Hedonismus

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    • Hedonismus beschreibt für mich einen stark auf Genussbefriedigung ausgelebten, eher freidenkerischen Lebenssitl, bei der sich die spezielle Individualethik des Hedonisten darauf konzentriert niemanden aktiv zu schaden, ansonsten aber undogmatisch bleibt.
      -Bundesinnenminister-



      "Jeder Mensch besitzt eine aus der Gerechtigkeit entspringende Unverletzlichkeit, die auch im Namen des Wohls der ganzen Gesellschaft nicht aufgehoben werden kann." (John Rawls)
    • Naja, man sollte auf jeden Fall nicht zu hedonistisch leben, da man sonst ganz egoistisch nur sein eigenes Vergnügen auslebt. Wenn man aber nur rein asketisch lebt, ist das auch Schwachsinn, da ich keinen Grund darin sehe, auf jeden Spaß und jedes Vergnügen sinnlos zu verzichten. Man braucht ein Mittelmaß. Man muss nunmal wissen, wann man einfach Spaß haben kann und wann es sinnvoll wäre auf etwas, zum Wohle anderer, zu verzichten. Es ist aber auf jeden Fall wichtig einen Großteil seiner Lust (hier ist nicht nur die sexuelle Lust gemeint, ich hoffe das versteht sich von selbst) auszuleben.
      Linksliberaler Öko

      "Gerechtigkeit ist die erste Tugend sozialer Institutionen." - John Rawls
    • Genießen und Spaß haben kann man und sollte man natürlich das Leben. Der Hedonismus tendiert aber immer in die Richtung, dass einzig und allein der Fokus auf Genuss und Vergnügen liegt. Deswegen find ich den Grundgedanken in dieser Ausprägung dann eher dekadent und verschwenderisch.

      Mir fehlt da einfach auch die Rückssichtnahme und Uneigennützigkeit in der Grundkonzeption, weswegen viele Menschen den Hedonismus ja auch als ausschweifende Genuss- und Vergnügungsphilosophie interpretieren. Es ist eine zum Egoismus tendierende Philopsophie.
      Auch wenn ich Genuss und Spaß mag, ist der Hedonismus mir aufgrund dieser Grundkonzeption halt unsympathisch^^
      Persönliche Angriffe sind die Argumente jener, der über keine Argumente mehr verfügen.
    • Teilweise würde ich mich als einen, von Max Stirner, Wolfi Landstreicher und vielen Anderen beeinflussten, Egoisten bezeichnen. Menschen handeln letzlich, auch bei sogenannten altruistischen Handlungen, für sich selbst. Es gibt Zeiten, in denen Schmerz und Trauer vorteilhaft wirken, und wenn nicht sogar voranbringen kann, weswegen ich das Hedonistische in seinen Grundprinzipien (Vermeidung von Schmerz und Trauer; Maximierung des Genusses und der Glückseligkeit) nur ablehnen kann.

      Auch setzt es ja voraus, zu wissen welcher Lebensstil, Handlungen usw für uns eine Freude bereiten, dabei bin ich eher der Auffassung das viele Dinge die Freude oder Trauer bereiten, mir gar nicht so richtig bewusst sind. Auch kann man nie wirklich fest einschätzen ob eine Handlung für einen nun Freude bereitet und die andere nicht. Mal kann ein Abend mit seinen besten Freunden ein freudiger sein, mal kann er auch schmerzhaft enden. Beim Hedonismus habe ich meist das Gefühl, man schränkt sich damit immer mehr ein und minimiert sein Glück und seine Freude nur dadurch. Schließlich muss man auch aktiv die Augen offen halten, um den Schmerz und das Leid ausweichen zu können. Das führt eher dazu, dass man ein extrem skeptisches (,,Ich bezweifle das mir diese Handlung Freude erbringen kann") Leben führt, solange man natürlich auch wirklich an die Grundprinzipien festhält und jegliche negative Gefühle vermeiden möchte.

      Aber was mich viel eher interessieren würde, ist die Frage ob wir hier auch überzeugte Hedonisten unter uns haben? ^^