Die dümmsten Berufe 2018

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  • Wilhelm Weiß schrieb:

    Alexander Fischer schrieb:

    Soziologie studieren ist was ganz anderes, als es nur in der Schule zu haben. ;) Ich denke auch, nur die wenigsten wissen wirklich womit sich die Soziologie beschäftigt. Wirklich unnötig sind dagegen Musikstudenten. :P

    Und wer bitte glaubt, dass Erzieher im Kindergarten unnötig sind? :D
    Sagt ja auch keiner das es unnötig ist - sie ist allerdings keine exakte Wissenschaft in dem Sinne, daß sich die Ergebnisse mathematisch unumstößlich beweisen lassen.
    Sozialwissenschaften können nicht wie die Mathematuk absolute Beweise führen. Ihre Ergebnisse also nie vollständig allgemeingültig sein - allerdings - mal abgesehen von den sogenannten Gender"wissenschaften", leisten sie einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, weil sie die Debatte konstant befeuern mit neuen und oder alten Erkenntnissen.
    Das ist ja auch gar nicht der Anspruch der Sozialwissenschaften. Am deutlichsten schlägt sich das in der Verwendung statistischer Modelle wie z.B. der Regression oder bei der Berechnung von Konfidenzintervallen nieder.

    Es gibt einen 'wahren Wert', aber man weiß, dass man ihn nie erreichen, sondern sich ihm nur annähern kann. Den Messfehler zu minimieren, dass ist eines der Ziele der Sozialwissenschaften.
  • Das ist ja generell bei allen Wissenschaften so, selbst die Mathematik ist in sich nicht unumstößlich bzw. nicht abschließend verifizierbar, weil wir immer nur aus einer subjektiven Sicht und mit erstmal vermeintlichen Wissen einer Teilmenge aller möglichen Informationen Ergebnisse meinen zu erkennen oder sie zu suchen. Aber das ist ja auch gar nicht die Aufgabe von Wissenschaft finde ich, sondern der Versuch der Annäherung an die "Wahrheit" bzw. der Erkennung von Realitäten, sowie deren Bewertung und Analyse.
    Bundeskanzler
    (immer Montags-Dienstags nur schlecht erreichbar (+Prüfungsphase))
    "Nichts ist schwieriger als der Versuch, die Lehren der Geschichte für die Gegenwart wirksam zu machen. Die Massen empfangen diese Lehren nicht und die Staatsmänner vergessen sie." (Rudolf Virchow)
  • Sebastian Fichtler schrieb:

    Das ist ja generell bei allen Wissenschaften so, selbst die Mathematik ist in sich nicht unumstößlich bzw. nicht abschließend verifizierbar, weil wir immer nur aus einer subjektiven Sicht und mit erstmal vermeintlichen Wissen einer Teilmenge aller möglichen Informationen Ergebnisse meinen zu erkennen oder sie zu suchen. Aber das ist ja auch gar nicht die Aufgabe von Wissenschaft finde ich, sondern der Versuch der Annäherung an die "Wahrheit" bzw. der Erkennung von Realitäten, sowie deren Bewertung und Analyse.
    Absolut - wobei die Mathematik als Natur und Urwissenschaft natürlich eine gewaltige Bedeutung hat.
    Mitglied des Spielerrates a.D.



    Präsident des Abgeordnetenhauses der Stadt Berlin
  • Wilhelm Weiß schrieb:

    Alexander Fischer schrieb:

    Soziologie studieren ist was ganz anderes, als es nur in der Schule zu haben. ;) Ich denke auch, nur die wenigsten wissen wirklich womit sich die Soziologie beschäftigt. Wirklich unnötig sind dagegen Musikstudenten. :P

