Ich-Entwicklung | Grüne sind tatsächlich die besseren Menschen

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    • Ich-Entwicklung | Grüne sind tatsächlich die besseren Menschen

      In welcher Ich-Stufe siehst du dich persönlich? 17
      1.  
        E3 (2) 12%
      2.  
        E4 (1) 6%
      3.  
        E5 (4) 24%
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        E6 (8) 47%
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      spiegel.de/kultur/gesellschaft…tungsideal-a-1248816.html

      Ich bin aus dem Staunen nicht hinaus gekommen als ich diesen Essay gelesen habe. Hier geht es um eine Theorie des Ichs. Ansich eine interessante Thematik.
      Das lustige an dem Artikel ist, dass dort die Grünen als E7 eingestuft werden und AfD als E3 bis E5. Während also die Grünen an der Spitze der Entwicklungstufe der Menschheit stehen geht es danach abwärts ...Linke, SPD, CDU, FDP, CSU, AfD und ganz unten bei E3 steht Donald Trump.

      Hier die Liste der Entwicklungsstufen, die wir erreichen können:



      1. Wo würdet ihr euch sehen? (Umfrage) :)
      2. Und wo würdet ihr Deutschland, Frankreich, Ungarn, Polen, USA, Saudi-Arabien einteilen?
      3. Sind wir Deutsche vielleicht eine überlegene E7-Gesellschaft?
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Oh Gott, eine „überlegene E7 - Gesellschaft“ hört sich historisch seeeeehr kritisch an :D

      Ich halte nichts von diesen Klassifizierungen. Menschen sind individuell und eigen. Menschen lassen sich in ihrem Menschsein nicht bewerten. Diese Skala regt bei mir den Verdacht als würde man bestimmte politische Ausrichtungen als per se unvertretbar hinstellen wollen. Klar, Donald Trump ist als Präsident schwierig. Aber ist die Folge, dass wir uns nicht mehr inhaltlich mit ihm auseinandersetzen, sondern die Positionen schon deshalb ablehnen, weil sie von Trump kommen. Gleiches gilt in Deutschland für die AfD.

      Bewertungen im Sinne von egoistisch, vorwärtsgewandt etc. können nicht als politische Einordnungen dienen.

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      Allianz - Für Deutschland!
    • Den Artikel hab ich gestern auch gelesen und fand ihn super interessant. Jedoch fällt es mir selbst sehr schwer mich einer dieser Stufen zuzuordnen, irgendwie hat man das Gefühl aus jeder dieser sog. Entwicklungsstufen ein paar wichtige Eigenschaften zu haben.

      Die Schlussfolgerung des Artikels zur Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte und für die Zukunft fand ich sehr sehr spannend und kann mir das auch gut vorstellen, das sich unsere Gesellschaft in einem solchen Wandel befindet, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt, wie der Artikel ebenfalls deutlich macht. Am Fortschritt kann eine Gesellschaft auch zerbrechen, gerade wenn es noch sehr viele Menschen mit autoritären Denkmustern gibt.
    • Ich sehe es auch sehr Problematisch an, dass hier Denksystematiken und Denkmuster in Klassen zusammengefasst werden. Beispielsweise würde ich mich selbst als äußerst Rationalen Menschen beschreiben, der auch hinter abstrakten Konzepten nach erfassbaren, wissenschaftlichen Erklärungen sucht, dass heißt aber noch lange nicht, dass ich keine Empathie besitze und die Denkprozesse anderer Personen, die sich z.T. radikal von meinen unterscheiden, nicht verstehen oder akzeptieren kann.

      Bsp: Ich bin Aufgrund dieser rationalen Denkweise Atheist, kann aber auch die Denkweise vieler gläubiger Menschen und vor allem die teils emotionale Motivation für deren Glauben nachvollziehen.
    • Sophia Binz schrieb:

      Den Artikel hab ich gestern auch gelesen und fand ihn super interessant. Jedoch fällt es mir selbst sehr schwer mich einer dieser Stufen zuzuordnen, irgendwie hat man das Gefühl aus jeder dieser sog. Entwicklungsstufen ein paar wichtige Eigenschaften zu haben.

