Sonntagsfrage

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    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Nicht wirklich, schon klar, aber die aktuellen Parteien - sorry - taugen nicht viel.

      Humane Außengrenzpolitik heißt für die Grünen: Grenzen auf. Problem sind nicht die offenen Grenzen, sondern die Tatsache, daß wir viele Leute, die kein Recht auf Asyl haben nicht wieder loswerden, wie der aktuelle Fall in NRW zeigt. Wenn das nicht funktioniert, dann schwindet ganz schnell die Legitimation des Asylrechts und des Staates im Allgemeinen....und wenn die schwindet....dann ist weit mehr in Gefahr als das Asylrecht...dann besteht wirklich die Gefahr, daß in naher Zukunft jemand ganz eklige Gedanken hat...

      Der deutsche Staat ist schwach bzw. wird als schwach wahrgenommen...ganz gefährlich.
      Ich gebe dir Recht. Die aktuellen Parteien feiere ich auch nicht ab. Ob Linke, SPD, CDU/CSU, FDP oder AfD - einzig den Grünen bleibe ich nun noch treu.

      Richtig. So sieht es aus und so sehe ich es auch. Ich fordere gar nicht, dass wir genau eine solche Politik jetzt uneingeschränkt umsetzen, aber ich sehe es als langfristiges Ziel, dass wir in Europa in der Lage sind, offene Grenzen zu leben. Denn: Offene Grenzen sind nur dann ein Problem, wenn es in der Welt existenzielle Armut und Kriege gibt - und beides sind in meinen Augen legitime Grundlagen für Flucht. Hier treffen schlicht unterschiedliche Bilder von Asylgewährung aufeinander. Ich verstehe, dass man mir entgegen bringt: Stopp, das Asylrecht sieht das nicht vor! Richtig, deswegen will ich auch nicht, dass wir heute beginnen, alle reinzulassen, die rein wollen - sondern damit beginnen, argumentativ dafür zu werben, dass es ein Problem ist, wenn wohlhabende Menschen es sich herausnehmen über die Bedürftigkeit und die Probleme anderer zu urteilen, die unter Armut und Krieg leiden.

      Ich glaube jedoch, dass wir all diese Themen in 20,30 Jahren nicht mehr so diskutieren, weil der Nationalstaat dann irrelevant ist. Endlich!
      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
    • Oscar Albert Wolters schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Nicht wirklich, schon klar, aber die aktuellen Parteien - sorry - taugen nicht viel.

      Humane Außengrenzpolitik heißt für die Grünen: Grenzen auf. Problem sind nicht die offenen Grenzen, sondern die Tatsache, daß wir viele Leute, die kein Recht auf Asyl haben nicht wieder loswerden, wie der aktuelle Fall in NRW zeigt. Wenn das nicht funktioniert, dann schwindet ganz schnell die Legitimation des Asylrechts und des Staates im Allgemeinen....und wenn die schwindet....dann ist weit mehr in Gefahr als das Asylrecht...dann besteht wirklich die Gefahr, daß in naher Zukunft jemand ganz eklige Gedanken hat...

      Der deutsche Staat ist schwach bzw. wird als schwach wahrgenommen...ganz gefährlich.
      Ich gebe dir Recht. Die aktuellen Parteien feiere ich auch nicht ab. Ob Linke, SPD, CDU/CSU, FDP oder AfD - einzig den Grünen bleibe ich nun noch treu.
      Richtig. So sieht es aus und so sehe ich es auch. Ich fordere gar nicht, dass wir genau eine solche Politik jetzt uneingeschränkt umsetzen, aber ich sehe es als langfristiges Ziel, dass wir in Europa in der Lage sind, offene Grenzen zu leben. Denn: Offene Grenzen sind nur dann ein Problem, wenn es in der Welt existenzielle Armut und Kriege gibt - und beides sind in meinen Augen legitime Grundlagen für Flucht. Hier treffen schlicht unterschiedliche Bilder von Asylgewährung aufeinander. Ich verstehe, dass man mir entgegen bringt: Stopp, das Asylrecht sieht das nicht vor! Richtig, deswegen will ich auch nicht, dass wir heute beginnen, alle reinzulassen, die rein wollen - sondern damit beginnen, argumentativ dafür zu werben, dass es ein Problem ist, wenn wohlhabende Menschen es sich herausnehmen über die Bedürftigkeit und die Probleme anderer zu urteilen, die unter Armut und Krieg leiden.

      Ich glaube jedoch, dass wir all diese Themen in 20,30 Jahren nicht mehr so diskutieren, weil der Nationalstaat dann irrelevant ist. Endlich!
      Armut ist kein legitimer Fluchtgrund, war noch nie einer und wird auch nie einer sein - das würde auf eine ungesteuerte Zuwanderung hinauslaufen und das verkraftet keine Gesellschaft. Zuwanderung muss kontrolliert werden und es muss klar sein, daß incht jeder kommen kann, daß wir eben nicht jeden gebrauchen können - momentan erwecken wir den genau gegenteiligen Eindruck und der schwach wirkende Staat sorgt dafür, daß sich immer mehr Menschen von ihm abwenden - ich verweise mal auf die Posse in NRW mit dem Gefährder.
      In Europa sind wir in der Lage mit offenen Grenzen zu leben - der Schutz der Aussengrenzen ist dafür die Voraussetzung.
      Die Wohlstandsverteilung auf der Welt ist eine andere Sache - darüber müssen wir diskutieren, aber das heißt auch an anderer Stelle unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren, und die Bereitschaft dazu sehe ich nicht. Wahrheiten wie die grassierende Korruption, die Unbildung, die Überbevölkerung etc. und auch zu akzeptieren, daß das einfache Rezept "Der Westen ist Schuld" da nicht greift...heute wird gerne jedwede Verantwortlichkeit für die Armut in der III. Welt selber abgestritten und die Schuld woanders gesucht - das Konzept funktioniert nur nicht mehr wirklich.

