Alle wissen immer mehr als ich

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    • Alle wissen immer mehr als ich

      Hey,

      wenn ich meine Allgemeinbildung einschätzen müsste würde ich sagen: sie ist doch ganz gut!
      Allerdings sitze ich bei meiner Arbeit immer oft da und weiß gar nicht genau von was meine
      Kollegen eigentlich gerade reden. Sie tun natürlich immer so als ob man das alles wissen müsste
      (so historische Zusammenhänge oder auch aktuelle Konflikte).

      Natürlich haben alle auch einen ganz tollen Wortschatz..manchmal muss ich auch Wörter nachschauen.
      Ist das schlimm? Irgendwie überwiegt gerade das Gefühl doch nicht so schlau zu sein wie ich angenommen habe..
      kann man daran etwas ändern? Was kann ich tun?
    • Meine Exfreundin hat auch immer so über sich gedacht. Ich finde das vor allem symphatisch.

      Wenn du mehr Allgemeinwissen haben willst, desssen Stand im übrigen nichts über die Intelligenz aussagt, dann würde ich mehr Zeitung lesen oder auch mal einen Wikipedia-Artikel aufschlagen, wenn dir spontan im Zug oder sonst ein Thema einfällt, was dich interessiert. Du musst dir das auch nicht bewusst merken dann. Umso mehr man liest, umso mehr bleibt hängen und umso größer wird auch dein Wortschatz.

      In meinem Freundeskreise können Leute hunderte Lieder im Radio oder im Club mitsingen. Da zweifel ich auch an meiner Intelligenz manchmal, weil ich das nicht kann. Aber es ist vor allem eine Sache des Interesses.
      Ich höre gerne Musik, aber achte nicht auf den Text und singen kann ich sowieso nicht, also wieso soll ich mir die Texte merken? :D

      P.S wenn du über einen Konflikt nicht so Bescheid weißt, dann einfach nachschlagen. Oder wenn du nicht gerne liest, kann man sich auch eine Doku reinziehen :)
      GENERALSEKRETÄR
      Bundestagsabgeordneter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Louis Portman ()

    • HansSu schrieb:

      Hey,

      wenn ich meine Allgemeinbildung einschätzen müsste würde ich sagen: sie ist doch ganz gut!
      Allerdings sitze ich bei meiner Arbeit immer oft da und weiß gar nicht genau von was meine
      Kollegen eigentlich gerade reden. Sie tun natürlich immer so als ob man das alles wissen müsste
      (so historische Zusammenhänge oder auch aktuelle Konflikte).

      Natürlich haben alle auch einen ganz tollen Wortschatz..manchmal muss ich auch Wörter nachschauen.
      Ist das schlimm? Irgendwie überwiegt gerade das Gefühl doch nicht so schlau zu sein wie ich angenommen habe..
      kann man daran etwas ändern? Was kann ich tun?
      Ganz ehrlich. Das ist nicht schlimm. Genau das Problem hatte ich auch, aber ich musste erkennen, dass man nicht alles wissen kann. Es gibt Dinge, die weiß ich nicht und Dinge die wissen andere nicht. Ich ertapp mich noch heute dabei, dass ich mich verunsichert fühle, wenn jemand etwas weiß, das ich nicht weiß, vor allem wenn mich das Thema interessiert. Aber im Endeffekt ist es ja so, dass Gespräch auch zur Bildung gehören und dass es gut ist, wenn andere etwas wissen, was man selber nicht weiß, weil man auf diese Weise die Sachen erfährt.
      Also, was kann ich dir jetzt konkret raten?
      Einmal, wie ich bereits sagte: "Mach dich nicht verrückt. Du kannst nicht alles wissen."
      Dann kann ich dir auch noch raten, dass wenn dich ein Thema interessiert, dann informier dich drüber, aber niemals mit dem Gedanken alles darüber zu wissen. Wie gesagt, das ist nicht möglich. Also, ließ ein paar Bücher, recherchier im Internet oder schau ein paar Dokus. Was auch immer. Wichtig ist nur, dass es dich auch interessiert, denn du sollst nicht für andere mehr wissen, sondern für dich. Wenn dich diese Themen nicht interessieren, dann musst du auch nichts dazu wissen. Egal was die anderen darüber denken. Wenn jemand fragt, sag einfach, dass es dir egal ist. Und wenn dich ein Thema interessiert und du trotzdem, in einem Gespräch, etwas darüber nicht weißt, dann nutze das Gespräch um dazuzulernen.
      Und nochmal zum mitschreiben, lerne nur das, was dich interessiert und merke dir, dass du niemals alles wissen kannst, egal wie gebildet du auch sein magst.


