Verein für ein liberales Strafrecht (VlStrR)

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    • Verein für ein liberales Strafrecht (VlStrR)

      Der Verein für ein liberales Strafrecht (VlStrR) wurde am 9. 3. 2019 in Berlin als Zusammenschluss von Strafrechtswissenschaftler*innen, Strafverteidiger*innen und Angehörigen der Justiz gegründet. Es handelt sich um einen Verein, der einer ausufernden Erweiterung des Strafrechts in vDeutschland entgegnen möchte und als Diskussionsplattform dient, in welcher die neuesten Entwicklungen des Strafrechts kritisch erörtert werden.

      VlStrR wurde gegründet, weil international und national ein populistischer Umgang mit Strafrecht zu beobachten ist. Wesentlich für den Rechtsstaat ist jedoch ein verhältnismäßiges Handeln, so dass auch das Verhängen von Kriminalstrafen an enge Voraussetzungen geknüpft ist und - aufgrund seiner freiheitsbeschränkenden - Dimension das letzte Mittel des Staates darstellen darf. Der Verein sieht diesen Zustand in Gefahr und möchte den kriminalpolitischen Diskurs in vDeutschland deshalb stärker durch ein liberales Strafrechtsverständnis bereichern.

      Mitglieder:
      - Tomasz Wagner

      Zu einer Mitarbeit in unserem Verein sind auch Sie herzlichst eingeladen!

      Tomasz Wagner
      (Vereinsvorsitzender VlStrR)
    • Inwiefern sieht der Verein eine gefährliche Ausuferung der Reichweite des deutschen Strafrechts?

      Ich stimme zu: Verhandlungen werden nach außen populistisch dargestellt und medial ausgeschlachtet. Im Gerichtssaal geht es jedoch zumeist sachlich und verhältnismäßig zu.

      So kann ich diesen Verein nicht unterstützen, da ich das deutsche Strafrecht -gerade im internationalen Vergleich - für sehr liberal halte.
      #ANEIESBAYERN
    • Ich trete dem Verein bei.

      In der deutschen Politik lassen sich immer wieder populistische Tendenzen hin zu einer Verschärfung strafrechtlicher Normen und Prinzipien feststellen, die allerdings empirisch gar keinen Beitrag zur Effektivität des Strafrechts leistet. So verspricht das Wahlprogramm der bisher zweitgrößten Partei Deutschlands die "Anhebung der Strafrahmen strafrechtlicher Tatbestände". Die Bestrafung eines Bürgers, einer Bürgerin ist ultima ratio und das Wettfordern von höheren Strafen, ohne dafür triftige Gründe auf den Tisch zu legen, schadet der (Straf-) Rechtswissenschaft und letztendlich auch den Bürgerrechten.

    • Sehr geehrter Herr Fuhrmann,

      Ich möchte hier ja eigentlich keine persönliche Diskussion anfangen. Aber, wenn Sie unser Wahlprogramm zitieren, dann zitieren Sie bitteschön richtig und vollständig. Wir forderten eine eingehende Prüfung, ob es sinnvoll ist die Strafrahmen anzuheben. Wir haben keine pauschale Anhebung gefordert.
      #ANEIESBAYERN
    • Natürlich, ich zitiere einfach die einschlägige Passage. Die Bürgerinnen und Bürger können sich so ein eigenes Bild machen:

      Wahlprogramm der Allianz schrieb:

      Im Zuge einer, im Einzelnen zu evaluierenden, Anhebung der Strafrahmen strafrechtlicher Tatbestände erachten wir die Ausweitung der Beschuldigtenrechte für unerlässlich.

    • John Kennedy schrieb:

      Inwiefern sieht der Verein eine gefährliche Ausuferung der Reichweite des deutschen Strafrechts?

      Ich stimme zu: Verhandlungen werden nach außen populistisch dargestellt und medial ausgeschlachtet. Im Gerichtssaal geht es jedoch zumeist sachlich und verhältnismäßig zu.

      So kann ich diesen Verein nicht unterstützen, da ich das deutsche Strafrecht -gerade im internationalen Vergleich - für sehr liberal halte.
      Sehr geehrter Herr Kennedy,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Ziel des Vereins ist die kritische Auseinandersetzung mit den kriminalpolitischen Forderungen jeder politischen Kraft in vDeutschland. Wir glauben, dass - und das betrifft Parteien des rechten und des linken Spektrums gleichermaßen - Strafrahmenerhöhungen und die Kriminalisierung bestimmter Handlungen von diesen zu pauschal als Antwort auf Kriminalität angeführt werden. Wir wollen den Umgang mit Kriminalität auf wissenschaftlicher Basis betreiben und sind der Auffassung, dass die Gründe für Kriminalität in erster Linie mit sozialen Maßnahmen anzugreifen sind.


      Sehr geehrter Herr Fuhrmann, vielen Dank für Ihren Beitritt!