      Die Grünen? Ich glaube, daß die Grünen sehr unverantwortlich agieren in dieser Hinsicht und ich glaube auch, daß die Grünen rassistisch gegenüber Deutschen sind.

      In 20 bis 30 Jahre diskutieren wir das nicht mehr, keine Frage, dann gibt es wahrscheinlich keine solchen Debatten, weil dann der nächste Völkermord stattfindet...
      Ich sehe schwarz für die europäischen Demokratien.
      Mitglied des Spielerrates a.D.


      - bin für längere Zeit offline -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wilhelm Weiß ()

    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Oscar Albert Wolters schrieb:

      Wilhelm Weiß schrieb:

      Nicht wirklich, schon klar, aber die aktuellen Parteien - sorry - taugen nicht viel.

      Humane Außengrenzpolitik heißt für die Grünen: Grenzen auf. Problem sind nicht die offenen Grenzen, sondern die Tatsache, daß wir viele Leute, die kein Recht auf Asyl haben nicht wieder loswerden, wie der aktuelle Fall in NRW zeigt. Wenn das nicht funktioniert, dann schwindet ganz schnell die Legitimation des Asylrechts und des Staates im Allgemeinen....und wenn die schwindet....dann ist weit mehr in Gefahr als das Asylrecht...dann besteht wirklich die Gefahr, daß in naher Zukunft jemand ganz eklige Gedanken hat...

      Der deutsche Staat ist schwach bzw. wird als schwach wahrgenommen...ganz gefährlich.
      Ich gebe dir Recht. Die aktuellen Parteien feiere ich auch nicht ab. Ob Linke, SPD, CDU/CSU, FDP oder AfD - einzig den Grünen bleibe ich nun noch treu.Richtig. So sieht es aus und so sehe ich es auch. Ich fordere gar nicht, dass wir genau eine solche Politik jetzt uneingeschränkt umsetzen, aber ich sehe es als langfristiges Ziel, dass wir in Europa in der Lage sind, offene Grenzen zu leben. Denn: Offene Grenzen sind nur dann ein Problem, wenn es in der Welt existenzielle Armut und Kriege gibt - und beides sind in meinen Augen legitime Grundlagen für Flucht. Hier treffen schlicht unterschiedliche Bilder von Asylgewährung aufeinander. Ich verstehe, dass man mir entgegen bringt: Stopp, das Asylrecht sieht das nicht vor! Richtig, deswegen will ich auch nicht, dass wir heute beginnen, alle reinzulassen, die rein wollen - sondern damit beginnen, argumentativ dafür zu werben, dass es ein Problem ist, wenn wohlhabende Menschen es sich herausnehmen über die Bedürftigkeit und die Probleme anderer zu urteilen, die unter Armut und Krieg leiden.

      Ich glaube jedoch, dass wir all diese Themen in 20,30 Jahren nicht mehr so diskutieren, weil der Nationalstaat dann irrelevant ist. Endlich!
      Armut ist kein legitimer Fluchtgrund, war noch nie einer und wird auch nie einer sein - das würde auf eine ungesteuerte Zuwanderung hinauslaufen und das verkraftet keine Gesellschaft. Zuwanderung muss kontrolliert werden und es muss klar sein, daß incht jeder kommen kann, daß wir eben nicht jeden gebrauchen können - momentan erwecken wir den genau gegenteiligen Eindruck und der schwach wirkende Staat sorgt dafür, daß sich immer mehr Menschen von ihm abwenden - ich verweise mal auf die Posse in NRW mit dem Gefährder.In Europa sind wir in der Lage mit offenen Grenzen zu leben - der Schutz der Aussengrenzen ist dafür die Voraussetzung.
      Die Wohlstandsverteilung auf der Welt ist eine andere Sache - darüber müssen wir diskutieren, aber das heißt auch an anderer Stelle unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren, und die Bereitschaft dazu sehe ich nicht. Wahrheiten wie die grassierende Korruption, die Unbildung, die Überbevölkerung etc. und auch zu akzeptieren, daß das einfache Rezept "Der Westen ist Schuld" da nicht greift...heute wird gerne jedwede Verantwortlichkeit für die Armut in der III. Welt selber abgestritten und die Schuld woanders gesucht - das Konzept funktioniert nur nicht mehr wirklich.

      Die Grünen? Ich glaube, daß die Grünen sehr unverantwortlich agieren in dieser Hinsicht und ich glaube auch, daß die Grünen rassistisch gegenüber Deutschen sind.

