Alle, die es sich leisten können, wollen eine CO2-Steuer...

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    • Alle, die es sich leisten können, wollen eine CO2-Steuer...

      spiegel.de/wirtschaft/soziales…co2-steuer-a-1264868.html

      Abgaben rauf, Abgaben rauf, Abgaben rauf - so kann man die Debatte zur CO2-Steuer zusammenfassen - geführt von jenen, die genug Geld haben um ihren Lebensstil nicht ändern zu müssen.

      Wer zahlt die Zeche? Kleine und mittlere Einkommen natürlich. Klar kann man behaupten, daß man das Geld wieder 1:1 an die Bürger zurückgibt, weil der Staat dadurch ja bloß keine Mehreinnahmen generieren will - nur glaubhaft ist das nicht. Am Ende wird irgendein Paragraph aus dem GG gezogen, der es unmöglich macht, daß der Staat Geld an die Bürger auszahlt und schon tritt man wieder vor der Presse, gibt sich ganz betroffen, und bedauert ja, daß es keine Mehrheiten für eine Änderung in dem Falle gibt, man aber sich überlegt, daß man ja für sozial Bedürftige einen Antrag am Sozialamt machen kann, wo diese irgendie 5- 10% des Geldes wiedererlangen können, nachdem sie entsprechend die Belege etc. eingereicht haben....

      So wird es laufen, so ist es bislang immer gelaufen und so wird es weiterhin laufen. Man wird im Leben nicht dran denken, hier das Geld wieder zurückzugeben, zu verlockend für die Haushaltspolitiker diese Milliardensummen in die Finger zu bekommen......schließlich gibt es ja genug "Projekte" die man finanzieren möchte.....
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Wie schon anders gesagt, technischen (und damit meist ökologischen) Fortschritt für die Leute erschwinglich machen, das hilft viel mehr.

      Wenn ich mir überlege, dass unsere alte Heizungsanlage aus dem Ende der 80er vermutlich noch vom Schornsteinfeger abgesprochen wird und 'ne neue rein muss, dann wird's teuer. Kommt noch eine CO2-Steuer für diejenigen drauf, die sich die neue Heizung nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln können wird's doppelt teuer.

      Lösung: Frieren und im Kalten sitzen, dann emittiert man auch nicht. Leute, die den Winter 1978/79 so miterlebt haben, kennen sich ja bereits aus :D

    • Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Wie schon anders gesagt, technischen (und damit meist ökologischen) Fortschritt für die Leute erschwinglich machen, das hilft viel mehr.

      Wenn ich mir überlege, dass unsere alte Heizungsanlage aus dem Ende der 80er vermutlich noch vom Schornsteinfeger abgesprochen wird und 'ne neue rein muss, dann wird's teuer. Kommt noch eine CO2-Steuer für diejenigen drauf, die sich die neue Heizung nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln können wird's doppelt teuer.

      Lösung: Frieren und im Kalten sitzen, dann emittiert man auch nicht. Leute, die den Winter 1978/79 so miterlebt haben, kennen sich ja bereits aus :D
      Jep - und die Leute machen dann bei der AfD. Das Problem bei der ganzen Ökopolitik ist, daß es sehr einfach ist, den Leuten etwas wegzunehmen oder sie zusätzlich zu belasten und ich habe den Eindruck, daß viele Politiker das gern machen, weil sie der Meinung sind, daß man das Volk erziehen muss. Gleichzeitig spüren sie selber die Einschränkungen gar nicht, weil sie finanziell erheblich besser gestellt sind als der Rest der Bevölkerung.

      Da kommt mir manchmal der Spruch in den Sinn "Wenn es kein Brot gibt, warum essen die Leute dann keinen Kuchen?"
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Klar, alle die eine CO2_Steuern einfordern, sind extrem wohlhabende Menschen. Wann überweist du mir dann mein ganzes Geld?