      Die Schlussfolgerung des Artikels zur Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte und für die Zukunft fand ich sehr sehr spannend und kann mir das auch gut vorstellen, das sich unsere Gesellschaft in einem solchen Wandel befindet, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt, wie der Artikel ebenfalls deutlich macht. Am Fortschritt kann eine Gesellschaft auch zerbrechen, gerade wenn es noch sehr viele Menschen mit autoritären Denkmustern gibt.
      Also Theorie kann ich nicht soviel sagen. Ich weiß nicht ob die Theorie so gedacht war, wie der SPIEGEL-Autor sie nun auslegt.
      Denn den Schluss, den der Autor zieht, ist ja brandgefährlich. Er teilt politische Strömungen in gut und schlecht ein oder wie du es gerade auch getan hast in "fortschrittlich" und "rückständig".
      Meine Frage 3 war deswegen auch bewusst provokativ rassistisch, weil genau diese Folgerungen die der SPIEGEL-Auto zieht, eben auf politischen Rassismus hinauslaufen.
      Deutschland hat ja global gesehen die stärkste Grünen-Bewegung aktuell. Mir stellt sich daher schon die Frage, wie man zu solchen Schlüssen kommt, da sie ja inkludiert, dass Deutschland anderen Gesellschaften wie Ungarn, Polen und den USA überlegen sei, weil man Ich-Entwicklungstechnisch weiter ist.

      Und da hört halt bei mir der Spaß auf. Das ist ja genau die Denke, die auch Robert Habeck manchmal aufschimmern lässt, wenn er der Meinung ist, dass wenn man die Grünen wählt ein Bundesland demokratischer und liberaler wird.

      Ich bin defntiv nicht der Ansicht, dass wir Deutsche uns Ich-Perspektivisch besser entwickelt haben als die Ungarn oder ander die Nigerianer.

      Also ich hoffe, dass die Theorie nicht so gedacht ist. Denn was der SPIEGEL-Autor daraus macht ist eine politische Rassismus-Theorie.

      Was ich mir vorstellen kann ist, dass die Menschen intelligenter werden und sich dadurch besser selbst hinterfragen können. Das gilt dann aber für alle Gesellschaften der Erde in gleichem Maße.
      Das was der Autor hier umschreibt, ist in meinen Augen, dass wir in Deutschland aufgrund unseres Wohlstands hedonistischer denken, also weniger auf Leistung und Konventionen achten müssen. Das hat aber nichts mit einer höheren Entwicklungstufe des Ichs zu tun, sondern mit Wohlstand.

      Daher bin ich der Überzeugung, dass es in Deutschland genauso viele unkritische, egoistische, konstruktivistische Menschen gibt wie in anderen Ländern auch. Genauso wie wir in Deutschland genauso viele Freidenker haben wie in anderen Ländern auch.
      Das gleiche gilt für die Parteien. Strömungen lassen sich nicht höherentwickelt und schlechter entwickelt einteilen.

      Was der Autor daraus macht ist defintiv absoluter Unsinn.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Niclas Liebknecht schrieb:

      Ich sehe es auch sehr Problematisch an, dass hier Denksystematiken und Denkmuster in Klassen zusammengefasst werden. Beispielsweise würde ich mich selbst als äußerst Rationalen Menschen beschreiben, der auch hinter abstrakten Konzepten nach erfassbaren, wissenschaftlichen Erklärungen sucht, dass heißt aber noch lange nicht, dass ich keine Empathie besitze und die Denkprozesse anderer Personen, die sich z.T. radikal von meinen unterscheiden, nicht verstehen oder akzeptieren kann.