      In 20 bis 30 Jahre diskutieren wir das nicht mehr, keine Frage, dann gibt es wahrscheinlich keine solchen Debatten, weil dann der nächste Völkermord stattfindet...
      Armut ist ein Fluchtgrund, ansonsten würden Menschen deswegen nicht fliehen... Sie können diesen Grund nicht anerkennen, er existiert aber faktisch. Obwohl "Perspektive" der passendere Begriff wäre.
      Kleiner Hinweis am Rande: Die "Überbevölkerung" kommt von steigenden Lebenswerwartungen.
      Dazu hier eine interessante Doku:
      Und ja, Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für Entwicklung und ja, auch Entwicklungsländer müssen ihren Beitrag für eine gerechtere Wohlstandsverteilung liefern. By the way, eine Gesellschaft, die mit den vorhandenen Ressourcen auskommen will, darf Wohlstand nicht nur über materielle Dinge definieren.

      Klar. Die Grünen sind rassistisch. Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Danke für diese erhellenden Worte.
    • Andre Fromm schrieb:

      Armut ist ein Fluchtgrund, ansonsten würden Menschen deswegen nicht fliehen... Sie können diesen Grund nicht anerkennen, er existiert aber faktisch. Obwohl "Perspektive" der passendere Begriff wäre.Kleiner Hinweis am Rande: Die "Überbevölkerung" kommt von steigenden Lebenswerwartungen.


      Und ja, Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für Entwicklung und ja, auch Entwicklungsländer müssen ihren Beitrag für eine gerechtere Wohlstandsverteilung liefern. By the way, eine Gesellschaft, die mit den vorhandenen Ressourcen auskommen will, darf Wohlstand nicht nur über materielle Dinge definieren.

      Klar. Die Grünen sind rassistisch. Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Danke für diese erhellenden Worte.
      Armut ist kein Fluchtgrund - man flieht nicht vor Armut, man migriert vor ihr weg - großer Unterschied. Die Auswanderung in die USA war auch keine Flucht.... Migration und Flucht sind zwei verschiedene Dinge, die man tunlichst nicht vermengt. Flucht passiert drastisch und ungeplant - Migration ist nie etwas ungeplantes, also hört mit der Vermischung auf, damit zerstört ihr das Asylrecht.

      Es ist sehr einfach den materiellen Wohnstand zu geißeln, wenn man ihn sich nicht selber erarbeitet hat bislang - sorry, aber ich kenne noch Kartoffelwochen etc. ich weiß wie es ist nichts zu haben und ja der materielle Wohlstand ist für Menschen, die ihn ehrlich erworben haben sehr wichtig - zurecht, besonders dann nicht, wenn jene, die einen leistungslosen Wohlstand genießen, daß einfordern.

      Überbevölkerung kommt nicht von steigender Lebenserwartung - Überbevölkerung findet dann statt, wenn es vor Ort keine Möglichkeiten zum Broterwerb etc. gibt - Stichwort Sahelzone wo viel mehr Menschen leben als die Region ernähren kann und wo es zu einem Massensterben käme, wenn nicht beständig Lebensmittellieferungen eintreffen würden oder sich Ärzte um die neugeborenen Kinder kümmern...komm, ich bin da gewesen.

      Wann haben die Grünen sich mal aktiv für den Erhalt kultureller deutscher Traditionen eingesetzt? Richtig - nie! Ich höre immer von den Grünen daß man Rücksicht nehmen muss auf Zuwanderer und die Geißelung deutscher Traditionen. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie sehr die Grünen auf Schützenfeste etc. schimpften als kulturelle Barbarei fest verwurzelt im immer noch extanten Nazitum etc. und so ein quatsch oder wie sehr man versucht die NIchtexistenz einer deutschen Kultur zu beweisen, und alles ja nur so regional wäre und nur die Sprache sei ein gemeinsames Band...
      Mitglied des Spielerrates a.D.


      - bin für längere Zeit offline -
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Armut ist kein legitimer Fluchtgrund, war noch nie einer und wird auch nie einer sein - das würde auf eine ungesteuerte Zuwanderung hinauslaufen und das verkraftet keine Gesellschaft. Zuwanderung muss kontrolliert werden und es muss klar sein, daß incht jeder kommen kann, daß wir eben nicht jeden gebrauchen können - momentan erwecken wir den genau gegenteiligen Eindruck und der schwach wirkende Staat sorgt dafür, daß sich immer mehr Menschen von ihm abwenden - ich verweise mal auf die Posse in NRW mit dem Gefährder.
      In Europa sind wir in der Lage mit offenen Grenzen zu leben - der Schutz der Aussengrenzen ist dafür die Voraussetzung.
      Die Wohlstandsverteilung auf der Welt ist eine andere Sache - darüber müssen wir diskutieren, aber das heißt auch an anderer Stelle unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren, und die Bereitschaft dazu sehe ich nicht. Wahrheiten wie die grassierende Korruption, die Unbildung, die Überbevölkerung etc. und auch zu akzeptieren, daß das einfache Rezept "Der Westen ist Schuld" da nicht greift...heute wird gerne jedwede Verantwortlichkeit für die Armut in der III. Welt selber abgestritten und die Schuld woanders gesucht - das Konzept funktioniert nur nicht mehr wirklich.
      Nenn es wie du willst. Ob Geflüchteter oder MigrantIn - in meinen Augen hat jeder das Recht, dort hinzugehen, wo er/sie will. Staatsangehörigkeit ist eine willkürliche Sache - niemand hat in meinen Augen das legitime Recht, anderen zu untersagen, als Keniaer in Deutschland zu leben. Das basiert alles auf der wilden Festlegung von Nationalgrenzen. Nichts, was für mich Handlungsrelevanz hätte.