    Und wer bitte glaubt, dass Erzieher im Kindergarten unnötig sind? :D
    Sagt ja auch keiner das es unnötig ist - sie ist allerdings keine exakte Wissenschaft in dem Sinne, daß sich die Ergebnisse mathematisch unumstößlich beweisen lassen.
    Sozialwissenschaften können nicht wie die Mathematuk absolute Beweise führen. Ihre Ergebnisse also nie vollständig allgemeingültig sein - allerdings - mal abgesehen von den sogenannten Gender"wissenschaften", leisten sie einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, weil sie die Debatte konstant befeuern mit neuen und oder alten Erkenntnissen.
    Es braucht auch keine absoluten Ergebnisse, die unumstößlich sind. Noch dazu gibt es durchaus anthropolgische Konstanten, an denen man wenig wegdiskutieren kann. Natürlich ist es meist nicht gültig für alle, aber das Armut das Risiko von Kriminalität erhöht (um ein Beispiel herauszugreifen), ist nun mal ein Fakt. Nicht bei jedem, aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich. Das ist es eben, was die Sozialwissenschaften ergründen können: Wahrscheinlichkeiten, Zusammenhänge, strukturelle Gegebenheiten, ... Und wie du sagst: Diese sind enorm wichtig für die Gesellschaft.
    „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

    Karl Popper


    Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.
  • Wilhelm Weiß schrieb:

    Sebastian Fichtler schrieb:

    Das ist ja generell bei allen Wissenschaften so, selbst die Mathematik ist in sich nicht unumstößlich bzw. nicht abschließend verifizierbar, weil wir immer nur aus einer subjektiven Sicht und mit erstmal vermeintlichen Wissen einer Teilmenge aller möglichen Informationen Ergebnisse meinen zu erkennen oder sie zu suchen. Aber das ist ja auch gar nicht die Aufgabe von Wissenschaft finde ich, sondern der Versuch der Annäherung an die "Wahrheit" bzw. der Erkennung von Realitäten, sowie deren Bewertung und Analyse.
    Absolut - wobei die Mathematik als Natur und Urwissenschaft natürlich eine gewaltige Bedeutung hat.
    Das auf jeden Fall. Leider war ich ihn Mathe immer eine absolute Null.^^
    Bundeskanzler
    (immer Montags-Dienstags nur schlecht erreichbar (+Prüfungsphase))
    "Nichts ist schwieriger als der Versuch, die Lehren der Geschichte für die Gegenwart wirksam zu machen. Die Massen empfangen diese Lehren nicht und die Staatsmänner vergessen sie." (Rudolf Virchow)
  • Oscar Albert Wolters schrieb:

    Wilhelm Weiß schrieb:

    Alexander Fischer schrieb:

    Soziologie studieren ist was ganz anderes, als es nur in der Schule zu haben. ;) Ich denke auch, nur die wenigsten wissen wirklich womit sich die Soziologie beschäftigt. Wirklich unnötig sind dagegen Musikstudenten. :P

    Und wer bitte glaubt, dass Erzieher im Kindergarten unnötig sind? :D
    Sagt ja auch keiner das es unnötig ist - sie ist allerdings keine exakte Wissenschaft in dem Sinne, daß sich die Ergebnisse mathematisch unumstößlich beweisen lassen.Sozialwissenschaften können nicht wie die Mathematuk absolute Beweise führen. Ihre Ergebnisse also nie vollständig allgemeingültig sein - allerdings - mal abgesehen von den sogenannten Gender"wissenschaften", leisten sie einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, weil sie die Debatte konstant befeuern mit neuen und oder alten Erkenntnissen.
    Es braucht auch keine absoluten Ergebnisse, die unumstößlich sind. Noch dazu gibt es durchaus anthropolgische Konstanten, an denen man wenig wegdiskutieren kann. Natürlich ist es meist nicht gültig für alle, aber das Armut das Risiko von Kriminalität erhöht (um ein Beispiel herauszugreifen), ist nun mal ein Fakt. Nicht bei jedem, aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich. Das ist es eben, was die Sozialwissenschaften ergründen können: Wahrscheinlichkeiten, Zusammenhänge, strukturelle Gegebenheiten, ... Und wie du sagst: Diese sind enorm wichtig für die Gesellschaft.
    Im Blickwinkel der betrachteten Gesellschaft absolut - nur lassen sich Ergebnisse aus Deutschland nicht 1:1 auf Gesellschaften in Afrika oder Asien übertragen - und vice-versa.

