Ich-Entwicklung | Grüne sind tatsächlich die besseren Menschen

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    • Sophie Bloomberg schrieb:

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Nope, das ist der Typische-Strawman, den Theisten immer gerne bauen, um Atheismus als "widerlegbar" darzustellen, Atheismus stellt aber keine eigene Behauptung auf, sondern ist schlicht die 0-Hypothese zum Theismus, Theisten Behaupten es gibt einen Gott, Atheisten lehnen diese Behauptung mangels Beweisbarkeit ab und stellen damit die "Default-Position" dar, der Atheismus hat keinen eigenen Claim den man beweisen müsste, wir lehnen eben nur euren ab.
      Nein, das ist falsch.
      Es gibt Theisten, die behaupten zu wissen, dass einen Gott gibt. Das sind aber keine Gläubigen mehr in Wirklichkeit, sondern sie meinen ja etwas zu wissen. Das ist Unsinn.
      Genauso wie die Sichtweise Unsinn ist, zu wissen, dass es keinen Gott gibt, die du offenbar vertrittst^^

      Man kann nur an die Existenz von etwas Göttlichem glauben oder nicht glauben. Ein Wissen gibt es dazu nicht.

      Das was meinst du meinst nennt sich Angostiker. Der Agnostizismus ist mit sowohl mit dem Theismus und als auch mit dem Atheismus vereinbar. Ich bin selbst agnostisch und glaube an etwas Göttliches. Aber ich meine es halt nicht zu wissen^^

      Wenn du es so willst ist der Agnostizisismus die 0-Hypothese "Man kann es nicht beweisen, weder die Existenz noch die Nicht-Existenz."

      Der Atheismus sagt, dass es keinen Gott gibt.
      Und der Theismus sagt, dass es einen Gott gibt.

      Radikale Atheisten meinen das zu wissen, dass es keinen Gott gibt.
      Radikale Theisten meinen zu wissen, dass es einen Gott gibt.
      Ich find das immer so lustig, wenn Gläubige versuchen einem Atheisten zu erklären, woran er glaubt. Das ist nicht nur Anmaßend sondern auch respektlos der Person gegenüber, ich weiß ja wohl am besten woran ich glaube und woran nicht, selbiges gilt für andere Atheisten und die meisten glauben an gar nichts, auch nicht daran dass es keinen Gott gibt, wir lehnen Schlicht die These ab, das es einen gibt.

      Ich vertrete diese Sichtweise eben nicht, genau das ist das Problem an Theisten und der Grund, warum viele Atheisten und Agnostiker zu Antitheisten werden, Ihr könnt einfach nicht verstehen, dass wir keinem aktiven Glauben folgen und dass wir auch nichts beweisen müssen. Wir lehnen eure These ab, nicht mehr und nicht weniger, die Beweisschuld liegt bei euch und ihr könnt sie eben nicht erbringen, sonst gäbe es keine Atheisten.

      Richtig und wir glauben nicht daran, heißt wir lehnen diese These ab, wir stellen aber selbst keine These auf, egal wie oft ihr das noch behaupten wollt.

      Falsch, Agonstizismus und Atheismus liegt nicht im selben Spektrum, das eine beschäftigt sich mit der Frage, ob man die These unterstützt, dass es einen Gott gibt:
      Theismus- Atheismus- Antitheismus (ja- wir lehnen die These ab- Wir stellen die These auf, dass es keinen Gott gibt)

      Und der Frage, ob man diese These als beweisbar erachtet oder nicht:
      Gnostizismus-Agnostizismus (ja- nein)

      Die Null Hypothese ist, wenn man beide Spektren in Betracht zieht:
      Agnostischer Atheismus (Ich lehne die These ab, da sie nicht beweisbar ist)
      Einen Gnostischen Atheismus gibt es nicht, da es unsinnig wäre, eine These abzulehnen, wenn man der Meinung ist, das sie Beweisbar ist.

      Das ist leider immer noch falsch, Atheismus ist nicht Antitheismus

      Die Atheisten lehnen lediglich eure These ab, wir stellen keine eigene auf.
      Antitheisten stellen die These auf, dass es keinen Gott gibt.

