21.3.2019 Wikipedia Wichtig

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    • Sophie Bloomberg schrieb:

      Markus Kraftherz schrieb:

      Sophie Bloomberg schrieb:

      aber ich find es interessant, dass die Befürworter halt Künstler, Medien, GEMA etc. sind, die ihre Werke auch im Internet besser geschützt haben wollen und auf der anderen Seite halt die Bürger, die kein Interesse haben für fremde Leistungen Geld bezahlen zu müssen.
      Welche Künstler befürworten das denn bitte? Ich kriege nur die Gegnerstimmen mit und Axel Voss der dafür ist. Und die Gema ist dafür, aber die haben eh nur das Ziel Milliarden zu scheffeln, weshalb ihnen ein Gesetz, dass die Künstlerfreiheit einschränkt, scheißegal ist, solange es ihnen Profit bringt.
      Deutscher Kulturrat: kulturrat.de/positionen/urhebe…im-digitalen-binnenmarkt/Deutscher Musikrat: musikrat.de/globals-musikrat/a…a303f0b86992dc2fb26099462
      Deutscher Musikrat: https://www.musikrat.de/globals-musikrat/aktuelles/detailseite/tx_news/eu-urheberrecht-deutscher-musikrat-und-landesmusikrat-nrw-begruessen-einigung-der-eu-staaten/?
      Verdi (Kunstschaffende): medien-kunst-industrie.verdi.d…13-11e9-94cb-52540066e5a9
      Berufsverband freier Fotografen: bff.de/news/urheberrecht-eu-abstimmung-am-12-09-2018/
      Journalistenverband: djv.de/startseite/profil/der-d…soll-weg-frei-machen.html

      Reicht das? :D
      Okay, das sind einige, aber versuche ich mal auf alle "Argumente" einzeln einzugehen.

      Deutscher Kulturrat: kulturrat.de/positionen/urhebe…im-digitalen-binnenmarkt/

      Die Befürworten zwar die Urheberrechtsreform, setzen sich aber dennoch kritisch mit Artikel 13 auseinander und befürworten diesen Artikel eigentlich nicht richtig. Somit kann man die hier rausnehmen.

      Deutscher Musikrat: https://www.musikrat.de/globals-musikrat/aktuelles/detailseite/tx_news/eu-urheberrecht-deutscher-musikrat-und-landesmusikrat-nrw-begruessen-einigung-der-eu-staaten/?

      Die ignorieren die Problematik von Artikel 13 einfach komplett und gehen gar nicht auf die Kritik ein, weshalb ich deren Aussagen für unseriös halte.

      Verdi (Kunstschaffende): medien-kunst-industrie.verdi.d…13-11e9-94cb-52540066e5a9

      Auch Verdi hat sich anscheinend nicht wirklich mit der Problematik auseinander gesetzt und will es jetzt mit dem Argument "Ja, es hilft aber Künstlern." durchwinken.

      Drehbuch-Autoren-Verband: drehbuchautoren.de/news/2019-0…-in-europa-zu-gunsten-der

      Der Drehbuch-Autoren-Verband ignoriert die Probleme auch einfach nur. Die behaupten einfach, dass diese Urheberrechtsreform Freiheit bringt, ohne auch nur ein einziges Argument zu bringen, während die Gegner tausende Argument gegen diese Regelung haben.

      Berufsverband freier Fotografen: bff.de/news/urheberrecht-eu-abstimmung-am-12-09-2018/

      Auch hier wird einfach auf gar nichts eingegangen. Es gibt keine Argumente, keine Erwähnung von Artikel 13. Nichts.

      Journalistenverband: djv.de/startseite/profil/der-d…soll-weg-frei-machen.html

      Obwohl der Text extrem kurz ist (ich meine der kürzeste hier), ist es der einzige, der tatsächlich versucht hat auf die Argumente der Kritiker einzugehen, da sie die Kritik ansprechen, dass es ein Zensur-Gesetz sei, was nicht stimme. Und da haben die sogar Recht. Ja, Artikel 13 ist kein Zensur-Gesetz, da haben viele Kritiker tatsächlich unrecht. Aber das Gesetz lässt sich sehr leicht für Zensur missbrauchen. Dennoch sind sie auf viele andere Kritkpunkte auch nicht eingegangen. Zum Beispiel, dass das Gesetz nur mit Upload-Filtern umsetzbar ist, die im Koalitions-Vertrag abgelehnt werden und dass diese Upload-Filter nicht intelligent genug sind, um zwischen einem Verstoß gegen die Urheberrechtsgesetze und einer legalen Anwendung des Zitatrechts zu unterscheiden.
      Linksliberaler Öko
    • Helmut Müller schrieb:

