Angepinnt [Ausschuss] Bildung

    • Ausschuss

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Läge es im Interesse auch der anderen Ausschussteilnehmer, wenn wir jeweils zu unseren Vorschlägen jeweils "Vor-Anträge" erstellen und diese dann konkret hier erstmal debattieren würde? Das wäre denke ich ganz sinnvoll, um die hier im Raum stehenden Ideen zu konretisieren.
      de facto inaktiv derzeit

      "Dass so wenige sich trauen, exzentrisch zu sein, markiert die Hauptgefahr der Zeit." (John Stuart Mill)
    • ich stell das hier mal zur Diskussion aus der Bildungsministerkonferenz und bitte um eure Meinung, wie wir uns als Bundesland demgegenüber verhalten.

      Christian Westphal schrieb:

      Liebe Kolleginnen und Kollegen,

      erst einmal möchte ich den neuen Kultusminister Helmut Müller für den Freistaat Bayern begrüßen. Ich hoffe auf fruchtbare und kollegiale Zusammenarbeit!

      Zudem möchte ich stellvertretend für die Bundesregierung einen Vorschlag machen, wie eine Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen schulischer Bildung erreicht werden kann. Erstmal ist dazu anzumerken, dass es in vDeutschland viele schulische Bildungswege gibt, und dass jedes Bundesland da seine Eigenheiten hat. Daran will die Bundesregierung nicht rütteln. Es ist ein integraler Bestandteil der Bildungsvielfalt in diesem Land.
      Auf der anderen Seite steht der Wunsch der Bundesregierung, und auch ein persönlicher Wunsch meinerseits, dass alle Kinder und Jugendlichen in vDeutschland einen Abschluss erreichen, der nicht aus heiterem Himmel aufgrund des Wohnortes einfach so gering- oder hochgeschätzt wird. Der Absolvent kann für diesen Umstand rein gar nichts.

      Aus diesem Grund werde ich Ihnen keinen Formantrag präsentieren, sondern ein Modell der Bundesregierung, dass Vergleichbarkeit bei zentralen Punkten ermöglicht, aber dafür die Bildungsvielfalt nicht antastet. Diese zentralen Punkte sind:
      • Der Hauptschulabschluss,
      • die Mittlere Reife,
      • die Fachholschulreife und
      • das Abitur.
      Dem Bundesministerium ist daran gelegen, durch Reglementierung der Abschlussprüfungen vergleichbare Ausgangssituationen zu schaffen. In der standardisierten Hauptschulabschlussprüfung werden schriftliche Pflichtprüfungen in für das Berufsleben integralen Fächern abgelegt, sowie eine mündliche Prüfung in einem zusätzlichen Gebiet. In der Realschulabschlussprüfung wird die mündliche Prüfung durch ein fächerübergreifendes Projekt ersetzt, dass zum einen wissenschaftlich erschlossen, und zum anderen verständlich präsentiert werden soll. Diese Ansätze wissenschaftlichen Arbeitens sollen Kompetenzen fürs Berufsleben vermitteln und auf einen eventuellen Übergang zum Gymnasium vorbereiten.
      Sehr wichtig sind allerdings auch die Abiturabschlussprüfungen, bei denen im Moment in vDeutschland am meisten Chaos herrscht. Durch Festlegung der Prüfungsfächer und der weiteren Fächer als Leistungs- und Grundkurse wird auf der einen Seite eine in diesem Alter notwendige, auf das Studium vorbereitende Spezifizierung des Lernstoffes und der in diesen Fächern erworbenen Kompetenzen vollzogen, auf der anderen Seite bleiben nach dem Modell wichtige Fächer wie Deutsch, Mathematik und notwendige Fremdsprachen und Naturwissenschaften in jedem Fall im Stundenplan der Schüler erhalten. Zudem wird durch eine ausgewogene Kombination der Leistungskurse, in denen die schriftlichen Abiturklausuren geschrieben werden, ein entsprechendes mündliches Prüfungsfach dazu gewählt, damit das Abitur keinen zu starken naturwissenschaftlichen, oder geisteswissenschaftlichen Charakter auf der anderen Seite hat.