      Gnostische Antitheisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es keinen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
      Gnostische Theisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es einen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
    • Sophia Binz schrieb:

      Den Artikel hab ich gestern auch gelesen und fand ihn super interessant. Jedoch fällt es mir selbst sehr schwer mich einer dieser Stufen zuzuordnen, irgendwie hat man das Gefühl aus jeder dieser sog. Entwicklungsstufen ein paar wichtige Eigenschaften zu haben.

      Die Schlussfolgerung des Artikels zur Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahrzehnte und für die Zukunft fand ich sehr sehr spannend und kann mir das auch gut vorstellen, das sich unsere Gesellschaft in einem solchen Wandel befindet, der allerdings auch Gefahren mit sich bringt, wie der Artikel ebenfalls deutlich macht. Am Fortschritt kann eine Gesellschaft auch zerbrechen, gerade wenn es noch sehr viele Menschen mit autoritären Denkmustern gibt.
      wer sagt das ein autoritätes denkmuster schlecht sein muss?
      zur info ich hab LRS.
    • Sebastian Fichtler schrieb:

      Sophie Bloomberg schrieb:

      Sebastian Fichtler schrieb:

      Was ich spannend finde sind ja Überschneidungen zwischen Entwicklungen und eine etwaige Anwendung auf verschiedene Regionen der Welt über die gesamte Menschheitsgeschichte. Das wäre interessant Einstellung interdisziplinär zu untersuchen.
      Wie meinst du das konkret?
      Na ja. Geht man von einer Entwicklung aus, die gerade stattfindet läge es ja nahe, dass man die Existenz und Intensität der Theorie auch in anderen Zeitepochen oder im Verlauf der letzten dreihundert Jahre untersuchen könnte, weil sich in diesem Zeitraum einigermaßen gut dokumnetiert Haltungen und Positionen untersuchen ließen. Parallel dazu kann man die Studie und den Zeitverlauf auch im außereuopäischen Bereich durchführen und schauen wie sich Werte und Haltungen bspw. in Asien entwicklen und und entwickelt haben.
      Ja wäre durchaus interessant. Ich finde die Theorie, zumindest in der Auslegung des SPIEGEL-Autors halt selstsam, weil die Welt ja auf Narrativen geradezu aufbaut.

      Der SPIEGEL-Autor sagt ja zum Beispiel, dass die Abkehr vom Leistungsideal für ein höher entwickeltes Ich steht. Mir fällt es halt schwer das nachzuvollziehen, weil für mich die Korrealation zum Wohlstand sehr viel logischer ist.
      Warum sollte beispielsweise in einer Gesellschaft des Überflusses, in der Roboter und Künstliche Intelligenz die meisten Aufgaben übernehmen, das Leistungsideal noch sinnstiftend sein?
      Das bedeutet in meinen Augen nicht, dass unser persönliches Ich eine neue Stufe erreicht hat. Es bedeutet in meinen Augen, dass unser Wohlstand und unsere Technologien eine neue Stufe erreicht haben. In Gesellschaft in denen Roboter diese Aufgaben noch nicht übernommen haben würde, würde das Leistungsideal nachwievor extrem relevant sein, weil ohne Leistung eben kein Überleben, Wohlstand und technologischer Fortschritt möglich wäre.
      Dass diese Gesellschaft dann aber aus Menschen besteht, die ein niedrigere Ich-Stufe haben, als die in der Roboter-Gesellschaft erschließt sich mir nicht.

      Also ich finde diese Stufen zwar interessant würde aber nie die Schlüsse ziehen, die der SPIEGEL-Autor zieht.
      Ich fänd zum Beispiel den Intelligenzquotienten wesentlich naheliegender als Einflussfaktor für die Ich-Entwicklung, weil diese ja Selbstreflexion, Umweltreflexion etc. fördert, würde ich jetzt mal annehmen. Und die Intellegenz dürfte in allen Gesellschaften ähnlich verteilt sein, würde ich sagen.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Sophie Bloomberg schrieb:

      @Niclas Liebknecht
      Vielleicht solltest du dir mal die Defintion von Atheismus durchlesen.
      Na ja. Es gibt ja auch nicht "den Atheismus", insofern hat Niclas da schon recht. Es gibt mehrere Grundrichtungen und insofern können die jeweiligen Vorstellungen davon schon stark abweichen, genauso wie mein Theismus sehr stark Elemente vom Deismus hat. Das ist um mal eine Brücke zum eigentlichen Threadthema zu schlagen, sehr individuell und nur schwer schablonenhaft festzustellen.
      -Bundesinnenminister-
      -liberaler Sozialliberaler-
      "Dass so wenige sich trauen, exzentrisch zu sein, markiert die Hauptgefahr der Zeit." (John Stuart Mill)
    • Niclas Liebknecht schrieb:

      Ich find das immer so lustig, wenn Gläubige versuchen einem Atheisten zu erklären, woran er glaubt. Das ist nicht nur Anmaßend sondern auch respektlos der Person gegenüber, ich weiß ja wohl am besten woran ich glaube und woran nicht, selbiges gilt für andere Atheisten und die meisten glauben an gar nichts, auch nicht daran dass es keinen Gott gibt, wir lehnen Schlicht die These ab, das es einen gibt.
      Glaube ist etwas ganz persönliches. Niemand kann festlegen, wer an was glaubt. Es gibt da auch kein Falsch oder Richtig, wenn es um etwas Göttliches geht.
      Ich erkläre dir auch nicht, an was du glaubst, sondern ich beschreibe, was Atheismus, Agnostizismus und Theismus ist.

      Wenn du die These ablehnst, dass es einen Gott gibt, dann bist du ein Atheist, aber kein Agnostiker, weil ein Agnostiker beide Thesen zulässt. Die These dass es einen Gott gibt ist legitim, aber auch die These dass es keinen gibt. Beide Thesen sind für einen Angonstiker möglich, weil halt weder Existenz noch Nicht-Existenz bewiesen sind.
      Ein Agnostiker kann sowohl an Gott glauben als auch an die Nicht-Existenz von Gott. Er ist sich nur halt bewusst, dass es nicht bewiesen ist. Deswegen ist der Agnostizismus mit dem Theismus und dem Atheismus vereinbar. Das kannst du überalle nachlesen^^

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Ich vertrete diese Sichtweise eben nicht, genau das ist das Problem an Theisten und der Grund, warum viele Atheisten und Agnostiker zu Antitheisten werden, Ihr könnt einfach nicht verstehen, dass wir keinem aktiven Glauben folgen und dass wir auch nichts beweisen müssen. Wir lehnen eure These ab, nicht mehr und nicht weniger, die Beweisschuld liegt bei euch und ihr könnt sie eben nicht erbringen, sonst gäbe es keine Atheisten.
      Wieso liegt die Beweisschuld bei uns? Wir glauben an einen Gott. Glaube ist nicht Wissen. Wenn ich an Gott glaube, sage ich damit nicht, dass ich weiß, dass es ihn gibt.

      Wenn du sagst, dass die These nicht zulässig ist, dass es einen Gott gibt, dann muss das begründen. Versuch dich mal daran. Es wird dir nicht gelingen.
      Es ist genauso schwachsinnig von einem Atheisten den Beweis einzufordern, dass es keinen Gott gibt. Das ist halt ein Glaube. Nicht beweisbar.

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Richtig und wir glauben nicht daran, heißt wir lehnen diese These ab, wir stellen aber selbst keine These auf, egal wie oft ihr das noch behaupten wollt.
      Wenn du keine These aufstellst, bist du Agnostiker. Du lässt die Frage offen. Dann kannst du aber nicht die These ablehnen, dass es einen Gott gibt, weil das impliziert ja dann, dass du von der Nichtexistenz-Gottes ausgehst, was wiederum eine These ist.

      Wenn du Agonstiker bist ohne These bezüglich der Existenz oder Nichtexistenz von Gott, dann kannst du nicht die These von Theisten ablehnen aber nicht die These von Atheisten. Das macht keinen logischen Sinn.

      Also niemand schreibt dir vor an was du glaubst, aber man darf dir trotzdem sagen, wenn du dich begrifflich in der Hinsicht falsch beschreibst^^

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Falsch, Agonstizismus und Atheismus liegt nicht im selben Spektrum, das eine beschäftigt sich mit der Frage, ob man die These unterstützt, dass es einen Gott gibt:
      Theismus- Atheismus- Antitheismus (ja- wir lehnen die These ab- Wir stellen die These auf, dass es keinen Gott gibt)
      Nein, Antitheismus ist Theismus-Feindlichkeit. Ein Antitheist findet Glauben an Gott schädlich und schlimm etc. Ein Atheist stellt auch schon die These auf, dass es keinen Gott gibt. Das was dazwischen liegt ist der Agnostizizismus.

