Townhall Meeting mit Simon von Zerminig und Paul von Habeck in Zwickau

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    • betritt den Mittelpunkt des Saals und hört andächtig der Musik zu




      Liebe Bürgerinnen und Bürger,

      man ist, was man isst. Wenn man nach diesem Sprichwort gehen würde, dann würden wir auf vier Beinen laufen, ein Fell haben und große Reißzähne haben. Merken Sie, dass etwas nicht stimmt? Ich spreche über eines der wohl kontroversesten Lebensmittel – Fleisch. Nun haben wir Grünen natürlich den ehrbaren Ruf der Fleischhasser-Partei, doch so einfach ist es nicht. Klar ist, dass wir unseren Fleischkonsum einschränken sollten, nicht nur weil es Tier und Klima hilft, auch für unsere eigene Gesundheit. 500 g Fleisch sollte man maximal pro Woche essen. Der Durchschnitt isst in Deutschland doppelt so viel. Es gibt natürlich Grund zur Hoffnung, wenn über die Hälfte der Deutschen angeben, im neuen Jahr weniger Fleisch essen zu wollen. Wir wissen jedoch leider alle genauso gut, wie das mit den Vorsätzen so ist.

      Lassen Sie mich kurz versuchen, Sie davon zu überzeugen, diesen Vorsatz unbedingt einzuhalten. Im Vergleich zum Fitnessstudio ist es ein Vorsatz, der mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden ist. Die Wurstschnitte durch eine Käsebemme zu ersetzen, erfordert keine große Kunst. Sie senken Ihr Risiko für Krebserkrankungen und Herzinfarkte, nehmen weniger gesättigte Fettsäuren zu sich und decken trotzdem noch ihren Nährstoffhaushalt ab.
      Damit habe ich immerhin das Klischee der Besserwisser-Partei bestätigt.

      Schmunzeln im Publikum

      Politik hat viele Funktionen, belehren sollte sie nicht, sie sollte überzeugen, Möglichkeiten aufzeigen und gute Lösungen fördern. Das habe ich gerade versucht. Wir Grünen verlangen nicht, dass jede und jeder VegetarierIn wird. Wir verpflichten auch niemandem, seinen oder ihren Fleischkonsum zu verringern. Wir müssen denjenigen helfen, welche dazu bereit sind. Wir Grüne wollen den verantwortungsvollen Fleischkonsum fördern.

      Dazu zählt natürlich den Fleischkonsum zu verringern. Wir würden den Welthunger bekämpfen, weil über die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche für die Tierhaltung genutzt wird. Wir könnten die Regenwaldabholzung verhindern, weil weniger Bäume für Tierfutter abgeholzt werden müssten. Das ist machbar und dafür stehen wir Grünen.



      Wir wollen aus der industriellen Massentierhaltung aussteigen, denn das beendet nicht nur das Tierleid, sondern es hilft Familienbetrieben, die Fleisch in guter Qualität herstellen und so nicht mehr dem Preisdruck der Massenware ausgesetzt sind. Sachsen geht da mit gutem Beispiel voran. Wir wollen zudem maximale Aufklärung der Verbraucher erreichen. Es gibt das erfolgreiche Modell der Kennzeichnung der Eier, das wollen wir auf Fleisch übertragen. Es muss einen Haltungskompass für jedes Stück Fleisch und jede Wurstware im Land geben. Wir brauchen einen verantwortungsvollen Fleischkonsum!

      Dazu gehört auch, dass wir verantwortungsbewusst mit unseren Lebensmitteln umgehen. Supermärkte und größere Geschäfte und Einrichtungen sollen einen Cent pro entsorgtem Kilo bezahlen müssen, wenn sie es nicht an Tafeln oder andere soziale Einrichtungen spenden. Unser Vorbild ist hierfür Tschechien. Es ist diesen Schritt gegeangen und wir tun gut daran, wenn wir diesem Beispiel folgen.

      Grün bedeutet Verantwortung. Verantwortung für unsere Gesundheit, für Tiere und für unsere Erde zu übernehmen. Wir übernehmen diese gern und wollen uns im Bundestag dafür einsetzen und auch Deutschland in Zukunft nach vorn bringen, denn Grün bewegt Deutschland!

      Am Sonntag Grün wählen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Paul von Habeck ()


    • Liebe Wählerinnen und Wähler,werte Anwesende,

      Danke Paul, "This is the fight song ", ja wir kämpfen auch und wir kämpfen für eine gute Zukunft.
      Ich freue mich heute hier In Sachsen sein zu können, wo wir grüne auch regieren, mit unsrem Paul von Habeck, und wir auch zeigen was wir bewegen können und wollen.


