Journalismus auf Abwegen

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    • Journalismus auf Abwegen

      Mir fällt immer wieder auf, wie schlecht (meinem Empfinden nach) der Journalismus, natürlich vor allem im Internet, geworden ist. Und das mache ich nicht nur an Inhalten fest, sondern auch an Rechtschreib- wie Grammatikfehlern und dem fehlenden Verständnis für die deutsche Sprache. Ich habe immer mehr das Gefühl, die Leute schreiben einfach drauf los, ohne überhaupt nachzudenken, was sie da schreiben.

      Gerade nach den Kommunalwahlen in der Türkei recherchiert und folgende Überschrift bei welt gesehen: welt.de/politik/ausland/articl…r-Kurden-auf-Erdogan.html

      Ohnmächtig bedeutet ohne Macht, handlungsunfähig. Gerade aber das waren ja die Kurden dem Artikel nach nicht, wenn sie für Erdogans Niederlage gesorgt haben. Solche und viele andere kleine Beispiele lassen mich einfach an der Qualität der Journalisten zweifeln. Selbst bei der Süddeutschen Zeitung finde ich mittlerweile schiefe Metaphern oder nicht korrekt zu Ende geführte Sätze.

      Vielleicht dramatisiere ich das ganze auch und bin überempfindlich, wenn es um den Umgang mit Sprache geht, aber der Artikel bei welt gerade hat mich dazu veranlasst, mein Empfinden mal auszudrücken. Auch hier vorhin beim Spiegel: "Der türkische Präsident diffamiert seine Gegner als Terrorhelfer und droht damit, das Ergebnis der Kommunalwahl nicht anzuerkennen. Trotzdem droht seiner Partei am Sonntag eine Schlappe." Schon in der Artikelbeschreibung eine Wiederholung des Wortes "drohen" - würde ich als Deutschlehrer rechts rot an den Rand schreiben.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
    • Robert Wiesenschloss schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
      Ich meinte die inhaltliche Gleichschaltung. Das wirtschaftliche Problem läßt sich damit erklären, daß jeder alles "umsonst" haben will - wer kauft denn schon ein Abo für eine Zeitung?
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Robert Wiesenschloss schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
      Ich meinte die inhaltliche Gleichschaltung. Das wirtschaftliche Problem läßt sich damit erklären, daß jeder alles "umsonst" haben will - wer kauft denn schon ein Abo für eine Zeitung?
      Ich.
    • Fred Duffy schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Robert Wiesenschloss schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
      Ich meinte die inhaltliche Gleichschaltung. Das wirtschaftliche Problem läßt sich damit erklären, daß jeder alles "umsonst" haben will - wer kauft denn schon ein Abo für eine Zeitung?
      Ich.
      Ich auch...nur sind wir wohl nicht genug und mehr als eine Zeitung abboniert man ja auch nicht-
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Fred Duffy schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Robert Wiesenschloss schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
      Ich meinte die inhaltliche Gleichschaltung. Das wirtschaftliche Problem läßt sich damit erklären, daß jeder alles "umsonst" haben will - wer kauft denn schon ein Abo für eine Zeitung?
      Ich.
      Ich auch...nur sind wir wohl nicht genug und mehr als eine Zeitung abboniert man ja auch nicht-
      Ich denke, dass sich da die großen Verlagshäuser in den letzten Wochen und Monaten mehr oder minder ins eigene Fleisch geschnitten haben, indem Sie eine durchaus nicht kleine Schicht von potentiellen Abonnenten vergrault haben.

      Ich würde mich persönlich in die Gruppe zählen (21-30), die durchaus wieder das Interesse an einer Tageszeitung/Fachmagazin/ weiß der Henker haben. Das liegt halt (denke ich) daran, dass man bewusst versucht sich zu Informieren, und verhindern will auf Fake-News reinzufallen.