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Und der Frage, ob man diese These als beweisbar erachtet oder nicht:
      Gnostizismus-Agnostizismus (ja- nein)
      Ich habe jetzt mal Gnostizismus gegoggelt und kann dir da nicht zustimmen. Der Gnostizismus ist nach meiner Google-Recherche eine eigene Glaubensrichtung, die im 2. und 3. Jahrhundert verbreitet war vor allem.
      Der Gnostizismus ist nicht der Gegenbegriff zum Angnostizismus.

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Die Null Hypothese ist, wenn man beide Spektren in Betracht zieht:
      Agnostischer Atheismus (Ich lehne die These ab, da sie nicht beweisbar ist)
      Einen Gnostischen Atheismus gibt es nicht, da es unsinnig wäre, eine These abzulehnen, wenn man der Meinung ist, das sie Beweisbar ist.
      Wie kann man eine These ablehnen, wenn sie nicht bewiesen ist und das Gegenteil auch nicht? Das macht keinen logischen Sinn. Das Wort These beinhaltet doch, dass sie noch nicht bewiesen ist. Sonst wäre es keine These mehr sondern ein Fakt.

      Es macht keinen logischen Sinn eine These abzulehnen, wenn man keine Gegenbeweise oder Gegenthese hat.
      Deswegen lässt ein Agnostiker ja die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht. Er hält beide Thesen für möglich.

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Gnostische Antitheisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es keinen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
      Gnostische Theisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es einen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
      Ich muss sagen, dass ich von beiden Begriffen noch nie gehört habe. Es macht in meinen Augen auch keinen Sinn. Denn sobald Gottes Existenz bewiesen wäre, wäre es kein Glaube mehr, sondern ein Faktum.
      Genauso wenn die Nicht-Existenz Gottes bewiesen wäre, auch dann könnte es keinen Glauben mehr geben in der Hinsicht.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sophie Bloomberg ()

    • Sebastian Fichtler schrieb:

      Sophie Bloomberg schrieb:

      @Niclas Liebknecht
      Vielleicht solltest du dir mal die Defintion von Atheismus durchlesen.
      Na ja. Es gibt ja auch nicht "den Atheismus", insofern hat Niclas da schon recht. Es gibt mehrere Grundrichtungen und insofern können die jeweiligen Vorstellungen davon schon stark abweichen, genauso wie mein Theismus sehr stark Elemente vom Deismus hat. Das ist um mal eine Brücke zum eigentlichen Threadthema zu schlagen, sehr individuell und nur schwer schablonenhaft festzustellen.
      Natürlich gibt es nicht den Atheismus. Es gibt agnostische Atheisten, es gibt antitehistische Atheisten usw.. Er behauptet ja, dass der Atheismus das ist was man Agnostizismus nennt. Dabei kann ein Agnostiker ja trotzdem glauben.^^
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Sophie Bloomberg schrieb:

      @Niclas Liebknecht
      Vielleicht solltest du dir mal die Defintion von Atheismus durchlesen.
      Welche Denn?- Es gibt zig tausende und jede sagt etwas anderes, nur weil du eine Gefunden hast, die dir Recht gibt, heißt das noch lange nicht, das diese universell gültig ist

      Hier ist zum Beispiel eine sehr gute Erklärung des Atheismus, die genau wiedergibt, was ich hier erklärt habe und auch begründet, warum viele Definitionen unpassend sind: dittmar-online.net/unglaublicher-glauben/atheismus.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Niclas Liebknecht ()

    • Sophie Bloomberg schrieb:

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Ich find das immer so lustig, wenn Gläubige versuchen einem Atheisten zu erklären, woran er glaubt. Das ist nicht nur Anmaßend sondern auch respektlos der Person gegenüber, ich weiß ja wohl am besten woran ich glaube und woran nicht, selbiges gilt für andere Atheisten und die meisten glauben an gar nichts, auch nicht daran dass es keinen Gott gibt, wir lehnen Schlicht die These ab, das es einen gibt.
      Glaube ist etwas ganz persönliches. Niemand kann festlegen, wer an was glaubt. Es gibt da auch kein Falsch oder Richtig, wenn es um etwas Göttliches geht.Ich erkläre dir auch nicht, an was du glaubst, sondern ich beschreibe, was Atheismus, Agnostizismus und Theismus ist.

