Der Bundeskanzler | David Fuhrmann äußert sich zum Antisemitismus in Deutschland: "Die staatlichen Organe haben sicherzustellen, dass das Tragen der jüdischen Kippa an allen Orten des Landes möglich ist"

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    • Der Bundeskanzler | David Fuhrmann äußert sich zum Antisemitismus in Deutschland: "Die staatlichen Organe haben sicherzustellen, dass das Tragen der jüdischen Kippa an allen Orten des Landes möglich ist"



      Pressemitteilung 05/02
      Kanzler David Fuhrmann äußert sich zum Antisemitismus in Deutschland:
      "Die staatlichen Organe haben sicherzustellen, dass das Tragen der
      jüdischen Kippa an allen Orten des Landes möglich ist"

      Der geschäftsführende Bundeskanzler David Fuhrmann nahm am Donnerstag (30. Mai) zur Debatte um den deutschen Antisemitismus Stellung. Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, hatte vor Kurzem in einem Zeitungsinterview geäußert, er könne „Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen.“ Der geschäftsführende Kanzler kritisiert diese Worte und besuchte zu diesem Zweck am Donnerstag die Synagoge Rykestraße in Berlin, die heute größte Synagoge Deutschlands. „Dass wir mit einem noch immer aktiven Antisemitismus zu kämpfen haben, ist die Wahrheit. Wenn der Regierungsbeauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus aber als Konsequenz dazu aufruft, dass Menschen von ihrem Recht auf Religionsausübung keinen Gebrauch machen, dann stimmt hier etwas nicht“, sagte David Fuhrmann der anwesenden Presse. „Die staatlichen Organe haben sicherzustellen, dass das Tragen der jüdischen Kippa an allen Orten des Landes möglich ist. Dies darf keine bloße Phrase bleiben, sondern soll als nachdrückliche Anordnung meinerseits verstanden werden.“ Fuhrmann wolle mit Bundesinnenminister Fichtler beraten, welche rechtlichen oder gesetzgeberischen Schritte unternommen werden könnten, um die freie Religionsausübung aller Menschen an allen Orten Deutschlands besser zu garantieren.

      Etwa neunzig Prozent Prozent der in Deutschland begangenen antisemitischen Straftaten werden dem rechtsradikalen Umfeld zugerechnet. Bei muslimischen Tätern sind es zumeist Menschen, die schon länger in Deutschland leben und durch antisemitische Propaganda insbesondere arabischsprachiger Medien beeinflusst wurden. Im Jahr 2018 sind 1.799 antisemitische Straftaten begangen worden, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung in Höhe von 19,6 Prozent. - Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.


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    • David Fuhrmann schrieb:


      Fuhrmann wolle mit Bundesinnenminister Fichtler beraten, welche rechtlichen oder gesetzgeberischen Schritte unternommen werden könnten, um die freie Religionsausübung aller Menschen an allen Orten Deutschlands besser zu garantieren.

      Beraten Sie sich mit Herrn Fichtler dabei auch um die Gegebenheiten der deutschen Muslime?

      Habe gehört und gerochen, dass in Ostdeutschland der ein oder andere bräunlich angemalte Mensch eine Schnitzeljagd mit muslimisch gläubigen Menschen mag. Wobei das "Schnitzel"/"Schnipsel" auf dem muslimischen Stichwort liegt.
    • Martin Mondtot schrieb:

      David Fuhrmann schrieb:

      Fuhrmann wolle mit Bundesinnenminister Fichtler beraten, welche rechtlichen oder gesetzgeberischen Schritte unternommen werden könnten, um die freie Religionsausübung aller Menschen an allen Orten Deutschlands besser zu garantieren.
      Beraten Sie sich mit Herrn Fichtler dabei auch um die Gegebenheiten der deutschen Muslime? Habe gehört und gerochen, dass in Ostdeutschland der ein oder andere bräunlich angemalte Mensch eine Schnitzeljagd mit muslimisch gläubigen Menschen mag. Wobei das "Schnitzel"/"Schnipsel" auf dem muslimischen Stichwort liegt.
      Ja, das Bundeskanzleramt hat zeitgleich eine Pressemitteilung zum Rechtsextremismus insbesondere gegen muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger veröffentlicht. Außerdem hat es bereits eine Pressemitteilung des Bundesinnenministers dazu gegeben. Wir nehmen das Problem Extremismus mit all seinen Facetten und Opfern - und die Bekämpfung des Extremismus natürlich - sehr ernst.