      Bsp: Ich bin Aufgrund dieser rationalen Denkweise Atheist, kann aber auch die Denkweise vieler gläubiger Menschen und vor allem die teils emotionale Motivation für deren Glauben nachvollziehen.
      Der Glaube oder Nicht-Glaube an etwas Göttliches ist ja ansich nicht-rational. Niemand kann die Existenz von Gott beweisen. Niemand kann die Nicht-Existenz von Gott beweisen.
      Ich glaube an etwas.
      Wenn du nicht an Gott glaubst, dann glaubst du ja trotzdem nämlich an die Nicht-Existenz von Gott.

      Etwas was nicht bewiesen werden kann oder worden ist ist per se irrational. Das gilt für Christen genauso wie für Atheisten.

      Übrigens glauben wir fast alles. Die Menschen, die früher daran geglaubt haben, dass die Erde eine Scheibe ist, waren ja keine unterentwickelten Primaten, sondern haben halt geglaubt an das, was ihnen beigebracht wurde.
      Der Großteil der Menschen hat nie eine Klimabericht gelesen und glaubt trotzdem zu wissen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, weil es so in den Zeitungen etc. steht. Es wurde ihnen halt so beigebracht.

      Deswegen mag ich auch den Paradox-Spruch: Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Ich erweitere den Paradox-Spruch sogar gerne: Ich weiß, dass ich nichts weiß und ich weiß, dass ich glaube.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Sophie Bloomberg schrieb:

      Sophia Binz schrieb:

      Den Artikel hab ich gestern auch gelesen und fand ihn super interessant. Jedoch fällt es mir selbst sehr schwer mich einer dieser Stufen zuzuordnen, irgendwie hat man das Gefühl aus jeder dieser sog. Entwicklungsstufen ein paar wichtige Eigenschaften zu haben.

      Die Schlussfolgerung des Artikels zur Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte und für die Zukunft fand ich sehr sehr spannend und kann mir das auch gut vorstellen, das sich unsere Gesellschaft in einem solchen Wandel befindet, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt, wie der Artikel ebenfalls deutlich macht. Am Fortschritt kann eine Gesellschaft auch zerbrechen, gerade wenn es noch sehr viele Menschen mit autoritären Denkmustern gibt.
      Also Theorie kann ich nicht soviel sagen. Ich weiß nicht ob die Theorie so gedacht war, wie der SPIEGEL-Autor sie nun auslegt. Denn den Schluss, den der Autor zieht, ist ja brandgefährlich. Er teilt politische Strömungen in gut und schlecht ein oder wie du es gerade auch getan hast in "fortschrittlich" und "rückständig".
      Meine Frage 3 war deswegen auch bewusst provokativ rassistisch, weil genau diese Folgerungen die der SPIEGEL-Auto zieht, eben auf politischen Rassismus hinauslaufen.
      Deutschland hat ja global gesehen die stärkste Grünen-Bewegung aktuell. Mir stellt sich daher schon die Frage, wie man zu solchen Schlüssen kommt, da sie ja inkludiert, dass Deutschland anderen Gesellschaften wie Ungarn, Polen und den USA überlegen sei, weil man Ich-Entwicklungstechnisch weiter ist.

      Und da hört halt bei mir der Spaß auf. Das ist ja genau die Denke, die auch Robert Habeck manchmal aufschimmern lässt, wenn er der Meinung ist, dass wenn man die Grünen wählt ein Bundesland demokratischer und liberaler wird.

      Ich bin defntiv nicht der Ansicht, dass wir Deutsche uns Ich-Perspektivisch besser entwickelt haben als die Ungarn oder ander die Nigerianer.

      Also ich hoffe, dass die Theorie nicht so gedacht ist. Denn was der SPIEGEL-Autor daraus macht ist eine politische Rassismus-Theorie.

      Was ich mir vorstellen kann ist, dass die Menschen intelligenter werden und sich dadurch besser selbst hinterfragen können. Das gilt dann aber für alle Gesellschaften der Erde in gleichem Maße.
      Das was der Autor hier umschreibt, ist in meinen Augen, dass wir in Deutschland aufgrund unseres Wohlstands hedonistischer denken, also weniger auf Leistung und Konventionen achten müssen. Das hat aber nichts mit einer höheren Entwicklungstufe des Ichs zu tun, sondern mit Wohlstand.