    Mein Problem ist daß so mancher meint, daß diese Ergebnisse sich leicht übertragen lassen - dem ist aber definitiv nicht so. Das Risiko von Armut ist hier ein gutes Beispiel, da Armut relativ ist zur Umgebung ist. Was in Deutschland als "arm" gilt, ist beispielsweise in Kamerun ganz anders - dort sind aus deutschem Blickwinkel alle arm...und gleichzeitig ist das unwahr, weil sich viele der Menschen vor Ort nicht als "arm" bezeichnen würden, sondern als Mittelklasse.

    Generell würde ich den Zusammenhang zwischen Armut und Verbrechen noch weiter einschränken - erhöhte Kriminalität gibt es vorallem dann, wenn es kein Sozialsystem gibt - wie in den USA oder Rußland - Abschluss des Beispiels.

    Was sind denn für Dich die anthropologischen Konstanten - das würde mich interessieren.
    Mitglied des Spielerrates a.D.



    Präsident des Abgeordnetenhauses der Stadt Berlin
  • Sebastian Fichtler schrieb:

    Wilhelm Weiß schrieb:

    Sebastian Fichtler schrieb:

    Das ist ja generell bei allen Wissenschaften so, selbst die Mathematik ist in sich nicht unumstößlich bzw. nicht abschließend verifizierbar, weil wir immer nur aus einer subjektiven Sicht und mit erstmal vermeintlichen Wissen einer Teilmenge aller möglichen Informationen Ergebnisse meinen zu erkennen oder sie zu suchen. Aber das ist ja auch gar nicht die Aufgabe von Wissenschaft finde ich, sondern der Versuch der Annäherung an die "Wahrheit" bzw. der Erkennung von Realitäten, sowie deren Bewertung und Analyse.
    Absolut - wobei die Mathematik als Natur und Urwissenschaft natürlich eine gewaltige Bedeutung hat.
    Das auf jeden Fall. Leider war ich ihn Mathe immer eine absolute Null.^^
    Ich auch, trotzdem bin ich IT-ler geworden - Ich habe es erst sehr spät gerafft und Dinge wie Kurvendiskussionen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen sind mir bis heute ein Gräuel.
    Mitglied des Spielerrates a.D.



    Präsident des Abgeordnetenhauses der Stadt Berlin
  • Wilhelm Weiß schrieb:

    Sebastian Fichtler schrieb:

    Wilhelm Weiß schrieb:

    Sebastian Fichtler schrieb:

    Das ist ja generell bei allen Wissenschaften so, selbst die Mathematik ist in sich nicht unumstößlich bzw. nicht abschließend verifizierbar, weil wir immer nur aus einer subjektiven Sicht und mit erstmal vermeintlichen Wissen einer Teilmenge aller möglichen Informationen Ergebnisse meinen zu erkennen oder sie zu suchen. Aber das ist ja auch gar nicht die Aufgabe von Wissenschaft finde ich, sondern der Versuch der Annäherung an die "Wahrheit" bzw. der Erkennung von Realitäten, sowie deren Bewertung und Analyse.
    Absolut - wobei die Mathematik als Natur und Urwissenschaft natürlich eine gewaltige Bedeutung hat.
    Das auf jeden Fall. Leider war ich ihn Mathe immer eine absolute Null.^^
    Ich auch, trotzdem bin ich IT-ler geworden - Ich habe es erst sehr spät gerafft und Dinge wie Kurvendiskussionen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen sind mir bis heute ein Gräuel.
    War bestimmt ein hartes Stück Arbeit. Ich bin froh ein Fach zu studieren, wo Mathe so gut wie nicht vorkommt und noch dazu immer meine Leidenschaft war.^^
    Bundeskanzler
    (immer Montags-Dienstags nur schlecht erreichbar (+Prüfungsphase))
    "Nichts ist schwieriger als der Versuch, die Lehren der Geschichte für die Gegenwart wirksam zu machen. Die Massen empfangen diese Lehren nicht und die Staatsmänner vergessen sie." (Rudolf Virchow)
  • Wilhelm Weiß schrieb:

    Oscar Albert Wolters schrieb:

    Wilhelm Weiß schrieb:

    Alexander Fischer schrieb:

    Soziologie studieren ist was ganz anderes, als es nur in der Schule zu haben. ;) Ich denke auch, nur die wenigsten wissen wirklich womit sich die Soziologie beschäftigt. Wirklich unnötig sind dagegen Musikstudenten. :P

    Und wer bitte glaubt, dass Erzieher im Kindergarten unnötig sind? :D
    Sagt ja auch keiner das es unnötig ist - sie ist allerdings keine exakte Wissenschaft in dem Sinne, daß sich die Ergebnisse mathematisch unumstößlich beweisen lassen.Sozialwissenschaften können nicht wie die Mathematuk absolute Beweise führen. Ihre Ergebnisse also nie vollständig allgemeingültig sein - allerdings - mal abgesehen von den sogenannten Gender"wissenschaften", leisten sie einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, weil sie die Debatte konstant befeuern mit neuen und oder alten Erkenntnissen.
    Es braucht auch keine absoluten Ergebnisse, die unumstößlich sind. Noch dazu gibt es durchaus anthropolgische Konstanten, an denen man wenig wegdiskutieren kann. Natürlich ist es meist nicht gültig für alle, aber das Armut das Risiko von Kriminalität erhöht (um ein Beispiel herauszugreifen), ist nun mal ein Fakt. Nicht bei jedem, aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich. Das ist es eben, was die Sozialwissenschaften ergründen können: Wahrscheinlichkeiten, Zusammenhänge, strukturelle Gegebenheiten, ... Und wie du sagst: Diese sind enorm wichtig für die Gesellschaft.
    Im Blickwinkel der betrachteten Gesellschaft absolut - nur lassen sich Ergebnisse aus Deutschland nicht 1:1 auf Gesellschaften in Afrika oder Asien übertragen - und vice-versa.
    Mein Problem ist daß so mancher meint, daß diese Ergebnisse sich leicht übertragen lassen - dem ist aber definitiv nicht so. Das Risiko von Armut ist hier ein gutes Beispiel, da Armut relativ ist zur Umgebung ist. Was in Deutschland als "arm" gilt, ist beispielsweise in Kamerun ganz anders - dort sind aus deutschem Blickwinkel alle arm...und gleichzeitig ist das unwahr, weil sich viele der Menschen vor Ort nicht als "arm" bezeichnen würden, sondern als Mittelklasse.

    Generell würde ich den Zusammenhang zwischen Armut und Verbrechen noch weiter einschränken - erhöhte Kriminalität gibt es vorallem dann, wenn es kein Sozialsystem gibt - wie in den USA oder Rußland - Abschluss des Beispiels.

    Was sind denn für Dich die anthropologischen Konstanten - das würde mich interessieren.
    Meinst du, was ich begrifflich meine oder willst du Beispiele dafür haben?

    Ich gehe mal auf beides ein, such dir die für deine Frage passende Antwort raus :D

    Begrifflich meine ich damit Phänomene, die den Menschen schon immer bzw. seit jener Zeit, die (sozial-)wissenschaftlich ergründet wurde inne wohnen. Dazu gehört beispielsweise ein Trend zu einem immer zivilisierteren Verhalten - in der langfristigen Betrachtung über hunderte Jahre, natürlich versehen mit "zivilisatorischen Brüchen". Sicher kann man darüber diskutieren und auch anderer Meinung sein, aber es ist nun mal ersichtlich, dass der Mensch aufgrund verschiedener Bedingungen sein Verhalten zivilisiert. Damit habe ich auch direkt ein Beispiel genannt. Andere Beispiele wären Dinge wie Bestandteile der natürlichen Bedürfnisse des Menschen. Z.B. gehört ein sexuelles Verlangen dazu oder aber auch die "soziale Ader" des Menschen.
    „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

    Karl Popper


    Hätten wir nicht das Glück gehabt, in Europa, sondern in Afrika geboren zu sein, könnten wir jetzt in den Booten sitzen oder im Mittelmeer ertrinken.