      Es handelt sich dabei, wie gesagt, um ein Modell. Der Bund legt den Bundesländern nahe, das Modell zu übernehmen und auf die Gegebenheiten in den Ländern anzupassen. Es ist allerdings auch möglich, das Modell partiell zu übernehmen, auch wenn ich Ihnen davon abrate. Es ist uns jedoch wichtig, dass sie zumindest elementare Punkte des Modells übernehmen, und das sind die standardisierten Prüfungen.

      Ich möchte gerne Rückmeldung aus den Ländern, ob sie dieses Modell auf ihr Bildungssystem übertragen werden.

      docdroid.net/sOC6Pfc/bildungsplan.pdf

      Vielen Dank.
    • Ein sehr begrüßenswertes Papier. Ich bedanke mich beim Herrn Bundesbildungsminister für diesen Entwurf und stimme ihn grundsätzlich zu.

      Allerdings möchte ich bemerken, dass ich die Anzahl der Leistungskurse am Gymnasium mit 3 als zu hoch empfinde. In der Regel sollten 2 zu wählende Leistungskurse genügen, da dieser mit einem deutlich höheren Arbeitspensum für die Schülerinnen und Schüler verbunden ist.

      Des Weiteren wird nicht empfohlen bzw. festgelegt, wie viele Prüfungen für das Abitur insgesamt abzulegen sind. Bleibt das dann Sache der Bundesländer?
    • Christian Westphal schrieb:

      Die schriftlichen Abiturarbeiten sind in den Leistungskursen zu schreiben (siehe Punkt 5.3), aus der Tabelle ergibt sich das mündliche Prüfungsfach. die Anzahl der vorangegangenen Kursarbeiten in der Oberstufe ist nicht präzisiert, dahingehend einen Vorschlag zu machen erachte ich auch nicht als wichtig.

      Meiner Meinung nach sind drei Leistungskurse absolut zu bewältigen, was auch die Erfahrung zeigt.
    • ich denke mal, da führt eh kein Weg rein, nachdem ich diverse Threads gelesen habe. Vielleicht muss das Ganze nochmal überarbeitet werden.

      Daniel Binz schrieb:

      Was würde sich in den BaWü durch diese bundesdeutsche Reform ändern?
      Da muss ich mich selbst erstmal durchwühlen...leide wie immer an Zeitnot. Vielleicht weiß Frau Wagenbauer da aus dem Stehgreif sogar mehr :D
    • Ich würde diese Woche gerne ein paar Anträge hier einbringen, basierend auf einige der genannten Vorschläge, damit wir weiter kommen und weil ich denke, dass im bisherigen Diskurs durchaus gute Ansätze und Potenzial stecken.
      de facto inaktiv derzeit

      "Dass so wenige sich trauen, exzentrisch zu sein, markiert die Hauptgefahr der Zeit." (John Stuart Mill)
    • Das sind die ersten beiden Entwürfe. Mir ist klar, dass da noch einiges zu tun ist, aber ich denke durchaus eine Betrachtung als Startpunkt wert.



      (Hier sind noch ein paar Platzhalter drin, die nach geändert werden. Das wäre quasi nur der Prototyp eines Entwurfs)


      Antragstitel: Änderung des Schulgesetzes für Baden Württemberg

      Antragsteller: x

      Antragsinhalt: Der Landtag möge folgende Ergänzung des Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG) beschließen:

      §1
      ...
      (5) Zum Zwecke der genaueren Nachvollziehbarkeit des jeweils aktuellen Bildungsstands der Schüler der Grundschulen werden in jedem Regierungsbezirk sogenannte Generalprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, der jeweils primär vermittelten Fremdsprache, des Ethik/Religionsunterrichts, des Fachs MENUK (Mensch, Natur und Kultur) oder seinen jweiligen als solche gezeichneten Ausprägungen abgehalten. Diese finden einmal jährlich an allen staatlichen Bildungseinrichtungen statt und haben aber als solche keine Auswirkungen auf den Endnotenstand der Schüler. Die Ergebnisse werden in anonymisierter Form an die Regierungspräsidien geschickt, von wo aus sie an das Bildungs/Kultusministerium weiter gereicht und analysiert werden.