      Daher bin ich der Überzeugung, dass es in Deutschland genauso viele unkritische, egoistische, konstruktivistische Menschen gibt wie in anderen Ländern auch. Genauso wie wir in Deutschland genauso viele Freidenker haben wie in anderen Ländern auch.
      Das gleiche gilt für die Parteien. Strömungen lassen sich nicht höherentwickelt und schlechter entwickelt einteilen.

      Was der Autor daraus macht ist defintiv absoluter Unsinn.
      Naja, ich bin jetzt keine Psychologin oder Soziologin, aber ich weiß trotzdem, dass Gesellschaften sich immer weiterentwickeln und verändern. Das ist für mich ein unumstößlicher Fakt, egal ob du das jetzt auch so siehst oder nicht. Aber ich hab mir schon gedacht, dass dich diese Einordnung da oben etwas pikiert und du dich angegriffen fühlst, weil du vielleicht auch so ein paar autoritäre Eigenschaften oder was weiß ich hast, keine Ahnung. Mir persönlich ist es ha völlig Wurst, ob ich jetzt als SPD-Wähler Stufe 5 oder 7 habe, ich fühle mich da keineswegs beleidigt, sondern finde es einfach nur spannend. Und der Artikel ist auch nicht brandgefährlich, denn er stellt einfach nur ein paar logische Schlussfolgerungen/Vermutungen auf und versucht ein mögliches Zukunftsmodell einer Gesellschaft zu zeichnen, gleichzeitig zeigt er damit verbundene Probleme auf und auch können wir ja heute schon Parallelen zu westlichen Gesellschaft feststellen, macht also in vielen Punkten alles Sinn.

      Aber ja, klar, irgendwer fühlt sich dadurch natürlich persönlich beleidigt, weil er glaubt in eine "untere" Entwicklungsstufe gesteckt zu werden. Letztlich muss man das ja mit sich selbst ausmachen. Ich kann mich wie gesagt überhaupt nicht einordnen, deshalb hab ich damit auch keine so großes Problem wie du es scheinbar hast. :)

      Im Kern geht es doch um die Frage ob wir weiter in einer Leistungsgesellschaft leben werden oder ob wir uns da vielleicht anders entwickeln, das kann ja alles so sein und es würde mich auch freuen, wenn wir den Optimierungswahnsinn der letzten Jahrzehnte überwinden könnten. Dann entwickelt sich vielleicht auch der Kapitalismus weiter, was heute zwar auch nicht jedem schmecken dürfte, aber ich bin immer der Meinung sowas ist nicht aufzuhalten, denn wir schon oben gesagt, Gesellschaften entwickeln sich immer weiter und weiter.
    • Sophie Bloomberg schrieb:

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Ich sehe es auch sehr Problematisch an, dass hier Denksystematiken und Denkmuster in Klassen zusammengefasst werden. Beispielsweise würde ich mich selbst als äußerst Rationalen Menschen beschreiben, der auch hinter abstrakten Konzepten nach erfassbaren, wissenschaftlichen Erklärungen sucht, dass heißt aber noch lange nicht, dass ich keine Empathie besitze und die Denkprozesse anderer Personen, die sich z.T. radikal von meinen unterscheiden, nicht verstehen oder akzeptieren kann.

      Bsp: Ich bin Aufgrund dieser rationalen Denkweise Atheist, kann aber auch die Denkweise vieler gläubiger Menschen und vor allem die teils emotionale Motivation für deren Glauben nachvollziehen.
      Der Glaube oder Nicht-Glaube an etwas Göttliches ist ja ansich nicht-rational. Niemand kann die Existenz von Gott beweisen. Niemand kann die Nicht-Existenz von Gott beweisen.Ich glaube an etwas.
      Wenn du nicht an Gott glaubst, dann glaubst du ja trotzdem nämlich an die Nicht-Existenz von Gott.