      Egal, ob Kinder in Hamburg, in München oder in der Uckermark aufwachsen, egal ob hier geboren oder neu in Deutschland, egal, ob mit Geschwistern oder als Einzelkind – alle Kinder habendie Chance auf ein gutes Aufwachsen verdient.
      Einen entscheidenden Beitrag hierzu leisten gute Kitas.
      Deshalb gehört in die Einrichtungen, denen wir unsere Kleinsten anvertrauen, Spitzenqualität.
      Doch die Realität sieht oft anders aus.
      Und das noch größere Manko dabei ist, uns fehlen die Plätze, dieserMangel an Kitaplätzen muss gestoppt werden!
      Das ist ein Zustand, der von uns Grünen so schnell wie möglich geändert werden will.
      Ein Qualitätsentwicklungsgesetz für die Kindertagesbetreuung auf den Weg zu bringen,erachte ich auch als wichtig und notwendig an.

      Unser Programm zur Wahl enthält auch eine nachhaltige Senkung der Auto-Abgase für saubere Luft in unseren Städten.
      Wir Grüne wollen aber nicht, dass Fahrverbote auf Kosten der Autofahrer verhängt werden.
      Wir fordern, dass alle grenzwertüberschreitenden Kraftfahrzeuge auf Kosten der Autoindustrie Hardwarenachrüstungen erfahren müssen, denn auch hier muss das Verursacherprinzip gelten. Hier suchen wir die Verantwortung nicht beim Verbraucher, sondern beim Hersteller der Autos.
      Die einen tun so, als ob sie Grenzwerte einhalten würden, und die anderen tun so, als ob sie die Grenzwerte kontrollieren würden; dann hofft man, dass das unentdeckt bleibt und dass dieses Geschäftsmodell immer weitergeht.
      Das Problem ist nur: In Amerika hat die Umweltbehörde kontrolliert und festgestellt, dass beim Diesel betrogen wurde.
      Ich sage ganz klar, die Dieselfahrzeuge müssen sauber, nachprüfbar und finanziert von der deutschen Automobilindustrie, die das Problem schließlich verursacht hat, nachgerüstet werden.

      Die Digitalisierung ist natürlich auch sehr eng verbunden mit der Bildung, und die Schulen müssen auch ausgerüstet werden für die Zukunft, zudem muss aber auch das Lehrpersonal eine gewisse Fachkompetenz aufweisen, für die Digitalisierung.
      Sie brauchen selbst Fortbildungskurse,und dafür wollen wir uns im Bundestag einsetzen.
      Unsre Kinder müssen in den Schulen einen guten Umgang erlenen, aber dies geht nicht ohne entsprechende Kompetenz und Fachwissen vonseiten der Lehrer.

      Es freut mich, dass Europa in diesem Wahlkampf so eine tragende, ja große Rolle einnimmt.
      Wir Grüne sind mit Leib und Seele, mit all unser Kraft, mehr als überzeugte Europäer.
      Wir sind eine treibende Kraft und unser Europa ist auch eine treibende Kraft, welche reformiert werden soll und weiterentwickelt werden soll, dafür arbeite ich und dafür arbeiten wir.



      Auch hier aus Sachsen soll die Bewegung ausgehen, bewegen sie mit, am Sonntag mit Erst und Zweitstimme Grün wählen,für eine grüne, offene und europäische Zukunft.
    • @Paul von Habeck
      Ich habe mal eben Ihre Beiträge durchgeschaut. Sie gendern sonst nie. Wie kommen Sie darauf, ausgrechnet auf dem Wahlzettel als Bundeswahlleiter zu gendern?
      Der Wahlzettel ist jawohl der eindeutig falsche Ort, um ein politisches Statement zu setzen. Das nächste Mal dann bitte einfach direkt Wahlslogans der Grünen Partei auf den Wahlzettel schreiben.

      Demokratie zu verstehen ist manchmal schon schwer... :rolleyes:
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Sophie Bloomberg schrieb:

      @Paul von Habeck
      Ich habe mal eben Ihre Beiträge durchgeschaut. Sie gendern sonst nie. Wie kommen Sie darauf, ausgrechnet auf dem Wahlzettel als Bundeswahlleiter zu gendern?
      Der Wahlzettel ist jawohl der eindeutig falsche Ort, um ein politisches Statement zu setzen. Das nächste Mal dann bitte einfach direkt Wahlslogans der Grünen Partei auf den Wahlzettel schreiben.

      Demokratie zu verstehen ist manchmal schon schwer... :rolleyes:
      Das liegt daran, dass ich die Gleichberechtigung von Mann und Frau für eine Selbstverständlichkeit halte. Für mich hat das nichts mit irgendeiner politischen Ideologie zu tun. Es gibt verschiedene Arten, diese Gleichberechtigung, wie zB. in der Rede oder auf dem Wahlzettel auszudrücken.

      Bis jetzt sind Sie die einzige Person, welche sich künstlich darüber aufregt. Ich kann Ihre Meinung auch nicht nachvollziehen. Ich schätze unsere BürgerInnen so ein, dass sie ihre Wahlentscheidung nicht von einer Schreibweise abhängig machen. Wenn man nach Ihrer Theorie mit der Ideologie gehen würde, dann würden diejenigen, die diesen Schreibstil unterstützen sowieso linke Parteien wählen und diejenigen, welche dies ablehnen, dann anscheinend Ihre Partei. Also ich sehe darin kein Problem. Wenn Sie jedoch alles wie früher haben wollen, dann können Sie sich nächstets Mal für das Amt des Bundeswahlleiters bewerben.
    • Paul von Habeck schrieb:

      Das liegt daran, dass ich die Gleichberechtigung von Mann und Frau für eine Selbstverständlichkeit halte. Für mich hat das nichts mit irgendeiner politischen Ideologie zu tun. Es gibt verschiedene Arten, diese Gleichberechtigung, wie zB. in der Rede oder auf dem Wahlzettel auszudrücken.
      Der Wahlzettel ist aber keine Rede. Was ist daran nicht zu verstehen?