      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
    • Bernhard Lilienkamp schrieb:

      Ähnlich sehe ich das schon in der EEG-Umlage, wir haben in Europa die teuersten Strompreise und dennoch sind wir nicht viel weiter als die Spanier oder Portugiesen.
      Das ist wahr - die EEG-Umlage: Finanzierung der Solaranlagen der grünen Wähler durch Hartz4-Empfänger um es mal drastisch zu formulieren.
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      spiegel.de/wirtschaft/soziales…co2-steuer-a-1264868.html

      Abgaben rauf, Abgaben rauf, Abgaben rauf - so kann man die Debatte zur CO2-Steuer zusammenfassen - geführt von jenen, die genug Geld haben um ihren Lebensstil nicht ändern zu müssen.

      Wer zahlt die Zeche? Kleine und mittlere Einkommen natürlich. Klar kann man behaupten, daß man das Geld wieder 1:1 an die Bürger zurückgibt, weil der Staat dadurch ja bloß keine Mehreinnahmen generieren will - nur glaubhaft ist das nicht. Am Ende wird irgendein Paragraph aus dem GG gezogen, der es unmöglich macht, daß der Staat Geld an die Bürger auszahlt und schon tritt man wieder vor der Presse, gibt sich ganz betroffen, und bedauert ja, daß es keine Mehrheiten für eine Änderung in dem Falle gibt, man aber sich überlegt, daß man ja für sozial Bedürftige einen Antrag am Sozialamt machen kann, wo diese irgendie 5- 10% des Geldes wiedererlangen können, nachdem sie entsprechend die Belege etc. eingereicht haben....

      So wird es laufen, so ist es bislang immer gelaufen und so wird es weiterhin laufen. Man wird im Leben nicht dran denken, hier das Geld wieder zurückzugeben, zu verlockend für die Haushaltspolitiker diese Milliardensummen in die Finger zu bekommen......schließlich gibt es ja genug "Projekte" die man finanzieren möchte.....
      Ich würde nicht bestreiten, dass es nicht Menschen gäbe, die man erziehen müsste.

      Aktive Maßnahmen wären die Vergünstigungen der Industrie bei Stromkosten und - Steuern kontinuierlich abzubauen, gleichzeitig die Strompreise nicht nur lokal auszudifferenzieren wie es früher einmal war, bevor der eine dem anderen die Nutzung dessen Stromnetzes bezahlen musste, sondern auch eine Ausdifferenzierung nach Gruppenzugehörigkeit, genauer gesagt nach Einkommenshöhe, einzuführen. Mein Vorschlag wäre eine Deckelung der Strompreise für Einkommen bis 25.000€ im Jahr und in Haushalten ab 2 Personen 45.000€ bei 20-25 ct pro Kilowattstunde.
      Mal nebenbei macht mir die Inflation, wenn man jene über die letzten 20 Jahre betrachtet, im Vergleich zur Reallohnentwicklung größere Sorgen.

      Gleichzeitig halte ich unseren frühen Atomausstieg für falsch, da aus dieser Form der Energieumwandlung weitaus weniger klimaschädliche Abfallprodukte entstehen als durch Kohlekraftwerke, für die ganze Dörfer weichen müssen.

      Der Strommarkt ist ein Oligopol und damit anfällig für Kartellbildung, hat hohe Einstiegskosten. In meinen Augen handelt es sich präziser formuliert um ein enges Oligopol, in dem hohe Substituierbarkeit des Gutes. Bemerkenswert ist gleichermaßen die "Seilschaft" von RWE und Eon, die sich über die insolvent gegangene Tochterfirma Innogy, mit einander verstrickt haben und bei beiderseits sinkenenden Aktienkurse einer Fusion näher kommen, womit wieder einer Monopol erreicht werden könnte, das in meinen Augen preislich korrekt vom Staat reguliert als natürliches, daher mit einer Infrastruktur anstatt mehreren nebeneinander her laufenden Stromnetze, Monopol effektiver und kostengünstiger arbeiten könnte. Beachtlich ist heutzutage weiterhin, dass sich viele lokale Stadtwerke & Stromanbieter halten könnten, die in ihren Regionen doch noch über einen großen monopolistischen Preisspielraum verfügen, da alte Kunden aufgrund ihrer individuellen Präferenzen eher dem Unternehmen erhalten bleiben.

      Schockierend finde ich den Umstand, dass einzig 52% des vom Verbraucher bezahlten Preises dem Unternehmen zu kommt und die übrigen immerhin 48% zum Staat abgeführt werden.