      Wenn du die These ablehnst, dass es einen Gott gibt, dann bist du ein Atheist, aber kein Agnostiker, weil ein Agnostiker beide Thesen zulässt. Die These dass es einen Gott gibt ist legitim, aber auch die These dass es keinen gibt. Beide Thesen sind für einen Angonstiker möglich, weil halt weder Existenz noch Nicht-Existenz bewiesen sind.
      Ein Agnostiker kann sowohl an Gott glauben als auch an die Nicht-Existenz von Gott. Er ist sich nur halt bewusst, dass es nicht bewiesen ist. Deswegen ist der Agnostizismus mit dem Theismus und dem Atheismus vereinbar. Das kannst du überalle nachlesen^^
      Wie gesagt, Agnostizismus bewegt sich in einem völlig anderen Spektrum, ein Agnostiker ist nur der Überzeugung, das er nicht "Wissen" kann, ob es einen Gott gibt oder nicht, das heißt noch lange nicht, dass er an einen Gott glaubt, natürlich gibt es Agnostiker in beiden Gruppen, nichts anderes habe ich behauptet.

      Ich lehne diese These ab, also ich glaube nicht an Gott, trotzdem bin ich Agnostiker, da ich der Meinung bin, dass man für einen Gott, ob er nun existiert oder nicht, keine Beweise vorbringen kann. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber die Aussage, dass der Atheismus selbst eine These aufstellen würde ist noch immer falsch. Wir lehnen Eure These ab, nicht mehr und nicht weniger.


      Sophie Bloomberg schrieb:


      Wieso liegt die Beweisschuld bei uns? Wir glauben an einen Gott. Glaube ist nicht Wissen. Wenn ich an Gott glaube, sage ich damit nicht, dass ich weiß, dass es ihn gibt.
      Wenn du sagst, dass die These nicht zulässig ist, dass es einen Gott gibt, dann muss das begründen. Versuch dich mal daran. Es wird dir nicht gelingen.
      Es ist genauso schwachsinnig von einem Atheisten den Beweis einzufordern, dass es keinen Gott gibt. Das ist halt ein Glaube. Nicht beweisbar.
      Die Beweisschuld liegt aus wissenschaftlicher Sicht auf der Seite, die eine These aufstellt, ob ihr euch selbst etwas beweisen müsst um zu glauben oder nicht, hat damit erst mal gar nichts zu tun.

      Ich habe nicht behauptet, dass die These nicht zulässig ist, sondern dass ich die These persönlich ablehne. Da die Ablehnung einer nicht bewiesenen These, auch bekannt als 0-Hypothese, die "Default-Position" ist, liegt die Beweislast bei der Person oder Gruppe, welche die These aufgestellt hat.

      Wir fordern keinen Beweis für die Existenz dieses Gottes, wir glauben nicht daran, weil es keine Beweise gibt. Wenn uns jemand konvertieren wollte, müsste diese Person beweise vorbringen, ansonsten nicht.
      Die Ablehnung einer These muss nicht begründet werden, solange man keine eigene These aufstellt.


      Sophie Bloomberg schrieb:


      Niclas Liebknecht schrieb:

      Richtig und wir glauben nicht daran, heißt wir lehnen diese These ab, wir stellen aber selbst keine These auf, egal wie oft ihr das noch behaupten wollt.
      Wenn du keine These aufstellst, bist du Agnostiker. Du lässt die Frage offen. Dann kannst du aber nicht die These ablehnen, dass es einen Gott gibt, weil das impliziert ja dann, dass du von der Nichtexistenz-Gottes ausgehst, was wiederum eine These ist.
      Wenn du Agonstiker bist ohne These bezüglich der Existenz oder Nichtexistenz von Gott, dann kannst du nicht die These von Theisten ablehnen aber nicht die These von Atheisten. Das macht keinen logischen Sinn.

