häftlinge ermordet. Die Delegationen Deutschlands und Israels legten Kränze nieder und der Bundeskanzler sprach ein paar Worte in Richtung der israelischen Gäste.

      "Wir befinden
      uns an einem der vielen Orte des Schreckens in Deutschland und Europa",


      sagte Fuhrmann.


      "Der nationalsozialistische Terror, den wir mit unseren entschiedensten
      Worten verurteilen und ablehnen, erfährt hier sein konkretes Gesicht.
      Wenige Kilometer von Berlin
      entfernt wurden an diesem Ort schwerste Verbrechen begangen. Die
      Ablehnung jeder Art von Nationalismus und Rassismus, die Befürwortung
      einer den Frieden garantierenden, sehr starken Europäischen Union und
      unsere freundschaftliche Verbundenheit mit dem Staate Israel als
      Schutzraum jüdischen Lebens sind unsere daraus erwachsenden politischen
      Standpunkte."


      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. h. c. Max Musterman MdL
      Staatsminister für Kultur und Europa