      Linksliberaler Öko
    • Für Menschen, die gezielt Ihren Allgemeinbildungsstand erhöhen wollen, denen empfehle ich einfach einen Wikipedia-Artikel aufzuschlagen und dann durch die Querverlinkung innerhalb der Artikel immer tiefer in die Materie einzutauchen. Das steigert das Allgemeinwissen ungemein, das sagt allerdings nichts über die Intelligenz eines Menschen aus, nur über dessen Fülle an Wissen.
    • Ich kann gar nicht sagen, wie viele stunden ich mit den lesen von Wikipedia-Artikeln verbracht habe, die ich nie hätte lesen müssen. Lesen bildet. Wenn du etwas nicht weißt, es dich aber interesiert, schlag einfach in Wikipedia nach. Wenn du des englischen mächtig bist, kannst du auch bei internationalen Themen im englischen Wikipedia nachschauen, da ist es oft noch etwas ausführlicher.
    • Ronald Soak schrieb:

      Ich kann gar nicht sagen, wie viele stunden ich mit den lesen von Wikipedia-Artikeln verbracht habe, die ich nie hätte lesen müssen.
      Kenne ich. Bevorzugt spät Abends/Nachts, wenn man eigentlich schon längst schlafen sollte ... aber nein, das Wissen über Nicaragua muss unbedingt aufgefrischt werden! :D


      The world is now my home but here I cannot stay
      And like the stars we once glanced at I slowly fade away
    • Naja, erst einmal denke ich, sollte man sich selbst niemals für super schlau halten - dann ist die Frage, ob man über Schlauheit, Intelligenz oder Wissen redet. Das sind unterschiedliche Dinge, die unterschiedliche Quellen haben - und in unterschiedlicher Art und Weise geschult werden können. Intelligenz ist, wenn überhaupt, ab einem gewissen Alter ohnehin kaum noch trainier- oder lernbar - würde ich mal behaupten. Schlauheit ist etwas, was man sich sicher auch aneignen kann, aber was dem einen eben zufällt, dem anderen eben nicht. Wissen hingegen kann man sich selbstständig aneignen.

      Dein Gefühl kennen glaube ich mehr Menschen, als es äußern. Mir geht es immer wieder ähnlich - und ich merke sehr deutlich, dass es eben an meiner Schulbildung und meiner Sozialisation geht. Während meine KollegInnen nahezu alle in akademisch geprägten Elternhäusern hochkulturelles Kapitel ansammeln konnten, waren in meinem Elternhaus Kunst, Kultur und all das drumherum meist auf sehr wenige, kleine Dinge beschränkt. Als Realschüler mit Fachabi auf dem zweiten Bildungsweg ist mir einiges an gymnasialen Wissen entgangen - das bezieht sich auf Literatur, Kunst, ... Nicht selten frage ich explizit, woher meine KollegInnen solche Dinge kennen - und nicht selten lautet die Antwort: Schule oder Elternhaus.

      Wissen ist immer beschränkt und konzentriert sich meist auf ein paar Bereiche. Wenn also meine KollegInnen über Literatur, Kunst oder Theaterautoren o.ä. reden, klinke ich mich einfach mal aus - so wie es andere KollegInnen tun, wenn über Fußball, Musik oder Politik geredet wird. Man muss für sich selbst akzeptieren, dass man nicht alles weiß und wird feststellen, dass es Themen gibt, in denen man dafür mehr weiß, als andere. Ich würde mir da keine so großen Gedanken machen, du stellst es ja auch selbst fest und gibst dir so die Möglichkeit, etwas zu ändern - oder wie so viele auch, es anzunehmen, dass man eben nicht in allen Bereichen viel wissen kann. Kann wohl doch schon, aber nicht muss. Dumm oder blöd bist du deswegen nicht!


      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.