      Was ich kurz zur Diskussion hereinwerfen möchte ist, dass auch beim NetzDG die Befürchtungen extrem waren, aber am Ende sich nicht viel geändert hat.
      Die Auswirkungen vom NetzDG sollte man gar nicht so sehr unterschätzen. Eine Menge völlig normaler Posts mussten gelöscht werden, nur weil die Social-Media-Seiten Angst vor Strafen hatten, falls der Post doch strafbar wäre. Aber ich befürchte, dass Artikel 13 noch wesentlich größere Ausmaße haben könnte, als ein paar gelöschte Posts. Es könnte gewisse kreative Bereiche im Internet vollständig einschränken.
      Linksliberaler Öko
    • Das einzige Gegenargument, welches mich bisher wirklich zum Grübeln bringen konnte, war die von @Leon King eingebrachte technische Nicht-Umsetzbarkeit. An sich wäre eine solche Unterstützung für Kreativ-Schaffende natürlich sehr wünschenswert und richtig gedacht, nur es sollte schon im Rahmen des Möglichen liegen.
    • Neu

      Ich glaube das Problem ist einfach, dass sich viele an eine Internet gewöhnt haben, in dem man machen kann, was man will. Im Prinzip ist das Internet ja komplett unreguliert. Und bei dem Traffic im Internet, ist es verdammt schwer halt irgendwie Regeln durchzusetzen, die die Urheberrechte von Kunstschaffenden wie Autoren, Musikern und Künstlern zu schützen.
      Ein Upload-Filter hat sicher Nachteile, aber die Vorteile überwiegen. Dass sich jetzt natürlich viele Menschen dagegen einsetzen, ist auch klar, weil viele liebgewonnene Freiheiten auf Kosten anderer dadurch halt etwas eingeschränkt werden.

      Man muss sich halt dran gewöhnen, dass man für Musik und andere Werke zahlen muss wie vor dem digitalen Zeitalter auch. Nur weil wir im Digitalen Zeitalter leben müssen wir nicht so tun, als würden jetzt neue Regeln gelten. Das digitale Zeitalter ist da, aber bei viele denken halt noch analog. Man will im Internet anonym irgendwie Scheiße bauen könenn und bezeichnet das als Freiheit.

      Nein Freiheit ist es, wenn die Rechte aller Menschen im Internet auch geschützt sind und im Internet sind so viele Terrabyte an Daten unterwegs, das geht denke ich nur mit Filtern und die Technik der Upload-Filter wird ebenfalls besser werden. Es gibt keinen Grund vor dem Internet zu kapitulieren.

      Es ist die ähnliche Diskussion wie bei der Vorratdsdatenspeicherung. Während man auf der Straße mit Autokennzeichen rumfährt, die einen halt nicht anonym rumfahren lassen, haben viele ein Problem sogar damit, wenn Daten gespeichert werden die nur bei konkreten Verdachtsfall abgerufen werden. Die Diskussion ist skurril und absolut nicht fortschrittlich. Viele haben sich irgendwie daran gewöhnt, dass man im Internet anonym ist. Die IP-Adresse ist halt wie ein Autokennzeichen, nur das halt quasi ein riesiger panischer Widerstand aufkommt, wenn man bei einem Verdachtsfall einer Straftat das Autokennzeichen (also die IP-Adresse) aufschreiben und abspeichern darf.