      Etwas was nicht bewiesen werden kann oder worden ist ist per se irrational. Das gilt für Christen genauso wie für Atheisten.

      Übrigens glauben wir fast alles. Die Menschen, die früher daran geglaubt haben, dass die Erde eine Scheibe ist, waren ja keine unterentwickelten Primaten, sondern haben halt geglaubt an das, was ihnen beigebracht wurde.
      Der Großteil der Menschen hat nie eine Klimabericht gelesen und glaubt trotzdem zu wissen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, weil es so in den Zeitungen etc. steht. Es wurde ihnen halt so beigebracht.

      Deswegen mag ich auch den Paradox-Spruch: Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Ich erweitere den Paradox-Spruch sogar gerne: Ich weiß, dass ich nichts weiß und ich weiß, dass ich glaube.
      Nope, das ist der Typische-Strawman, den Theisten immer gerne bauen, um Atheismus als "widerlegbar" darzustellen, Atheismus stellt aber keine eigene Behauptung auf, sondern ist schlicht die 0-Hypothese zum Theismus, Theisten Behaupten es gibt einen Gott, Atheisten lehnen diese Behauptung mangels Beweisbarkeit ab und stellen damit die "Default-Position" dar, der Atheismus hat keinen eigenen Claim den man beweisen müsste, wir lehnen eben nur euren ab.

      Das gilt im weitesten Sinne, aber es gibt auch "Wissen" das Menschen besitzen, nicht alles ist "Glaube" darüber hinaus ist das ganze auch von der Quelle abhängig. Wenn eine Information auf einem Buch basiert, dessen Inhalte nicht bewiesen wurden (mit Ausnahme der Existenz einiger genannter Personen) oder auf einer Wissenschaftlichen Lehrmeinung, die durch Fakten und Experimente gestützt wird, ist das doch ein wesentlicher Unterschied.
    • Was natürlich auch stark vom Atheisten abhängt. Ich sehe es da ehrlich gesagt wie Sophie, dass grundsätzlich der Atheismus eben nicht rein reaktiv ist, es sei den man ist agnostischer Atheist, sondern eine metaphysische Theorie über das konkrete Fehlen einer Gottheit aufstellt, die aber nicht verifizierbar ist. Das ist kein Strohmann, sondern durchaus eine nennenswerte Problematik, weswegen ich per se den Agnostizismus als die entscheidende wissenschaftsneutrale Strömung bezeichnen würde, wobei es schlicht eine Realitäit ist, dass es "das Wissen" deswegen nicht gibt, weil wir keinen Wahrheitsbegriff haben und deswegen nicht die sprachliche Grundlage dafür haben, was tatsächlich ist. Wir haben sinnstiftendne Theorien, aber keine Wahrhheit, aber das jetzt nur am Rande.

      Ich finde die Idee, die hinter der EInordnung steckt sehr interessant und ich denke, man kann die durchaus auf spezifische soziale Situationen von Menschen sehr gut anwenden. Allerdings stelllt sie erstmal Idealtypen auf,wie viele Theorien, die es so in der Reinform wohl nur selten gibt. Dazu ist ein menschlicher Charakter zu komplex, um ihn in drei Sätzen beschreiben zu können und die politischen Rückschlüsse halte ich für, sagen wir mal, gewagt. Aber ansonsten ein interessanter Ansatz und wenn es dazu was neues gibt, würde ich es gerne lesen.
      -Bundesjustizminister-



      "Jeder Mensch besitzt eine aus der Gerechtigkeit entspringende Unverletzlichkeit, die auch im Namen des Wohls der ganzen Gesellschaft nicht aufgehoben werden kann." (John Rawls)
    • Sophia Binz schrieb:

      Naja, ich bin jetzt keine Psychologin oder Soziologin, aber ich weiß trotzdem, dass Gesellschaften sich immer weiterentwickeln und verändern. Das ist für mich ein unumstößlicher Fakt, egal ob du das jetzt auch so siehst oder nicht. Aber ich hab mir schon gedacht, dass dich diese Einordnung da oben etwas pikiert und du dich angegriffen fühlst, weil du vielleicht auch so ein paar autoritäre Eigenschaften oder was weiß ich hast, keine Ahnung. Mir persönlich ist es ha völlig Wurst, ob ich jetzt als SPD-Wähler Stufe 5 oder 7 habe, ich fühle mich da keineswegs beleidigt, sondern finde es einfach nur spannend. Und der Artikel ist auch nicht brandgefährlich, denn er stellt einfach nur ein paar logische Schlussfolgerungen/Vermutungen auf und versucht ein mögliches Zukunftsmodell einer Gesellschaft zu zeichnen, gleichzeitig zeigt er damit verbundene Probleme auf und auch können wir ja heute schon Parallelen zu westlichen Gesellschaft feststellen, macht also in vielen Punkten alles Sinn.
      Du findest es halt spannend, weil du dich durch den Artikel geschmeichelt fühlst^^

      Natürlich entwickeln sich Gesellschaften permanent, mal zum Schlechten und mal zum Guten. Und ob eine Entwicklung gerade gut oder schlecht ist, vermögen wir nicht zu beantworten.

      Wie gesagt, du hast keine Stufe 5 oder 7, weil du SPD wählst. Das ist doch Unsinn. Ich finde lustig, dass du das so unkritisch siehst^^

      Sophia Binz schrieb:

      Im Kern geht es doch um die Frage ob wir weiter in einer Leistungsgesellschaft leben werden oder ob wir uns da vielleicht anders entwickeln, das kann ja alles so sein und es würde mich auch freuen, wenn wir den Optimierungswahnsinn der letzten Jahrzehnte überwinden könnten.
      Die Aussage von dir finde ich sehr kurios, weil wir streben ja immer nach Optimierung, auch du selbst. Ich meine du bezeichnest ja deine politische Einstellung auch als fortschrittlich, was ja Optimierungwille impliziert^^
      Also wenn du den Optimierungswahn doof findest, solltest du vielleicht keine Positionen vertreten, die du als fortschrittlich und damit optimierend empfindest^^

      Fakt ist doch, dass jeder eine Gesellschaft fortentwickeln will und sich selbst verwirklichen will. Ich find es ziemlich arrogant, wenn man zu dem Schluss kommt, dass man selbst fortschrittlich denkt aber der Gegenüber nicht. Und genau diese Denke vertritt ja auch der Autor.

      Ich finde meine Positionen zum Beispiel fortschrittlicher als deine, sonst würde ich sie ja nicht vertreten, aber ich komme halt nicht auf die Idee dich deswegen als nicht-fortschrittlich zu bezeichnen. Du hast halt eine andere Position, wie der Fortschritt ausehen sollte.

      Sophia Binz schrieb:

      Dann entwickelt sich vielleicht auch der Kapitalismus weiter, was heute zwar auch nicht jedem schmecken dürfte, aber ich bin immer der Meinung sowas ist nicht aufzuhalten, denn wir schon oben gesagt, Gesellschaften entwickeln sich immer weiter und weiter.
      Eben Gesellschaften entwickeln sich weiter und Gesellschaften werden Fortschritte und Rückschritte machen. Das wird die Geschichte zeigen. Wir werden richtige und falsche Schlüsse ziehen aus Vergangenem.

      Du bist der Meinung, dass deine Sichtweise sich durchsetzen wird, weil du sie für richtig hälst. Das ist übrigens auch ganz normal, weil du deine Sichtweise sonst nicht vertreten würdest. Niemand vertritt Positionen, die er selbst für falsch bezeichnen würde.
      Das gilt aber auch für Menschen, die andere Meinungen vertreten und die haben auch ein Grundvertrauen vielleicht wie du, dass sie die Gesellschaft schon in die Richtung wandeln wird, weil sie ja richtig ist.

      Wer am Ende dann Recht wird sich zeigen. Und das kann in 300 Jahren dann eventuell dann auch wieder revidiert werden. ^^
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.