      Und doch - wenn wir mal hinterfragen, warum es diese Koruption usw. gibt, würden wir sehen, dass der Westen da sehr wohl Schuld dran hat. Noch dazu ballern wir Afrika mit Lebensmitteln voll, die in der EU produziert, von geflüchteten AfrikanerInnen geerntet und dann an nicht geflüchtete AfrikanerInnen verkauft werden. Weiter zwängen wir Staaten in Afrika Freihandelsabkommen auf, unter Androhung der Streichung und Kürzung von Entwicklungshilfe, die dazu führen, dass wir besser unsere PRodukte dort vermarkten können. Das internationale wirtschaftliche und politische HAndeln der EU und ihrer Staaten basiert nur auf Wirtschaftlichkeit. Solange dies der Fall ist, wird sich nichts daran ändern, dass Menschen fliehen und migrieren.

      Wer das leugnet, will nur die von dir angesprochenen unbequemen Wahrheiten nicht sehen. Ach, und das Afghanistan und Co. so kaputt sind, liegt vermutlich auch nur daran, dass die Menschen dort unfähig sind, vernünftig einen Staat zu strukturieren, oder?!

      Dein Märchen von rassistischen Grünen ist gerade zur aktuellen Zeit, wo wir Menschen aus nationalistischen Gründen im Mittelmeer verrecken lassen, das widerlichste was ich lange gelesen habe.
      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
    • Oscar Albert Wolters schrieb:

      Nenn es wie du willst. Ob Geflüchteter oder MigrantIn - in meinen Augen hat jeder das Recht, dort hinzugehen, wo er/sie will. Staatsangehörigkeit ist eine willkürliche Sache - niemand hat in meinen Augen das legitime Recht, anderen zu untersagen, als Keniaer in Deutschland zu leben. Das basiert alles auf der wilden Festlegung von Nationalgrenzen. Nichts, was für mich Handlungsrelevanz hätte.
      Und doch - wenn wir mal hinterfragen, warum es diese Koruption usw. gibt, würden wir sehen, dass der Westen da sehr wohl Schuld dran hat. Noch dazu ballern wir Afrika mit Lebensmitteln voll, die in der EU produziert, von geflüchteten AfrikanerInnen geerntet und dann an nicht geflüchtete AfrikanerInnen verkauft werden. Weiter zwängen wir Staaten in Afrika Freihandelsabkommen auf, unter Androhung der Streichung und Kürzung von Entwicklungshilfe, die dazu führen, dass wir besser unsere PRodukte dort vermarkten können. Das internationale wirtschaftliche und politische HAndeln der EU und ihrer Staaten basiert nur auf Wirtschaftlichkeit. Solange dies der Fall ist, wird sich nichts daran ändern, dass Menschen fliehen und migrieren.

      Wer das leugnet, will nur die von dir angesprochenen unbequemen Wahrheiten nicht sehen. Ach, und das Afghanistan und Co. so kaputt sind, liegt vermutlich auch nur daran, dass die Menschen dort unfähig sind, vernünftig einen Staat zu strukturieren, oder?!

      Dein Märchen von rassistischen Grünen ist gerade zur aktuellen Zeit, wo wir Menschen aus nationalistischen Gründen im Mittelmeer verrecken lassen, das widerlichste was ich lange gelesen habe.
      Dann muss ich Dir leider sagen, daß Dein Konzept ein Wolkenkuckucksheim ist, daß schlicht nicht umsetzbar ist und nicht funktionieren wird - denn nicht nur die Leute, die wandern wollen haben Rechte - und es gibt große Unterschiede zwischen einem Flüchtling und einem Migranten.

      "Wilde Festlegung von Nationalgrenzen" Das Konzept von Staaten und Territorien hat sich nun einmal besonders entlang der Sprachgrenzen entwickelt - kleinere Gruppen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl - das Konzept befindet sich nicht in der Auflösung, sondern das Konzept der kulturellen UNterscheidbarkeit wird mit dem zunehmenden Zusammenwachsen der EU sich sogar weiter verstärken - allein schon aus dem Grund, daß das alte Motto gilt "gleich und gleich gesellt sich gern". Das ist an sich kein Problem, eine Welt ohne Grenzen wäre ein großes Problem und ist schlicht nicht umsetzbar - es lohnt sich auch nicht dafür zu kämpfen, genauso könnte man dafür kämpfen, der Sonne zu verbieten Morgens auf und Abend unterzugehen.

      Genau...der Westen ist an allem Schuld - das ist schlicht Realitätsverweigerung. Wer auf dieser Sichtweise besteht bzw. so operiert, der ist vorallem an einer Zementierung der Situation interessiert und nicht an einer Lösung. So lange man jemandem Schuld zuweisen ist alles in Ordnung, ob es stimmt hinterfragt niemand, warum auch? Hilft ja nichts mal genau hinzusehen und die Verantwortlichkeiten auf allen Seiten zu suchen - Hauptsache man kann einen Schuldigen für alles UNbill in der Welt benennen.