      Also niemand schreibt dir vor an was du glaubst, aber man darf dir trotzdem sagen, wenn du dich begrifflich in der Hinsicht falsch beschreibst^^
      Nein, Antitheismus ist Theismus-Feindlichkeit. Ein Antitheist findet Glauben an Gott schädlich und schlimm etc. Ein Atheist stellt auch schon die These auf, dass es keinen Gott gibt. Das was dazwischen liegt ist der Agnostizizismus.
      Falsch... in allen drei Punkten...

      Agnostiker befinden sich in einem anderen Spektrum, hier geht es nicht um Beweisbarkeit, sondern um Glauben, also versuch bitte das in Zukunft nicht mehr zu vermischen.

      Eine These Abzulehnen ist nicht automatisch eine eigene These, weder in der Wissenschaft noch in der Philosophie. Wenn ein Wissenschaftler eine neue These aufstellt, wird diese Grundsätzlich erst mal als falsch angenommen, das nennt man 0-Hypothese, dabei handelt es sich weder um eine eigene These, noch muss diese bewiesen werden, immerhin ist es der Status Quo. Schafft es besagter Wissenschaftler, mehrere Experimentelle und Rechnerische Belege für seine These zu liefern, wird diese zumindest akzeptiert, trotzdem bleibt auch dann die 0-Hypothese noch die "Default Position", wird auch nur ein einziger Gegenbeleg zur These gefunden, wird sie verworfen.

      Als Agnostiker kann ich die sowohl die These der Theisten als auch die der Antitheisten ablehnen, dass macht mich dann zum Atheisten, da ich als Agnostiker nur der Meinung bin, dass die Existenz eines Gottes nicht bewiesen werden kann, ich kann aber auch einer der beiden Thesen zustimmen. Es gibt Agnostische Theisten und Agnostische Antitheisten, es schließt sich nicht aus. Atheisten sind ohnehin grundsätzlich Agnostisch, weshalb habe ich ja vorhin begründet.




      Sophie Bloomberg schrieb:




      Niclas Liebknecht schrieb:

      Falsch, Agonstizismus und Atheismus liegt nicht im selben Spektrum, das eine beschäftigt sich mit der Frage, ob man die These unterstützt, dass es einen Gott gibt:
      Theismus- Atheismus- Antitheismus (ja- wir lehnen die These ab- Wir stellen die These auf, dass es keinen Gott gibt)
      Nein, Antitheismus ist Theismus-Feindlichkeit. Ein Antitheist findet Glauben an Gott schädlich und schlimm etc. Ein Atheist stellt auch schon die These auf, dass es keinen Gott gibt. Das was dazwischen liegt ist der Agnostizizismus.


      Und auch das ist immer noch falsch, ein Antitheist stellt eine These auf, was genau die Begründungen für seine Haltung sind, ist dabei irrelevant. Ein Atheist tut nichts anderes als die Null-Hypothese zu akzeptieren und Agnostiker haben mit dem Schema immer noch nichts zu tun.


      Sophie Bloomberg schrieb:


      Niclas Liebknecht schrieb:

      Und der Frage, ob man diese These als beweisbar erachtet oder nicht:
      Gnostizismus-Agnostizismus (ja- nein)
      Ich habe jetzt mal Gnostizismus gegoggelt und kann dir da nicht zustimmen. Der Gnostizismus ist nach meiner Google-Recherche eine eigene Glaubensrichtung, die im 2. und 3. Jahrhundert verbreitet war vor allem.Der Gnostizismus ist nicht der Gegenbegriff zum Angnostizismus.
      Aus Sprachlicher Sicht ist es der Gegenbegriff, das der Begriff Gnostizismus nicht häufig verwendet wird, vor allem nicht in diesem Kontext kann aber gut sein.


      Sophie Bloomberg schrieb:

      .