      Btw. Ich habe zwei Zeitungen abonniert: Neues Deutschland, und die Süddeutsche. Einfach, weil ich gerne Artikel miteinander vergleiche, und weil grade die nd eine der wenigen Zeitungen ist, wo man nicht das Gefühl hat, dass die in die Riege der Zeitungen gehören, die alles voneinander abschreiben, klar, in manchen Artikeln ist sie Tendenziös, aber wer ein bisschen was im Kopf hat erkennt das auch..
    • Robert Wiesenschloss schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Mich stört weniger die Rechtschreibung als die freiwillige Gleichschaltung vieler deutscher Medien. Man muss schon sehr suchen um unterschiedliche Meinungen zu finden.
      Das ist ebenfalls ein guter Punkt und kommt von der Monoploisierung auf dem Medienmarkt. Immer weniger Verlage bzw. "media groups" besitzen immer mehr Zeitungen und dergleichen. Was für ein großes Problem das ist, verstehen viele nicht einmal
      Stimmt, inzwischen ist es kaum mehr möglich abseits der taz Stimmen zu finden, die nicht darüber diskutieren, ob es nicht doch ok sei, Menschen im Mittelmeer verrecken zu lassen. Das ist in der Tat ein Problem.

      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


    • Fred Duffy schrieb:

      Ich denke, dass sich da die großen Verlagshäuser in den letzten Wochen und Monaten mehr oder minder ins eigene Fleisch geschnitten haben, indem Sie eine durchaus nicht kleine Schicht von potentiellen Abonnenten vergrault haben.
      Ich würde mich persönlich in die Gruppe zählen (21-30), die durchaus wieder das Interesse an einer Tageszeitung/Fachmagazin/ weiß der Henker haben. Das liegt halt (denke ich) daran, dass man bewusst versucht sich zu Informieren, und verhindern will auf Fake-News reinzufallen.

      Btw. Ich habe zwei Zeitungen abonniert: Neues Deutschland, und die Süddeutsche. Einfach, weil ich gerne Artikel miteinander vergleiche, und weil grade die nd eine der wenigen Zeitungen ist, wo man nicht das Gefühl hat, dass die in die Riege der Zeitungen gehören, die alles voneinander abschreiben..
      Ich lese die FAZ und das Handelsblatt per Abo und den Tagesspiegel Morgens in der S-Bahn. Das reicht mir erstmal um mich ausreichend auf dem Laufenden zu halten.
      Meiden sollte man ARD und ZDF - deren Berichterstattung ist tendenziös.
      Mitglied des Spielerrates a.D.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Fred Duffy schrieb:

      Ich denke, dass sich da die großen Verlagshäuser in den letzten Wochen und Monaten mehr oder minder ins eigene Fleisch geschnitten haben, indem Sie eine durchaus nicht kleine Schicht von potentiellen Abonnenten vergrault haben.
      Ich würde mich persönlich in die Gruppe zählen (21-30), die durchaus wieder das Interesse an einer Tageszeitung/Fachmagazin/ weiß der Henker haben. Das liegt halt (denke ich) daran, dass man bewusst versucht sich zu Informieren, und verhindern will auf Fake-News reinzufallen.

      Btw. Ich habe zwei Zeitungen abonniert: Neues Deutschland, und die Süddeutsche. Einfach, weil ich gerne Artikel miteinander vergleiche, und weil grade die nd eine der wenigen Zeitungen ist, wo man nicht das Gefühl hat, dass die in die Riege der Zeitungen gehören, die alles voneinander abschreiben..
      Ich lese die FAZ und das Handelsblatt per Abo und den Tagesspiegel Morgens in der S-Bahn. Das reicht mir erstmal um mich ausreichend auf dem Laufenden zu halten.Meiden sollte man ARD und ZDF - deren Berichterstattung ist tendenziös.
      In Zeiten in denen News im Sekundentakt auf einen einprasseln schätz ich es ebenfalls sich bewusst zu informieren. So habe ich den Tagesanzeiger (Schweizer Zeitung mit regionalem Schwerpunkt in Zürich) ausserdem habe ich die NZZ abonniert und dann halt noch Fachzeitungen wie Bilanz, Aero etc.