      So? Was kann "der Westen" für die Zustände in Afghanistan? Wenn ich mich Recht entsinne hat "der Westen" das Chaos dort nicht angerichtet - er hätte aber auch nach 2001 dort nicht so intervenieren sollen und schlicht die Führungsriege eleminieren sollen. Wie sollen die Menschen dort denn einen Staat strukturieren? Ja, sie sind momentan unfähig dazu einen Staat zu unterhalten und stabil zu halten, weil ironischerweise dort genau das geschieht, was Du immer so bemängelst - jeder nur für sich.

      "Wir" lassen keine Menschen im Mittelmeer ertrinken - die Unterstellung ist schlicht falsch. Es ist schlimm das die Menschen im Mittelmeer ertrinken - aber man kann nicht verhindern, daß diese Menschen sich in nicht schwimmfähige Vehikel setzen und aufs Mittelmeer hinausfahren in der Hoffnung dadurch in die EU einwandern zu können - so funktioniert das nicht und viele der Menschen die da kommen werden niemals in der Lage sein ihren Lebensunterhalt in Europa selbst zu verdienen. Bei der gesamten Diskussion wird immer übersehen, daß die Aufnahmebereitschaft der europäischen Gesellschaften stark gesunken ist und ich sehe da momentan keine steigende Tendenz. Moralische Appelle helfen da nicht viel, weil schlicht und ergreifend hier Dinge ungeklärt in der Luft hängen und Menschen Sorgen äußern, die von denjenigen, die eine mehr oder weniger beständige Zuwanderung verlangen schlicht ignoriert wird, schade, es wäre einfacher, wenn man auch hier beide Seiten sehen würde.

      Die Grünen sind anti-Deutsch - dazu stehe ich. Für diese Partei sind die Deutschen der letzte Dreck und lediglich die selbst erfundenen Minderheiten gelten etwas.
      Mitglied des Spielerrates a.D.


      - bin für längere Zeit offline -
    • Oscar Albert Wolters schrieb:

      Martina Kirchberg schrieb:

      Also im RL bin ich Mitglied der SPD und ich muss sagen, dass ich aktuell sehr unzufrieden bin. Also ich möchte die SPD wieder bei ihren Wurzeln sehen. Die politischen Ansichten Helmut Schmidts entsprechen in vielen-gewiss lange nicht in allen-aber in vielen den meinigen. Also ich würde mich schon als sehr konservativen Sozialdemokraten bezeichnen. Und ich wünsche mir dieses Feeling, dass die SPD zu Zeiten von Brandt und Schmidt hatte, zurück. Was ich mir immer vorgeschrieben habe ist, für Politik mit Charakter zu stehen, das finde ich essentiell und das hat die SPD heute auch nicht so.
      Sie wissen aber schon, dass es die Konservativen sind, die die SPD von den Wurzeln weggeführt haben? Sie wissen schon, dass die Wurzeln der SP nicht bei Brandt und Schmidt liegen? Die SPD ist eine sozialdemokratische Partei - und Sozialdemokratie ist nichts weiter als eine Vorstufe des demokratischen Sozialismus. Sich dann als "sehr konservativer Sozialdemokrat" eine Weg zurück zu den Wurzeln zu wünschen, ist schon höchst widersprüchlich. Aber ja, es passt zu Ihnen.
      Die "guten" Wurzeln liegen bei Brandt und Schmidt, doch. Das war für mich vernünftige Sozialdemokratie, so vernünftig und so lobenswert, wie wir sie danach nicht wieder gehabt haben. Der Ursprung der SPD liegt weiter zurück, aber die beste Sozialdemokratie gab es unter Schmidt. Und ich finde, dass das echte Sozialdemokratie war, weil es realistisch ist.

      Ich würde sagen, die konservativen Sozialdemokraten haben die SPD zu einer Partei mit realistischer Politik gemacht.

      Ich trenne Sozialdemokratie und demokratischen Sozialismus. Es ist nicht richtig, dass immer so in einen Topf zu werfen. Sicher sind die beiden Ideologien nicht sehr weit von einander entfernt. Aber eine direkte Verknüpfung lehne ich für mich ab.

      Aber darf ich Ihnen mal einen gut gemeinten Rat geben? Wenn Sie bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit versuchen mir einen rein zu würgen, dann machen Sie sich irgendwann nur noch lächerlich. Nicht dass ich das nicht ab kann. Aber Sie sind recht nervig.
    • Martina Kirchberg schrieb:

      Oscar Albert Wolters schrieb:

      Martina Kirchberg schrieb:

      Also im RL bin ich Mitglied der SPD und ich muss sagen, dass ich aktuell sehr unzufrieden bin. Also ich möchte die SPD wieder bei ihren Wurzeln sehen. Die politischen Ansichten Helmut Schmidts entsprechen in vielen-gewiss lange nicht in allen-aber in vielen den meinigen. Also ich würde mich schon als sehr konservativen Sozialdemokraten bezeichnen. Und ich wünsche mir dieses Feeling, dass die SPD zu Zeiten von Brandt und Schmidt hatte, zurück. Was ich mir immer vorgeschrieben habe ist, für Politik mit Charakter zu stehen, das finde ich essentiell und das hat die SPD heute auch nicht so.
      Sie wissen aber schon, dass es die Konservativen sind, die die SPD von den Wurzeln weggeführt haben? Sie wissen schon, dass die Wurzeln der SP nicht bei Brandt und Schmidt liegen? Die SPD ist eine sozialdemokratische Partei - und Sozialdemokratie ist nichts weiter als eine Vorstufe des demokratischen Sozialismus. Sich dann als "sehr konservativer Sozialdemokrat" eine Weg zurück zu den Wurzeln zu wünschen, ist schon höchst widersprüchlich. Aber ja, es passt zu Ihnen.
      Die "guten" Wurzeln liegen bei Brandt und Schmidt, doch. Das war für mich vernünftige Sozialdemokratie, so vernünftig und so lobenswert, wie wir sie danach nicht wieder gehabt haben. Der Ursprung der SPD liegt weiter zurück, aber die beste Sozialdemokratie gab es unter Schmidt. Und ich finde, dass das echte Sozialdemokratie war, weil es realistisch ist.
      Ich würde sagen, die konservativen Sozialdemokraten haben die SPD zu einer Partei mit realistischer Politik gemacht.

      Ich trenne Sozialdemokratie und demokratischen Sozialismus. Es ist nicht richtig, dass immer so in einen Topf zu werfen. Sicher sind die beiden Ideologien nicht sehr weit von einander entfernt. Aber eine direkte Verknüpfung lehne ich für mich ab.

      Aber darf ich Ihnen mal einen gut gemeinten Rat geben? Wenn Sie bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit versuchen mir einen rein zu würgen, dann machen Sie sich irgendwann nur noch lächerlich. Nicht dass ich das nicht ab kann. Aber Sie sind recht nervig.
      Sorry, aber wer sich auf die Wurzeln der Sozialdemokratie beruft, der sollte dann nun mal nicht mit Brandt und Schmidt kommen. Dann nennen Sie es anders - aber die Wurzeln sind andere, als das, was "konservative Sozialdemokratie" macht.

      Ob Sie mich nervig finden, ist mir recht egal. Ich sage, was ich denke - und wenn Menschen eine politische Idee schlicht falsch mit Inhalt füllen, dann widerspreche ich, weil es wichtig ist, auf die Sprache und das, was man von sich gibt, zu achten. Wir können nicht alle wild Dinge für uns neu definieren, das geht schlicht nicht. So ist es beim Begriff "Terror", der inzwischen inflationär genutzt und somit in seiner Radikalität abgemildert wird - und so ist es, wenn man von den Wurzeln von etwas spricht, sich aber nicht auf die grundlegenden Anfänge bezieht. Die Wurzel ist nicht der Stamm, das Mittendrin, sondern der Beginn - so ist es sprachlich nun mal. Ich würde Ihnen weniger entgegenbringen, wenn Sie das beachten würden und nicht Dinge von sich geben würden, die schlicht sachlich nicht zutreffend sind.

      Wenn ich hier jemanden als Nazi bezeichne, springen auch alle auf und beklagen sich über die Entfremdung der Definition - und ja, da haben Sie auch durchaus Recht. Aber dann sollten Sie nicht selbst das Gleiche tun.
      „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

      Karl Popper


      Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
    • Wilhelm Weiß schrieb:

      Andre Fromm schrieb:

      Armut ist ein Fluchtgrund, ansonsten würden Menschen deswegen nicht fliehen... Sie können diesen Grund nicht anerkennen, er existiert aber faktisch. Obwohl "Perspektive" der passendere Begriff wäre.Kleiner Hinweis am Rande: Die "Überbevölkerung" kommt von steigenden Lebenswerwartungen.


      Und ja, Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für Entwicklung und ja, auch Entwicklungsländer müssen ihren Beitrag für eine gerechtere Wohlstandsverteilung liefern. By the way, eine Gesellschaft, die mit den vorhandenen Ressourcen auskommen will, darf Wohlstand nicht nur über materielle Dinge definieren.

      Klar. Die Grünen sind rassistisch. Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Danke für diese erhellenden Worte.
      Armut ist kein Fluchtgrund - man flieht nicht vor Armut, man migriert vor ihr weg - großer Unterschied. Die Auswanderung in die USA war auch keine Flucht.... Migration und Flucht sind zwei verschiedene Dinge, die man tunlichst nicht vermengt. Flucht passiert drastisch und ungeplant - Migration ist nie etwas ungeplantes, also hört mit der Vermischung auf, damit zerstört ihr das Asylrecht.
      Es ist sehr einfach den materiellen Wohnstand zu geißeln, wenn man ihn sich nicht selber erarbeitet hat bislang - sorry, aber ich kenne noch Kartoffelwochen etc. ich weiß wie es ist nichts zu haben und ja der materielle Wohlstand ist für Menschen, die ihn ehrlich erworben haben sehr wichtig - zurecht, besonders dann nicht, wenn jene, die einen leistungslosen Wohlstand genießen, daß einfordern.