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Die Null Hypothese ist, wenn man beide Spektren in Betracht zieht:
      Agnostischer Atheismus (Ich lehne die These ab, da sie nicht beweisbar ist)
      Einen Gnostischen Atheismus gibt es nicht, da es unsinnig wäre, eine These abzulehnen, wenn man der Meinung ist, das sie Beweisbar ist.
      Wie kann man eine These ablehnen, wenn sie nicht bewiesen ist und das Gegenteil auch nicht? Das macht keinen logischen Sinn. Das Wort These beinhaltet doch, dass sie noch nicht bewiesen ist. Sonst wäre es keine These mehr sondern ein Fakt.
      Es macht keinen logischen Sinn eine These abzulehnen, wenn man keine Gegenbeweise oder Gegenthese hat.
      Deswegen lässt ein Agnostiker ja die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht. Er hält beide Thesen für möglich.
      Na genau wie das in der Wissenschaft praktiziert wird, die 0-Hypothese ist genau deshalb die Default Position weil etwas noch nicht bewiesen wurde. (Absolute Fakten gibt es in der Wissenschaft übrigens nicht, nur Dinge die [noch] nicht widerlegt wurden)

      Selbstverständlich macht das Sinn. Eine These hat Grundsätzlich den Zweck, ein Lösung für ein gegebenes Problem zu liefern, in diesem Fall ist das Problem eine Konvergenz aus verschiedenen, vor allem philosophischen Fragen, welche noch nicht eindeutig beantwortbar sind, oder es nie sein werden. Die These die durch die Theisten aufgestellt wurde ist folgende: Es gibt einen, oder mehrere Omnipotenten, Gottheit(en), der oder die auf alle diese ungeklärten Fragen eine Antwort bietet.

      Einige Menschen sind der Meinung, die Natur würde Beweise dafür liefern und deshalb glauben sie an diese These (Gnostische Theisten)
      Andere sind der Meinung, dass es niemals möglich sein wird, Beweise für diese These zu finden und glauben trotzdem daran (Agnostische Theisten)
      Wieder andere sind der Meinung, dass es niemals möglich sein wird, Beweise für diese These zu finden und glauben nicht daran (Atheisten)
      Wieder andere sind der Meinung, dass es niemals möglich sein wird, Beweise für diese These zu finden, glauben aber daran, dass es keinen Gott gibt (Agostische Antitheisten)
      Und wieder andere glauben daran, dass es definitiv keinen Gott gibt und diese These auch beweisbar ist (Gnostische Antitheisten)



      Sophie Bloomberg schrieb:

      .

      Niclas Liebknecht schrieb:

      Gnostische Antitheisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es keinen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
      Gnostische Theisten sind der Meinung, sie könnten Beweisen dass es einen Gott gibt (bzw. es wäre schon bewiesen worden)
      Ich muss sagen, dass ich von beiden Begriffen noch nie gehört habe. Es macht in meinen Augen auch keinen Sinn. Denn sobald Gottes Existenz bewiesen wäre, wäre es kein Glaube mehr, sondern ein Faktum.Genauso wenn die Nicht-Existenz Gottes bewiesen wäre, auch dann könnte es keinen Glauben mehr geben in der Hinsicht.
      Aus der Sicht dieser Menschen ist es ja jeweils ein Fakt und kein Glaube, aber beide Gruppen sind klare Minderheiten und deren Beweisführungen werden auch von den meisten Menschen außerhalb nicht anerkannt
    • @Topic:

      Alleine der Begriff Entwicklung in Verbindung mit der Skalierung schafft eine Rangfolge, die ich so nicht unterstützen kann. "Höherentwickelte" postulierte Denkweisen formen letztendlichen einen "höherentwickelten" Menschen. Da kann der Autor gerne behaupten, dass es nicht abstufend gemeint ist. Es ist es aber. Er hätte sich lieber Buchstaben heranziehen sollen. Außerdem finde ich, dass mit den Sinusmillieus auch deutlich mehr zu erklären ist. Gerade auch in Verbindung mit der Maslow'schen Pyramide.

      Sozioökonomisch schlechter gestellte Menschen haben weniger den Drang zur (unerreichbaren) Transzendenz, weil andere Bedürfnisse noch nicht befriedigt werden konnten. Die Selbstverwirklichung, betrachtet als eine Stufe der Bedürfnispyramide, wie sie die Grünen ja gerne anstreben, ist für Besserverdiener möglich. Und in der Tat deckt sich das Wählerklientel der Grünen auch eher mit Besserverdienern.