      Begründung: Auch wenn bereits jetzt in unregelmäßigen Abständen Tests und Studien für das Land durchgeführt werden um einen Leistungseindruck der Schüler zu gewinnen, so fehlten bis dato tatsächliche umfassende Prüfungen, deren Ziel es ist eine regelmäßige exakte Einsicht in die Bildungsvermittlung der Grundschulen zu gewähren und die daraus resultierenden Ergebnisse entsprechend ihres Gehalts zu nutzen. Die Ergebnisse und das regelmäßige daraufhin arbeiten der Schüler kann das Ministerium gut zur Einschätzung von Mängeln und Nachholbedarf nutzen, um fundierte Anweisungen für die Zukunft zu erteilen.

      Kosten: x

      Inkrafttreten: Die Gesetzesänderung tritt zu Beginn des neuen Schuljahrs in Kraft.




      ( :!: Den Antrag mit besonderer Vorsicht genießen. Da habe ich mich an der Idee von Tina orientiert, wäre deswegen froh, wenn wir da noch konkreter werden könnte, bzw. wenn du Tina versuchen würdest mir da etwas zur Hand zu gehen. Konkret zu werden ist da finde ich sehr schwierig.)


      Antragstitel: Etaterhöhung zwecks erhöhter Bereitstellung von Vertretungslehrern

      Antragsteller: x

      Antragsinhalt: Der Landtag möge folgendes Ziel für 2021 beschließen:

      1) Das Land Baden-Württemberg wird zwecks Vermeidung von Studenausfällen und mit dem damit einher gehenden Ziel einer Verbesserung der Lehrqualität, versuchen ein Verhältnis von Lehrern zu Vertretungslehrern von x:y bei den Grundschulen zu erreichen, welche vom Staaten für die vom Staat getragenen Schulen einzustellen sind.

      2) Das Land Baden-Württemberg verpflichtet sich zur regelmäßigen Überprüfung, ob die Einstellungsentwicklung entsprechend mit den in 1) festgesteckten Zielen im Einklang steht.

      3) Zum Zweck der Zahlenevaluation werden regelmäßige Bedarfsüberpüfungen im Landesgebiet an den entsprechenden Schulen erstellt, welche dem Kultusministierum zugeführt werden und in die Verteilung auszuschreibender Lehrerstellen, bzw. die Priorisierung des Bedarfs direkt einfließen.

      Begründung: Steigende Schülerzahlen, große Probleme bei der Bewältigung des Unterrichts durch die bisherige Lehrerschaft und verschiedenartige Konzentration des Lehrkörpers in den Landesteilen, lässt den Eindruck entstehen, dass eine mittelfristige Erhöhung der Leherzahlen auf ein erkennabres Niveau, elemenar ist. Dementsprechend und zur Wahrung des Bildungsstandorts Baden-Württemberg werden gerade die Lehrkräfte nachgefragt, welche stellvertretend und primär bedarfsorientiert als Ersatz für ausfallende Regulärlehrkräfte eingeführt werden. Dem soll so abgeholfen werden.

      Kosten: X

      Inkrafttreten: Am Tage nach seiner Verkündung.
      de facto inaktiv derzeit

      "Dass so wenige sich trauen, exzentrisch zu sein, markiert die Hauptgefahr der Zeit." (John Stuart Mill)