      Überbevölkerung kommt nicht von steigender Lebenserwartung - Überbevölkerung findet dann statt, wenn es vor Ort keine Möglichkeiten zum Broterwerb etc. gibt - Stichwort Sahelzone wo viel mehr Menschen leben als die Region ernähren kann und wo es zu einem Massensterben käme, wenn nicht beständig Lebensmittellieferungen eintreffen würden oder sich Ärzte um die neugeborenen Kinder kümmern...komm, ich bin da gewesen.

      Wann haben die Grünen sich mal aktiv für den Erhalt kultureller deutscher Traditionen eingesetzt? Richtig - nie! Ich höre immer von den Grünen daß man Rücksicht nehmen muss auf Zuwanderer und die Geißelung deutscher Traditionen. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie sehr die Grünen auf Schützenfeste etc. schimpften als kulturelle Barbarei fest verwurzelt im immer noch extanten Nazitum etc. und so ein quatsch oder wie sehr man versucht die NIchtexistenz einer deutschen Kultur zu beweisen, und alles ja nur so regional wäre und nur die Sprache sei ein gemeinsames Band...
      Wo würdest du Menschen einordnen, deren Häuser durch den steigenden Meeresspiegel untergehen? Grundsätzlich teile ich deine Unterscheidung. Daraus ergibt sich jedoch die Notwendigkeit eine weitere Einwanderungsmöglichkeit nach humanitären Gesichtspunkten zu ermöglichen. Menschen, die durch die Erderhitzung ihre Heimat verlassen müssen, werden in Zukunft deutlich häufiger.

      Die Verbindung zwischen materiellem Wohlstand und Kartoffelwochen musst du mir erklären. Prinzipiell geht es bei meiner Kritik nicht um Produkte, die die Ernährungssicherheit oder medizinische Fortschritte unterstützen. Vielmehr geht es um die kranken Auswüchse und den Zwang, immer mehr produzieren zu müssen. Man muss sich nur mal die "Verbesserungen" des neuesten IPhones anschauen. Lächerlich und dennoch wird das Ding massenhaft verkauft, obwohl die Leute noch funktionierende Handys hatten. Als würde das Lebensqualität bedeuten. Die Folgen sind dann egal...

      Diesen Menschen könnte man auch in einem anderen Land eine Perspektive geben. Lebensmittel werden ja offensichtlich genug produziert. ("Komm, ich bin da gewesen" ist keine gute Diskussionsgrundlage; das sagt doch im Prinzip: Ich weiß alles, du hast keine Ahnung).

      Wie setzt man sich denn aktiv für den Erhalt "kulturreller deutscher Traditionen" ein? Kannst du sagen, welche Grüne etwas gegen Schützenfeste hatten? Meine regionale Verbundenheit ist definitiv stärker, als die nationale. Frag mal die Menschen in Elsass-Lothringen. Die mussten sich schon mehrmals von einen Tag auf den anderen mit einer anderen Nation verbunden fühlen. ;)
      Und zuletzt bitte ich dich darzulegen, warum die Aussage, die Sprache sei das gemeinsame Band, einen zum Rassisten macht. Das war ja deine ursprüngliche Aussage.
    • Andre Fromm schrieb:

      Wo würdest du Menschen einordnen, deren Häuser durch den steigenden Meeresspiegel untergehen? Grundsätzlich teile ich deine Unterscheidung. Daraus ergibt sich jedoch die Notwendigkeit eine weitere Einwanderungsmöglichkeit nach humanitären Gesichtspunkten zu ermöglichen. Menschen, die durch die Erderhitzung ihre Heimat verlassen müssen, werden in Zukunft deutlich häufiger.
      Die Verbindung zwischen materiellem Wohlstand und Kartoffelwochen musst du mir erklären. Prinzipiell geht es bei meiner Kritik nicht um Produkte, die die Ernährungssicherheit oder medizinische Fortschritte unterstützen. Vielmehr geht es um die kranken Auswüchse und den Zwang, immer mehr produzieren zu müssen. Man muss sich nur mal die "Verbesserungen" des neuesten IPhones anschauen. Lächerlich und dennoch wird das Ding massenhaft verkauft, obwohl die Leute noch funktionierende Handys hatten. Als würde das Lebensqualität bedeuten. Die Folgen sind dann egal...

      Diesen Menschen könnte man auch in einem anderen Land eine Perspektive geben. Lebensmittel werden ja offensichtlich genug produziert. ("Komm, ich bin da gewesen" ist keine gute Diskussionsgrundlage; das sagt doch im Prinzip: Ich weiß alles, du hast keine Ahnung).

      Wie setzt man sich denn aktiv für den Erhalt "kulturreller deutscher Traditionen" ein? Kannst du sagen, welche Grüne etwas gegen Schützenfeste hatten? Meine regionale Verbundenheit ist definitiv stärker, als die nationale. Frag mal die Menschen in Elsass-Lothringen. Die mussten sich schon mehrmals von einen Tag auf den anderen mit einer anderen Nation verbunden fühlen. ;)
      Und zuletzt bitte ich dich darzulegen, warum die Aussage, die Sprache sei das gemeinsame Band, einen zum Rassisten macht. Das war ja deine ursprüngliche Aussage.
      Das sind Menschen, die sich den natürlichen Gegebenheiten anpassen - und Einwanderung nach "humanitären" Gesichtspunkten ist schlicht nicht möglich - Einwanderung muss immer mit einem Nutzen für die aufnehmende Gesellschaft verbunden sein, sonst funktioniert es nicht und die Einwanderung von Menschen, die nicht die entsprechenden Fähigkeiten haben nützen unserer Gesellschaft nicht.