      Ich bin dafür, dass man endlich mit dem Kopf im digitalen Zeitalter ankommt. Das digitale Zeitalter braucht auch moderne Antworten. Die Ermittlungsbehörden sind im Internet ja am verzeifeln, weil sie einfach nicht verstehen, dass man ihnen bei selbst schwersten Straftaten quasi nur Steine in den Weg legt, weil alle immer sofort Datenschutz rufen. Wer bei sowas Datenschutz ruft, müsste konsequenterweise auch für die Abschaffung von Autokennzeichen eintreten^^
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Neu

      Sophie Bloomberg schrieb:

      Ich glaube das Problem ist einfach, dass sich viele an eine Internet gewöhnt haben, in dem man machen kann, was man will. Im Prinzip ist das Internet ja komplett unreguliert. Und bei dem Traffic im Internet, ist es verdammt schwer halt irgendwie Regeln durchzusetzen, die die Urheberrechte von Kunstschaffenden wie Autoren, Musikern und Künstlern zu schützen.
      Ein Upload-Filter hat sicher Nachteile, aber die Vorteile überwiegen. Dass sich jetzt natürlich viele Menschen dagegen einsetzen, ist auch klar, weil viele liebgewonnene Freiheiten auf Kosten anderer dadurch halt etwas eingeschränkt werden.

      Man muss sich halt dran gewöhnen, dass man für Musik und andere Werke zahlen muss wie vor dem digitalen Zeitalter auch. Nur weil wir im Digitalen Zeitalter leben müssen wir nicht so tun, als würden jetzt neue Regeln gelten. Das digitale Zeitalter ist da, aber bei viele denken halt noch analog. Man will im Internet anonym irgendwie Scheiße bauen könenn und bezeichnet das als Freiheit.

      Nein Freiheit ist es, wenn die Rechte aller Menschen im Internet auch geschützt sind und im Internet sind so viele Terrabyte an Daten unterwegs, das geht denke ich nur mit Filtern und die Technik der Upload-Filter wird ebenfalls besser werden. Es gibt keinen Grund vor dem Internet zu kapitulieren.

      Es ist die ähnliche Diskussion wie bei der Vorratdsdatenspeicherung. Während man auf der Straße mit Autokennzeichen rumfährt, die einen halt nicht anonym rumfahren lassen, haben viele ein Problem sogar damit, wenn Daten gespeichert werden die nur bei konkreten Verdachtsfall abgerufen werden. Die Diskussion ist skurril und absolut nicht fortschrittlich. Viele haben sich irgendwie daran gewöhnt, dass man im Internet anonym ist. Die IP-Adresse ist halt wie ein Autokennzeichen, nur das halt quasi ein riesiger panischer Widerstand aufkommt, wenn man bei einem Verdachtsfall einer Straftat das Autokennzeichen (also die IP-Adresse) aufschreiben und abspeichern darf.

      Ich bin dafür, dass man endlich mit dem Kopf im digitalen Zeitalter ankommt. Das digitale Zeitalter braucht auch moderne Antworten. Die Ermittlungsbehörden sind im Internet ja am verzeifeln, weil sie einfach nicht verstehen, dass man ihnen bei selbst schwersten Straftaten quasi nur Steine in den Weg legt, weil alle immer sofort Datenschutz rufen. Wer bei sowas Datenschutz ruft, müsste konsequenterweise auch für die Abschaffung von Autokennzeichen eintreten^^
      Das Problem ist, wie ich bereits sagte, dass Upload-Filter nicht dazu fähig sind zu unterscheiden, ob es sich nun um eine legitime Nutzung von Content im Rahmen des Zitatrechts und der Künstlerfreiheit handelt oder ob es sich um einen tatsächlichen Verstoß gegen das Urheberrecht handelt. Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Video mache in dem ich einen bestimmten Film kritisiere, dann darf ich meine Kritik auch mit Ausschnitten aus diesem Film untermalen. Ein Upload-Filter kann aber den Kontext gar nicht interpretieren, um das festzustellen und würde das Video löschen. Darum dürfen Upload-Filter nicht eingesetzt werden.
      Linksliberaler Öko
    • Neu

      Markus Kraftherz schrieb:

      Das Problem ist, wie ich bereits sagte, dass Upload-Filter nicht dazu fähig sind zu unterscheiden, ob es sich nun um eine legitime Nutzung von Content im Rahmen des Zitatrechts und der Künstlerfreiheit handelt oder ob es sich um einen tatsächlichen Verstoß gegen das Urheberrecht handelt. Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Video mache in dem ich einen bestimmten Film kritisiere, dann darf ich meine Kritik auch mit Ausschnitten aus diesem Film untermalen. Ein Upload-Filter kann aber den Kontext gar nicht interpretieren, um das festzustellen und würde das Video löschen. Darum dürfen Upload-Filter nicht eingesetzt werden.
      Also sowas kann man doch locker programmieren, denke ich. Also ich glaube nicht, dass daran Programmierer scheitern würden^^
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
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      Sophie Bloomberg schrieb:

      Markus Kraftherz schrieb:

      Das Problem ist, wie ich bereits sagte, dass Upload-Filter nicht dazu fähig sind zu unterscheiden, ob es sich nun um eine legitime Nutzung von Content im Rahmen des Zitatrechts und der Künstlerfreiheit handelt oder ob es sich um einen tatsächlichen Verstoß gegen das Urheberrecht handelt. Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Video mache in dem ich einen bestimmten Film kritisiere, dann darf ich meine Kritik auch mit Ausschnitten aus diesem Film untermalen. Ein Upload-Filter kann aber den Kontext gar nicht interpretieren, um das festzustellen und würde das Video löschen. Darum dürfen Upload-Filter nicht eingesetzt werden.
      Also sowas kann man doch locker programmieren, denke ich. Also ich glaube nicht, dass daran Programmierer scheitern würden^^
      Ich fürchte, dass es weniger an den Programmierer*innen scheitert, sondern viel mehr an der nicht vorhandenen Datenbasis, die alle Eventualitäten berücksichtigen kann. Ich kenne es selbst von Plagiatsoftware, die an Universitäten zur Prüfung von Abschlußarbeiten usw. genutzt werden - dies findet zwar einiges, aber eben auch nur das, was explizit im System aufgenommen wurde. Wenn dann noch die Besonderheit entsteht, dass bei gewissen Themen Sequenzen gezeigt werden dürfen, an anderer Stelle aber nicht, ist es für das Programm enorm schwer, dies zu ermitteln und alle Daten in einem System zu sammeln.

      Grundsätzlich würde mich aber mal interessieren, was genau die Bedenen der Kritiker wie Kraftherz und Co sind. Ich lese bislang immer nur "Es könnte dies einschränken" und "es könnte das einschränken". Ich lese bisher aber wenig, was genau es einschränken könnte und weshalb. Ebenso vernehme ich den Protest in erster Linie von dieser YT-Generation, die dort vollkommen unreflektiert einfordert, dass irgendwelche YTer Content wie wild nutzen, damit Geld machen und dies nicht vergüten oder kennzeichnen, woher der Content stammt. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Vielleicht muss man erst selbst etwas erschaffen haben, was vom Urheberrecht geschützt wird, bevor man sich da anders positioniert. Ich sehe zumindest nach meinem aktuellen Kenntnissstand eher eine Verbesserung von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und allen, die urheberrechtlich geschützte Dinge produzieren.


      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
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      Oscar Albert Wolters schrieb:

      Ich fürchte, dass es weniger an den Programmierer*innen scheitert, sondern viel mehr an der nicht vorhandenen Datenbasis, die alle Eventualitäten berücksichtigen kann. Ich kenne es selbst von Plagiatsoftware, die an Universitäten zur Prüfung von Abschlußarbeiten usw. genutzt werden - dies findet zwar einiges, aber eben auch nur das, was explizit im System aufgenommen wurde. Wenn dann noch die Besonderheit entsteht, dass bei gewissen Themen Sequenzen gezeigt werden dürfen, an anderer Stelle aber nicht, ist es für das Programm enorm schwer, dies zu ermitteln und alle Daten in einem System zu sammeln.
      Grundsätzlich würde mich aber mal interessieren, was genau die Bedenen der Kritiker wie Kraftherz und Co sind. Ich lese bislang immer nur "Es könnte dies einschränken" und "es könnte das einschränken". Ich lese bisher aber wenig, was genau es einschränken könnte und weshalb. Ebenso vernehme ich den Protest in erster Linie von dieser YT-Generation, die dort vollkommen unreflektiert einfordert, dass irgendwelche YTer Content wie wild nutzen, damit Geld machen und dies nicht vergüten oder kennzeichnen, woher der Content stammt. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Vielleicht muss man erst selbst etwas erschaffen haben, was vom Urheberrecht geschützt wird, bevor man sich da anders positioniert. Ich sehe zumindest nach meinem aktuellen Kenntnissstand eher eine Verbesserung von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und allen, die urheberrechtlich geschützte Dinge produzieren.
      Die Software für unsere VWA dreht immer durch weil seltsamerweise jeder die fast gleiche eidesstattliche Erklärung hat :D