      In einer politischen Rede können Sie gendern. Seltsamerweise tun Sie das dort aber nicht. Ein Wahlzetter muss politisch neutral sein.

      Wenn ich einen Artikel oder eine Rede lese, in der gegendert wird, dann weiß man automatisch, dass der Verfasser mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus dem linken Spektrum kommt.

      Genauso ist es mit einem Wahlzettel, auf dem gegendert wird. Man weiß, dass der Verfasser ein links denkender Mensch ist.

      Wenn ich im RL dagegen zur Wahl gehe und den Wahlzettel lese und ankreuze, dann ist ein Rückschluss auf die politische Einstellung der Person, die den Wahlzettel eingetippt hat, nicht möglich. Und genau darum geht es: einen neutralen Wahlzettel.

      Eine Rede ist der Ort, wo man politische Statements setzen kann und Forderungen ausdrücken kann. Der Wahlzettel ist dafür der falsche Ort. Dort darf jeder wählen wie er mag: ob konservativ, sozialistisch, linksliberal, rechtsliberal, konservativliberal etc.


      Paul von Habeck schrieb:

      Bis jetzt sind Sie die einzige Person, welche sich künstlich darüber aufregt. Ich kann Ihre Meinung auch nicht nachvollziehen. Ich schätze unsere BürgerInnen so ein, dass sie ihre Wahlentscheidung nicht von einer Schreibweise abhängig machen. Wenn man nach Ihrer Theorie mit der Ideologie gehen würde, dann würden diejenigen, die diesen Schreibstil unterstützen sowieso linke Parteien wählen und diejenigen, welche dies ablehnen, dann anscheinend Ihre Partei. Also ich sehe darin kein Problem. Wenn Sie jedoch alles wie früher haben wollen, dann können Sie sich nächstets Mal für das Amt des Bundeswahlleiters bewerben.
      Zunächst einmal finde ich es daneben, mir künstliche Aufregung zu unterstellen. Hier ist nichts gekünstelt von mir.

      Es gibt ein Urteil im RL, der sich mit einem Gender-Wahlzettel befässt. Das Urteil war, dass Gender-Wahlzettel die Freiheit der Wahl beeinflussen.

      Und Ihre Begründung ist völlig daneben. Damit könnte man auch begründen auf dem Wahlzettel zu schreiben "Für den Kohleausstieg 2030". Die das unterstützen, wählen ja dann ihrer Meinung nach sowieso die Grünen und die das nicht unterstützen wählen dann Ihrer Meinung ja sowieso nicht die Grünen.

      Ein Wahlzettel hat immer politisch neutral zu sein, ohne wenn und aber.
      Ich finde es erstaunlich, dass gerade die Grünen, die sich ja immer als Vorkämpfer der Demokratie darstellen müssen, dann eben solche Prinzipien nicht verstehen, dass die Freiheit der Wahl eben essentiell für eine Demokratie ist.

      Beim nächsten Mal können Sie sich ja überlegen, ob Ihnen das Gender-Statement wichtiger ist oder die Demokratie.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Daniel Binz schrieb:

      Sophie Bloomberg schrieb:

      Demokratie zu verstehen ist manchmal schon schwer... :rolleyes:
      Ja, offenbar für Sie, wie man immer wieder an Ihren Reaktionen merkt. :Pop
      Mir ist die Demokratie halt sehr wichtig.
      Dass Sie als Wahlmanipulateur von Demokratie nicht viel halten, haben wir ja bereits erfahren dürfen.
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Sophie Bloomberg schrieb:



      Paul von Habeck schrieb:

      Bis jetzt sind Sie die einzige Person, welche sich künstlich darüber aufregt. Ich kann Ihre Meinung auch nicht nachvollziehen. Ich schätze unsere BürgerInnen so ein, dass sie ihre Wahlentscheidung nicht von einer Schreibweise abhängig machen. Wenn man nach Ihrer Theorie mit der Ideologie gehen würde, dann würden diejenigen, die diesen Schreibstil unterstützen sowieso linke Parteien wählen und diejenigen, welche dies ablehnen, dann anscheinend Ihre Partei. Also ich sehe darin kein Problem. Wenn Sie jedoch alles wie früher haben wollen, dann können Sie sich nächstets Mal für das Amt des Bundeswahlleiters bewerben.
      Zunächst einmal finde ich es daneben, mir künstliche Aufregung zu unterstellen. Hier ist nichts gekünstelt von mir.
      Nein, wenn es gekünstelt wäre, wäre es nicht ganz so lächerlich