      Kartoffelwoche? Gab es bei uns früher, weil kein Geld da war für was anderes da war. Es gab schlicht nur Kartoffeln in verschiedenen Variationen. Oder selten neue Klamotten zu haben, weil kein Geld da war und man die Klamotten seine älteren Cousins auftragen musste? Sorry - ich davon betroffen, was man heute "Kinderarmut" nennt - materiell arm und ich habe davon keinen Schaden genommen und mich trotzdem nach oben durchgebissen und durchgearbeitet. Ich bin nicht jedes Jahr in den Urlaub gefahren, ich hatte keinen Gameboy, keinen Eastpac, keinen eigenen Fernseher....und vermisst habe ich das alles erstmal nicht. Ich habe mir geschworen, daß ich jedoch meinen Kindern mehr bieten will und das ich nicht jede Mark drei Mal umdrehen muss so wie es meine Eltern mussten und genau das habe ich dann auch getan. Ich habe nicht gejammert, ich habe gemacht.

      Alles was ich besitze habe ich mir durch ehrliche Arbeit erworben und lasse mir das nicht kleinreden oder wegnehmen - ich teile nicht, nur weil Menschen, die ein schlechtes Gewissen haben, weil sie in diesem Lande geboren und aufgewachsen sind. Solidarität gewehre ich allein - nicht andere mit meinem Geld in ihrem Namen.

      Ich benutze alles, vom Handy bis zum Auto bis es auseinanderfällt, da bin ich schmerzfrei. Ich bin schlicht zu geizig, da was Neues zu kaufen, wenn es nicht notwendig ist.

      Wenn man zusätzliche Lebensmittel dorthin schafft heißt es gleich wieder : Die EU macht die Märkte kaputt und nein, wie soll man Menschen, die nichts können was in unserer Gesellschaft notwendig ist, in unserem Lande eine Perspektive geben? Sollen wir Milliarden dafür ausgeben, zu versuchen (Erfolg nicht garantiert) diese Menschen "passend" zu machen? Das scheitert.
      Man mischt sich am besten nicht ein und läßt der Natur ihren Lauf - keine Lieferung von Lebensmitteln, keine ärztliche Hilfe etc. dann nivelliert sich das mit der Zeit.

      Die Grünen im Märkischen Kreis. Ich erinnere mich noch sehr an die Debatten - meine erste Berührung mit den Grünen und die Prägenste. Durch und durch ekelerregende Partei in jeder Hinsicht - für die Grünen sind die Deutschen lediglich die Dauerbüßer der Geschichte - Politik mit schlechtem Gewissen.

      Sprache allein ist weder ein gemeinsames Band noch definiert die Sprache allein die nationale Zusammengehörigkeit. Was haben wir mit Schweizern oder Österreichern zu tun? Die Mentalität ist eine völlig andere, die Traditionen sind andere. Dir ist klar, daß Elsaß-Lothringen gewaltsam durch Ludwig den XIV. erobert wurde und die Bevölkerung kulturell auch assimiliert wurde, oder? Oder ist das in Ordnung, weil es nicht die Deutschen waren, die das getan haben?

      Wenn jemand nicht erkennen will oder schlicht ignoriert, daß die Deutschen eine gemeinsame Kultur haben, der ist schlicht eine wandelnde Bildungslücke. Eine gemeinsame Kultur entsteht durch eine gemeinsame Geschichte, durch gemeinsame Erfahrungen, durch die gemeinsame Umwelt und eine gemeinsame Sprache. Das Konzept einer Nation / Volk wegzudiskutieren zu versuchen ist nicht nur lächerlich, es ist schlicht rassistisch.

      Man pflegt Traditionen in dem man sie lebt - oder die Leute in Ruhe läßt, die sie pflegen und kritisiert nicht daß sie sie pflegen, ob sie einem gefallen oder nicht.

      Ich drehe den Schuh mal um - wenn dem so wäre, dann könnten wir die Bundesrepublik ja auch auflösen, damit die starken Länder selber weiter existieren können um die armen Länder - mit denen man nichts gemein hat - nicht weiter unterstützen zu müssen. Warum Geld für etwas ausgeben, von dem ich nichts habe? Warum jemandem helfen, mit dem ich nichts weiter gemein habe, nur weil wir dieselbe Sprache sprechen? Purer Zufall, mehr nicht...... die sollen zusehen wie sie klar kommen....

      Natürlich ist das auch Unfug - idiotisch wäre es. Die Idee das man sich "allen Menschen" verbunden fühlt ist schlicht nicht bindend genug, weil die Unterschiede zwischen den Menschen schlicht zu groß sind. Instinktiv wissen wir, wie wir uns in Bayern und Meck-Pomm zu verhalten haben - in Polen passen wir mehr auf, weil es sich um eine andere Kultur handelt. Natürlich haben die Kulturen Nuancen, keine Frage, aber wenn ich es übertreiben will, dann kann jeder Mensch sein eigenes Volk sein...
      Mitglied des Spielerrates a.D.


      - bin für längere Zeit offline -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wilhelm Weiß ()